Leserunde

Leserunde zu „RAVNA – Tod in der Arktis" (Elisabeth Herrmann)

RAVNA – Tod in der Arktis -

RAVNA – Tod in der Arktis
von Elisabeth Herrmann

Bewerbungsphase: 13.05. - 27.05.

Beginn der Leserunde: 03.06. (Ende: 24.06.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des cbj Verlags – 20 Freiexemplare von „RAVNA – Tod in der Arktis" (Elisabeth Herrmann) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Vardø, eine kleine Stadt weit über dem Polarkreis in der Arktis. Der Mord am reichen norwegischen Waldbesitzer Olle Trygg verstört alle, auch Ravna Persen, gerade frisch als Praktikantin bei der örtlichen Polizeidienststelle gelandet. Ravna hat keinen leichten Stand bei ihren Kollegen: Sie ist eine blutige Anfängerin, sie ist eine Frau und … sie ist Samin. Keiner nimmt sie ernst, als sie am Tatort glaubt, Hinweise auf einen samischen Hintergrund der Tat zu finden – einen Strich in der Erde. Als kurz darauf der umstrittene Kommissar Rune Thor eintrifft, um den Fall zu übernehmen, spitzen sich die Konflikte zu. Doch Ravna weiß durch ihre Urgroßmutter Léna viel über die Geheimnisse der Samen – und darüber, dass der Strich auf ein uraltes Ritual hindeutet, mit dem die Wanderseelen der Toten daran gehindert werden sollen, in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Wer immer die Tat begangen hat, muss dieses Geheimnis kennen.

Elisabeth Herrmann fesselt ein großes Publikum an ihre mitreißenden und atmosphärischen Thriller. Leserinnen und Leser erwarten starke Heldinnen, dunkle und mystische Fälle und intelligente Hochspannung. Alle Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

»Ravna ist ein wirklicher Pageturner, packend, aufschlussreich, sehr gute Unterhaltung und zum Glück der Auftakt einer neuen Reihe.« Freie Presse Chemnitz über »RAVNA - Tod in der Arktis« (13. April 2021)

ÜBER DIE AUTORIN:

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin arbeitete sie beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman »Das Kindermädchen« ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin und im Spreewald.

26.06.2021

Thema: Lektüre, Teil l

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WriteReadPassion kommentierte am 03. Juni 2021 um 10:17

Dann fange ich mal an:

 

Das Vorwort zu den Anreden und den Berufbezeichnungen in den skandinavischen Ländern der Autorin finde ich klasse! Ist mir persönlich nicht neu, aber hier in der Geschichte hätte ich das mit Sicherheit vergessen und mich ständig gefragt, wieso sie sich alle duzen. Auch bei den Berufsbezeichnungen wäre ich gestolpert und hätte das sicher als Fehler markiert. Es ist nämlich nicht die Norm die Sprache dem Setting anzupassen, aber das ist nicht nur sinnvoll, sondern auch wichtig, für die realistischen Darstellungen. Daher hat die Autorin hier alles richtig gemacht! Nicht nur, dass sie die Sprache dem Setting angleicht, sondern auch, dass sie uns Leser einen Hinweis dazu gibt. Ist auch nicht so selten, dass die Autoren zwar in der Anpassung der Geschichte alles richtig machen, aber vergessen, den Leser darauf hinzuweisen, sodass er nicht rätseln muss. 

Was mich generell stört, ist, dass diese Länder in meinen Augen Rückschritte in Sachen Gleichberechtigung gehen. Manche würden sagen, das Gegenteil ist der Fall, weil ja alle gleich deklariert sind - in Bezug auf die Berufsbezeichnungen. Aber das ist für mich nur ein Deckmantel unter vielen. Wir Frauen sind in der Gesellschaft sowieso kaum existent, und diese Art der Deklarierung verstärkt das nur. Wer etwas anderes meint, dem kann ich ja fragen: Dann können wir das auch umgekehrt machen? Alle Bezeichnungen in weiblicher Form? Da würde es einen Aufschrei geben. Denn die Männer lassen das ja nicht mit sich machen. Gibt mittlerweile Bücher dazu, das hat ja lange gedauert, bis wir uns bewusst gemacht haben, wie ausgegrenzt wir werden. Beispiele: https://wasliestdu.de/caroline-criado-perez/unsichtbare-frauen

https://wasliestdu.de/melinda-gates/wir-sind-viele-wir-sind-eins

 

Ein Fehler entdeckt: Seite 34, Zeile 5: 
"Die vergessen kein einziges mal, bei dem sie hier aufgetaucht sind." = das oll wohl "bei wem" heißen.

