Leserunde

Leserunde zu „Nie, nie nie" (Linn Strømsborg)

Nie, nie, nie -

Nie, nie, nie
von Linn Strømsborg

Bewerbungsphase: 14.04. - 29.04.
Beginn der Leserunde: 08.07. (Ende: 29.07.)  - TERMIN-UPDATE -

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Dumont Verlags – 20 Freiexemplare von „Nie, nie nie" (Linn Strømsborg) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

ÜBER DAS BUCH:

„Ich will keine Kinder, nicht mit ihm, mit niemandem. Schon gar nicht mit mir selbst.“

Ein Roman am Puls der Zeit über das Muttersein und das Nicht-Muttersein: frisch, ehrlich und warmherzig erzählt

Linn Strømsborgs Erzählerin ist fünfunddreißig – und hat sich schon vor Jahren dazu entschlossen, keine Kinder zu bekommen. Davon, wie sich ihre Entscheidung auf die Beziehungen zu Freunden, den Eltern und nicht zuletzt dem Partner auswirkt, handelt dieses Buch: Ihr Umfeld hat Schwierigkeiten, ihre Haltung zu akzeptieren, immer wieder wird sie mit dem Thema konfrontiert. Da ist ihr langjähriger Partner Philip, der zunehmend daran zweifelt, ob er mit dem Entschluss seiner Freundin leben kann. Ihre Mutter strickt ohnehin seit Jahr und Tag Babykleidung in der Hoffnung auf ein Enkelkind. Als dann die beste Freundin Anniken Nachwuchs bekommt, verändert sich alles.

Aber kann man wirklich nur mit Kind eine Familie sein? Wieso wird von jeder Frau erwartet, dass sie Mutter werden will? Warum ist es so schwierig, andere Lebensentwürfe zu akzeptieren?

Linn Strømsborg beschäftigt sich mit Fragen, die jede Frau – ob Mutter oder nicht – sich irgendwann stellt. ›Nie, nie, nie‹ ist ein Buch der Stunde, das sich mit Elternschaft und Weiblichkeit auseinandersetzt, und zwar auf direkte, empathische und bewegende Weise.

»Warum beschäftigt es Menschen so sehr, wenn ein anderer die Entscheidung trifft, keine Kinder zu bekommen? ›Nie, nie, nie‹ zeigt auf, dass es ganz unterschiedliche Wege gibt, ein erfülltes Leben zu leben, auch wenn man sich nicht reproduziert.« DAGSAVISEN

ÜBER DIE AUTORIN:

Linn Strømsborg, geboren 1986, debütierte 2009 mit dem Roman ›Roskilde‹. Seitdem hat die Autorin drei weitere Romane geschrieben und arbeitet nebenher in der Presseabteilung eines norwegischen Verlags. Im Herbst 2018 war sie für das New-Voices-Programm von Norla ausgewählt. ›Nie, nie, nie‹ ist ihr vierter Roman und der erste, der in deutscher Übersetzung erscheint.

10.07.2021

Thema: Lieblingsstellen

Thema: Lieblingsstellen
StefanievonBooksweetbook kommentierte am 08. Juli 2021 um 16:13

Seite 20 Zitat
"Ich will mich nicht festlegen, denn vielleicht wache ich ja eines Morgens auf und bin eine von ihnen, eine durchschnittliche Frau in den Dreißigern, und will schwanger werden, eine Familie gründen, mein Leben, meinen Körper und mein Herz vergrößern, damit noch jemand anders Platz darin findet. Es ist nicht verboten, sich umzuentscheiden" Zitatende

Thema: Lieblingsstellen
MoniBo89 kommentierte am 14. Juli 2021 um 22:14

Ich hatte so viele Lieblingstellen aber natürlich hab ich mir nichts markiert.
Ich gebe kurz in Stichpunkte wieder welche mir am meisten im Kopf geblieben sind

Ebenfalls die Stelle dass man sich umentscheiden darf
Dann due Reaktion der Protagonistin auf Annekens Schwangerschaft
Das Gespräch mit ihrer Mutter als klar ist, dass sie nur noch alleine nach Spanien reisen
Die Erklärung der Protagonistin, dass sie auch ihre Ruhe braucht und mal alleine sein will, dass sie Bücher lesen will, dass ihr bei dem Gedanken N Kindern zuerst die negativen Situationen in den Kopf kommen statt den schönen,
Ihre Ängste die Verantwortung zu übernehmen wo ihr schon die Verantwortung für sich selbst schwer fällt.
Und letztendlich die Aussage von Philipp als sie auf Ella aufpassen, dass sie sich in den ganzen Jahren nicht verändert hat und schon "fertig" war

Thema: Lieblingsstellen
newra kommentierte am 17. Juli 2021 um 14:44

Ich glaube nicht mal, dass mir nie etwas fehlen wird, mir wird alles fehlen, wogegen ich mich entscheide. Bestimmt könnte ich ein genauso schönes Leben haben, wenn ich einen anderen Weg einschlüge, ich bin mir sicher, ich könnte viele schöne Leben haben, die meinem jetzigen mal mehr, mal weniger gleichen, aber für irgendein Leben muss man sich ja entscheiden. Und sollte ich eines Tages unglücklich sein, hoffe ich, dass ich die Kraft habe, meine Entscheidungen zu überdenken. Sollte ich mir doch irgendwann Kinder wünschen, hoffe ich, dass ich welche bekomme. Ist es dann zu spät, werde ich mich hoffefntlich damit abfinden können. 

Seite 224

Thema: Lieblingsstellen
Sabine_AC kommentierte am 19. Juli 2021 um 08:38

Meine Lieblingsstelle ist auch exakt diese (S.224) - inklusive dem noch folgenden Satz:

"Aber vor allem möchte ich mich für meine Entscheidungen nie rechtfertigen müssen - außer vor mir selbst."

Thema: Lieblingsstellen
emmasbuecherecke kommentierte am 21. Juli 2021 um 19:03

"Ich wünsche mir ein langes Leben, das ich mit Büchern füllen will. [...] Ich stelle mir vor, wie sie mit den Büchern in einer Hängematte lag, die sie zwischen zwei Bäumen aufgespannt hatte. Ein Sommer voller Bücher, ein Leben voller Bücher." S. 192 (I mean, wer will das nicht?)

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"'Eigentlich ist es eine Unverschämtheit', sagt Margrethe, reicht mir mein Bier und setzt sich wieder. 'Ich befrag die Leute doch auch nicht einfach zu ihrem Intimleben! Aber sich mir nichts, dir nichts zu erkundigen, warum jemand kein Kind hat, ist offensichtlich erlaubt. Selbst wenn man jemanden zum allerersten Mal begegnet! Verdammte Scheiße, das ist MEINE Gebärmutter. [...]'" (S. 139)

Thema: Lieblingsstellen
Marta kommentierte am 25. Juli 2021 um 07:02

S. 192: "Ich will nicht sagen, man müsse sichzwischen einer Familie und einem Fahrradkorb voller Bücher entscheiden - aber ich will nur den Fahrradkorb."