 

Auf Seite 84 ist die Erzählung merkwürdig im Ausdruck: Der zitierte Satz steht nicht wie gewöhnlich in Einmal-Apostroph:
"Vielleicht sind es ja nur Hinweise. Schaut, Trygg war einer von uns, egal, was für ein Mistkerl er gewesen ist." = Normalerweise stehen solche Zitierungen so: "Vielleicht sind es ja nur Hinweise.  'Schaut, Trygg war einer von uns, egal, was für ein Mistkerl er gewesen ist.' " Ich habe dadurch erstmal mehrmals verwirrt gelesen, weil das komisch klingt, als ob der sprecher das selbst gesagt hat. Das ergibt in der Form keinen richtigen Sinn und steht komisch geschrieben. Er spricht diesen Satz aber so, als ob der Täter das gedacht hat.

 

 

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:32

Die Kritik an der rein männlichen Spracheise kann ich absolut teilen, Da muss sich unbedingt noch was tun.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:48

Die Erklärung am Anfang über die Norwegischen Sitten fand ich auch hilfreich, ich wusste nicht, dass die sich alle duzen. 

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Borkum kommentierte am 14. Juni 2021 um 18:27

DAs war mir auch neu

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WriteReadPassion kommentierte am 03. Juni 2021 um 10:44

Ravna ist mir echt zu naiv und starrköpfig! Sie will zur Polizei, weil Same nur etwas im Dienste des Staates tun können. Warum aber dann die Polizei? Sie kann kein Blut und keine Leiche sehen, ohne sich fast zu übergeben. Sie behindert schon am zweiten Tag die Ermittlungen, weil der Täter Same sein könnte, einer ihrer Leute. Sie sagt dann auch noch dreist: "Das sind meine Leute!" Und Thor erwiedert richtig, dass es ihm egal ist, woher der Täter stammt. Mörder ist Mörder. Einfach unglaublich ihr Verhalten! Das geht überhaupt nicht, diese Voreingenommenheit. Was ist das für eine Polizistin? Oder eher; was soll das für eine Polizistin später sein? Vor allem; bei ihrer Uroma tut sie noch entsetzt, als die eher freudig auf den Mord reagiert, weil das Opfer ein Scheißkerl war. Da wäscht sie der Uroma entsetzt den Kopf, er sei brutal ermordet worden, egal, was für ein mann er war. das passt überhaupt nicht zusammen und kommt auf mich gekünstelt rüber. 

Auch total bescheuert sind ihre mehrfachen Aussagen, sie will zur Polizei, sie muss was im staatlichen Dienst tun. Thor zählt ihr dann auch einige andere Berufe auf, bei denen ich auch schon dachte "Wieso machst du dann nicht  das? Oder das?" Wie reagiert Ravna? Sie bringt trotzige wie ein Kind immer dasselbe heraus "Ich will zur Polizei!" Sie reflektiert kein bisschen, ob sie dafür auch geeignet ist. Und alle Andeutungen von anderen, dass sie vielleicht etwas anderes tun sollte, blockt sie starrköpfig und trotzig ab. Erklärt aber nie, wieso sie sich für geeignet hält. Das müssen wir andauernd bei Bewerbungen angeben, aber bei ihr hat man das gar nicht für nötig gehalten? Hatte sie überhaupt Eignungstests? Auch so Situationen und Gedanken von ihr sind so ... machen wütend. Zum Beispiel: Sie war sich nicht im Klaren, was Einschlafen während der Dienstzeit nach sich ziehen konnte. (Seite 80) Ernsthaft jetzt???? Da fehlen mir die Worte ... Schläft an einem Beweisort des vermuteten Täters ein und dann kommt so ein Satz ... Und das ist ja nicht mal genug! Sie erzählt dann noch ganz locker flockig ihrer Uroma von dem Fall. Und dann wieder so ein Satz, wo sie nachdenkt, dass sie wahrscheinlich gar nicht mit ihr über den Fall reden sollte ... AAAAHHHHH!!!!!  Ich bin entsetzt, wie man so jemanden ohne nichts auf die Polizei loslässt. Das Mädel ist so ... boah, die macht mich so wütend!! :-D Hilfe!!!

Total bescheuert finde ich ja die Tageslängen, die hier angegeben werden. Fast immer nur eine Stunde ungefähr, dann gibt es einmal sogar einen Tag mit nur zwölf Minuten Tageslicht ... Sorry, aber was für ein Blödsinn ist das? Ja, im Herbst und Winter sind viele Tage - auch in Deutschland - teilweise den ganzen Tag dunkel, kein Tageslicht, es wird gar nicht hell. Aber wie das hier geschrieben wird, mehrere Monate? Ist auch ein Unterschied, ob Sonne oder tageslicht. Das wird hier durcheinander geworfen. dass mehrere Monate keine  Sonne scheint, das ist stimmig, das haben wir in Deutschland auch. Jedenfalls in Sankt Augustin. Das ist bei uns immer Herbst bis Frühling. Mal zwei Monate, mal drei Monate. Richtig grauenvoll. Aber das im Norden von November bis Februar kein Tageslicht mehr sein soll bzw. immer nur um eine Stunde herum oder gar weniger  - das ist echt Fantasy! Dann würden die Menschen im Norden ja verkümmern, den der Körper und seine Organe und Funktionen brauchen Tageslicht. Und monatelanger Tageslichtverzicht macht richtig krank und der Körper verkrüppelt. Ich könnte jetzt die ganzen Symptome aufzählen, aber das ist dann zu weit ausgeholt. Jedenfalls kann das, was die Autorin da schreibt, nicht stimmen. Habe ich noch nie von gehört, gesehen oder gelesen. Sowas wüsste man, wenn es das gäbe. Wie viel lesen wir von diesen Ländern, un die ganzen Urlauber, Dokumentationen ... Und nie ist das wichtigste Detail bekannt geworden? Vor allem wäre kein Leben möglich unter diesen Bedingungen. Ich weiß nicht, woher die Autorin diese Zahlen nimmt ... Mich irritiert das richtig und es sperrt mich auch in meiner Vorstellung zum verlauf der Geschichte. Echt schade.

Was mir am Ausdruck noch aufgefallen ist: Auch Gedanken werden nicht als Gedanken formatiert. da musste ich auch mehrmals lesen, um zuzuordnen, dass das Ravnas Geganke ist und nicht die Erzählung. Dann dadrunter wird ein Gedanke von ihr wieder formatiert. Total irritierend!

 

 

 

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Schneeweißchen stellte am 05. Juni 2021 um 11:43 klar

Du liegst falsch. Es ist kein Fantasy mit der anhaltenden Dunkelheit (= völliger Abwesenheit von Sonne) im hohen Norden Skandinaviens. Ich habe es selbst erlebt. Ansonsten bitte einmal vernünftig recherchieren/googeln, bevor du weiterhin Unwahrheiten in unangemessener Ausdrucksweise verbreitest. Danke.

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JoanStef kommentierte am 05. Juni 2021 um 16:39

Ich kann mich diesem Beitrag anschließen:

Das Tageslicht am Polarpunkt verschwindet für Monate. In dieser Zeit gibt es Polarlichter, aber keine Sonnenstrahlen. Und, die dort Lebenden haben aufgrund des Mangels an Sonnenstrahlen ein Porblem mit der Vitamin B Bildung und erkranken deshalb auch an den entsprehenden Krankheiten. Zudem wird dem Körper auch öfter mal das gegeben, was er braucht, weil es sicheben mehr als um ein "Übermüdung" nach Party oder anderen Festivitäten handelt.

 

 

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WriteReadPassion kommentierte am 05. Juni 2021 um 19:44

Echt? Das wundert mich aber sehr. Hab das noch nirgendwo gelesen oder gesehen (Artikel, Doku etc.) Danke für deine Erfahrung, ist ja grausig. Mich wundert allerdings wirklich, dass das keine gesundheitlichen Schäden gibt, eiigenartig.

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JoanStef kommentierte am 06. Juni 2021 um 16:49

mal nur zum Stöbern:

mangel-sonnenlicht-macht-krank-zr-2756379

Polarnacht: 6 Monate Nacht - timeanddate.de

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Läuferbiene kommentierte am 05. Juni 2021 um 16:49

Danke sehr für deine Worte.
Ich war schockiert, als ich gelesen habe, was für ein Fake die Dunkelheit im Norden sein soll.

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Schneeweißchen kommentierte am 05. Juni 2021 um 17:59

Jepp... Auch ihr Beitrag davor lässt an etlichen Stellen lediglich ein entsetztes Kopfschütteln zu. Schlimm. 

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WriteReadPassion kommentierte am 05. Juni 2021 um 19:47

Ich habe auch geschrieben, dass ich das nirgends schon gelesen oder gesehen habe und nicht weiß, woher die Sutorin das hat und das mich das irritiert! Wenn schon mein Kommentar kommentieren, dann auch richtig lesen!!!

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Borkum kommentierte am 08. Juni 2021 um 17:21

Das hat mich auch erschreckt.

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Readaholic kommentierte am 08. Juni 2021 um 19:44

Coronaleugner sind ja in aller Munde, aber dass es auch Polarnachtleugner gibt, war mir neu! :-)

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Läuferbiene kommentierte am 08. Juni 2021 um 19:50

Du kannst alles Leugnen was es gibt ;-)

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WriteReadPassion kommentierte am 05. Juni 2021 um 19:48

Mit deinem zickigen Getue kannst du gern den Mob einheizen, mich machst du damit jhedenfalls nicht runter. Denk mal lieber über deine eigene Ausdrucksweise nach, bevor du andere belehrst!

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:36

Danke, genau so ist es.

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JoanStef kommentierte am 05. Juni 2021 um 16:36

Gelebte Toleranz ist für mich sehr viel bedeutsamer als das "Ringen um Begrifflichkeiten"..

Was sollen wir denn dann noch alles aus"gendern"? Wie würden wir einen den ärztlichen Beruf Ausübenden beschreiben, wenn dieser weder dem M/F/N(V Gender zugeordnet werden kann oder möchte? Da wird Kommunikation dann wirklich sehr schwierig. 

 

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:37

Wie wäre es mit "Mensch" statt männlich, weiblich, divers etc:?

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gaby2707 kommentierte am 10. Juni 2021 um 18:08

Damit sprichst Du mir genau aus der Seele. Mir geht dieses dauernde geender auch gehörig auf den Geist.

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Läuferbiene kommentierte am 05. Juni 2021 um 16:48

Stell dir mal vor, im hohen Norden gibt es auch das Gegenteil, 24 Stunden Helligkeit.
Das ist die Wahrheit.

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Schneeweißchen kommentierte am 05. Juni 2021 um 17:55

Und es ist wunderschön anzusehen! Die Stille um 24 Uhr, die Sonne die noch über den Horizont steht, dabei auf's Meer schauen... Hach, ich krieg gleich wieder Sehnsucht!

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Läuferbiene kommentierte am 05. Juni 2021 um 18:27

Würde ich gerne mal sehen.
Ich mag die Beschreibungen sehr, die Autorin war ja bereits dort. Man spürt die Athmosphäre, sehr mystisch.

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Marta kommentierte am 05. Juni 2021 um 19:48

Das gefällt mir auch sehr gut, man kann sich diese ständige Dunkelheit wirklich gut vorstellen, generell die Atmosphäre, wie du scheibst.

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Borkum kommentierte am 08. Juni 2021 um 17:23

Ich finde auch, dass die Autorin die Atmosphäre sehr gut beschreibt.

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Läuferbiene kommentierte am 08. Juni 2021 um 19:34

Es wird noch besser  :-D

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:51

Da muss ich euch zustimmen, alles sehr gut beschrieben, man kann sich alles sehr gut vorstellen

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Marta kommentierte am 05. Juni 2021 um 20:15

Das klingt wirklich wunderschön. Ich würde auch die Polarlichter gerne mal sehen.

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:39

Ja, ich auch. Ich möchte unbedingt mal wieder hin.

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gaby2707 kommentierte am 10. Juni 2021 um 14:10

Ich habe sowohl 24 Std. Helligkeit, als auch rund um die Uhr Dunkelheit  und Polarlichter dort oben erleben dürfen. Es war einfach unbeschreiblich schön. Ich komme jedes mal ins Schwärmen, wenn ich daran denke.

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Borkum kommentierte am 14. Juni 2021 um 18:29

Du Glückliche. Lange Tage habe ich auf Island auch schon erlebt. Fand es seltsam, dass um Mitternacht noch die Sonne schien.

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Readaholic kommentierte am 06. Juni 2021 um 16:14

Am Polarkreis ist es nunmal ein bisschen anders als in St. Augustin. Schonmal von Polarnacht gehört? Wenn nicht, googeln hilft.

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WriteReadPassion kommentierte am 03. Juni 2021 um 10:51

Eine tolle Karte ist dabei und auch wie die gesamte Aufmachung in Blau-Weiß-Tönen gehalten. Hier sind keine kleinen Städte verzeichnet, wie das meistens der Fall ist bei Karten. Neben wichtige Städte, die im Buch erwähnt werden (bisher), sind auch Lagemarker (Positionen wie E6 - sogar zweimal, E75 usw.) enthalten. das habe ich bisher noch nie auf einer Karte in Büchern gesehen. Und bisher sind sie auch gar nicht zuzuordnen. Es steht in der Geschichte nirgendwo Stadt sowieso bei E75 ... vielleicht kommt das noch, ich weiß es nicht. Etwas irritierend finde ich es schon, denn die Wohnstädte wie die Tatortstätte sind normal als Stadt angegeben.

 

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Borkum kommentierte am 08. Juni 2021 um 17:24

Mit E75 etc sind wohl die (Schnell-)Straßen gemeint.

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Läuferbiene kommentierte am 08. Juni 2021 um 19:34

Genau, damit sind die Straßen gemeint.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:46

Japp, es wurde doch sogar irgendwo erwähnt, wenn man die E75 bis zum Ende folgt, landet man in der letzten nördlichsten Stadt: Vardo.

Außerdem ist es logisch, dass die Straßen bezeichnet werden. erstens geht der Pfeil auf die Straße, zweitens steht das E für Europastraße

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:40

Die Karte fand ich auch richtig klasse.

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gaby2707 kommentierte am 10. Juni 2021 um 18:14

E6 und E75 sind Europastraßen die verschiedene Länder in Europa miteinander verbinden.

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Läuferbiene kommentierte am 03. Juni 2021 um 12:34

Erster Eindruck sehr positiv, Ravna ist mir sympathisch. Die Karte ist toll, ich schaue beim Lesen wo die Orte sind.

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:41

Das hab ich auch gemacht, um mir die Situationen besser vorstellen zu können.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:46

Ich schaue auch ständig auf der Karte nach! ;)

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Läuferbiene kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:50

Die Karte ist sehr hilfreich,ich mag so was sehr.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:51

Ich auch. Ich schaue dann ständig immer wieder nach ;)

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 08:52

Ich schaue auch immer wieder rein, wenn ein neuer Ort genannt wird, wo der nun wieder liegt.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:19

Vor allem wenn Vardo und Vadso (sorry ich weiß nicht wie ich die Striche durchs O bekomme) erwähnt werden, muss ich nachschauen, da sich das beides für mich sehr gleich anhört und ich das immer durcheinanderbringe ;)

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Borkum kommentierte am 14. Juni 2021 um 18:30

Ich finde Karten in den Büchern immer klasse. Da kann ich viel besser verfolgen wo gerade was passiert.

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Läuferbiene kommentierte am 03. Juni 2021 um 16:12

Das erste Zusammentreffen mit Rava und Thor ist schräg, er drückt aufs Gas, um sie aus der Reserve zu locken. Dann bricht das Eis und er bietet ihr die Partnerschaft an. Thor finde ich sehr grob und unhöflich, aber nach dem ich von seiner Vergangenheit erfahren habe, ist mir sein Verhalten klar.

 

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Borkum kommentierte am 08. Juni 2021 um 17:25

Thors Schicksal finde ich furchtbar, da kann ich nachvollziehen, dass er in ein schwarzes Loch gefallen ist. Da wird er ohne Hilfe auch nicht wieder rauskommen.

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Läuferbiene kommentierte am 08. Juni 2021 um 19:37

Ravna scheint einen ganz guten Zugang zu ihm zu haben. Ich finde den Namen "Gand" sehr passend, Thor wirkt unheimlich und düster.

Bin gespannt, wie seine Entwicklung im Buch wird.

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:42

Der Name Gand hat mir auch richtig gut gefallen. Wobei ich auch den Namen Thor liebe,

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Läuferbiene kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:53

Passt beides zum dunklen Kommissar  :-)

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:52

Klar, sein Schicksal ist sehr schlimm. 

aber ob er (schon wieder) für den polizeidienst geeignet ist ??

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 08:51

Da finde ich es schon erstaunlich, dass er schon wieder im Dienst ist.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:20

Wurde eigentlich erwähnt, wann das passiert ist, als seine Frau und Tochter niedergemetztelt wurden?  Wenn das schon länger her ist, muss er ja irgendwann mal wieder arbeiten... aber ich finde, psychisch ist er nicht mehr für MOrdermittlungen geeignet...

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Borkum kommentierte am 14. Juni 2021 um 18:34

Wurde nicht erwähnt, dass es das Massaker auf Utoya war? Das war jedenfalls 2011 und wir befinden uns im Jahr 2019. Keine Ahnung ob man in Norwegen jemanden so lange krankschreiben kann.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 16. Juni 2021 um 13:22

Wenn das wirklich schon 8 Jahre her ist., ist das schon eine sehr lange Zeit. 
Wenn ich nur nach seinem Verhalten gehen würde, dann dürfte es erst kürzlich passiert sein..

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WriteReadPassion kommentierte am 04. Juni 2021 um 10:17

Hier gibt es eine Szene, da stimmt die Zeitspanne nicht. Ravna meint, das Forensik-Team brauche eine halbe Stunde, kurz danach sagt sie, sie warte eine Viertelstunde im Auto. Plötzlich ist nach zwanzig Minuten das Team da. Und der Clou: Pathologin Eva meinte noch zu Ravna am Telefon, dass einer der Kollegen noch aus dem Bett geholt werden muss. Wenn also, hätte das sogar länger als dreßig Minuten dauern müssen. Das war nämlich die Fahrstreckenzeit. 

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Läuferbiene kommentierte am 04. Juni 2021 um 16:57

1. Teil fertig, Ravna entwickelt sich gut und wird mutiger. Sie wird eine sehr gute Ermittlerin werden, ihr Verdacht wird schärfer und sie lernt Thor besser kennen.
Aus den beiden wird ein brillantes Team schätze ich.
Mir gefällt die Geschichte sehr gut. Ich mag die Beschreibung der Natur. Das Tageslicht ist mittlerweile verschwunden, nun herrscht 2 Monate Dunkelheit, sehr krass, für mich unvorstellbar.

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:43

Die Beschreibungen der Natur fand ich auch richtig faszinierend. Da will ich unbedingt mal hin.

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Schneeweißchen kommentierte am 05. Juni 2021 um 11:37

Der erste Teil gefällt mir sehr gut.
Der Einstieg fiel mir leicht. Charaktere und Orte sind sofort präsent (als Norwegen-Liebhaberin vielleicht nochmal etwas einfacher). Ravna finde ich interessant. Einerseits ist sie sehr unsicher, haut dann aber doch Sprüche und freche Antworten raus, wo ich denke "wow, okay...". 
Rune Thor fand ich erstmal sehr unsympathisch. Soll er vermutlich auch sein. Dass die beiden sich 'angefreundet' haben, finde ich aber super. Zwar macht er sich ja am Ende des ersten Teils eher rar, aber ich denke, dass die beiden im weiteren Verlauf wirklich ein gutes Team ergeben werden.
Den Bezug zu den Samí finde ich klasse. Auch der Zwiespalt zwischen Samí und Norwegern ist realistisch. Ich bin gespannt, was es mit der Birkenrinde und dem Strich am Ende auf sich hat...

Der Schreibstil gefällt mir, er ist unkompliziert zu lesen. Die Kapitellänge finde ich auch sehr gut gewählt. Das Cover und die Landkarte ergänzen das Buch richtig super - sowas mag ich immer gern!

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Läuferbiene kommentierte am 05. Juni 2021 um 13:51

Die Landkarte schlage ich oft auf, finde ich toll, so kann ich nachgucken, wo Ravna gerade ist. Dadurch sind die Entfernungen auch greifbar.

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Deidree C. kommentierte am 08. Juni 2021 um 21:20

Nicht nur was Ravna und Thor betrifft, kann ich mich dir anschließen. Wobei ich bei Ravna auch eine gewisse Portion Navität bemerke. Hoffe, dass sie das noch ablegt, passt wohl nicht zur Polizei ;-)

 

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:45

Den Zwiespalt zwischen den beiden Welten fand ich auch richtig gut herausgearbeitet. Über die Samen möchte ich unbedingt noch mehr erfahren.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:54

Die Brauchtümer der Samen finde ich auch total spannend. 

Warum nur hat Ravna das zurückgehalten? Weil sie nicht will, dass der Mörder einer "von ihr" ist ??

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Borkum kommentierte am 14. Juni 2021 um 18:35

Ich finde die Informationen zu den Bräuchen der Samen auch sehr interessant

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JoanStef kommentierte am 05. Juni 2021 um 16:31

Ich hatte den ersten Teil relativ schnell gelesen. Die Autorin E. Hermann hat sich hier ein noch nicht so bekanntes Hintergrundthema :"Samen & deren Herausforderungen" gesucht. Da ich ein großer Norwegen"Fan" bin, waren einige Hinweise nichts Neues. Z.Bsp. wie wenig Tageslicht oder eben auch totale Dunkelheit herrscht. Die Thematik eines Urvolkes ist natürlich immer eine Herausforderung... Ich finde es gut, dass einige Begriff in der Ursprungssprache mit Übersetzung definiert und eingebracht werden. 

Ravna ist eine junge im "westlichen Massstäben" unerfahrenes Mädchen, dass zwar den Beruf des Reintier-Züchters/Halters kennengelernt hat, aber die "andere Welt" nicht kennt. Da sie eine der wenigen Samen ist, die im norwegischen Staatssystem einen Weg suchen und auch finden, ist es klar, dass sie einen "Fehler oder Fopah" nach dem Anderen liefert. Das Einschlafen, sicher auch als Rentierhirte nicht die beste, aber durchaus mögliche biologische Folge von körperlicher Belastung und seelischer Herausforderung. Ravna ist den ersten Tag als Praktikant der Polizeiwache tätig und soll sofort funktionieren? Das würde in Deutschland auch nicht passieren. Der Serotoninmangel und die Ausschüttung von Melatonin durch den Sonnenlichtmangel machen auch ungeheuer schläfrig. ( Anmerkung: Ich hatte in meinem Berufsleben einige Praktikanten, die ebenfalls gedösst haben oder ihre "Gradlinigkeit" erst lernen mussten :) Das passiert hier auch! Die Fragen , die sich Ravna zu ihrem Verhalten stellt sind doch gut. Sie hat niemanden, mit dem sie darüber Austausch pflegen könnte. Da bleibt ncht nur der Austauch, sondern auch die Führung etwas auf der Strecke. Allerdings ist sie doch bemüht die Dinge auf die Reihe zu bekommen. Sie geht aus sich heraus und versucht eigenständig den Fall weiter zu hinterfragen. Das ist eine Wesenseigenschaft, nicht etwas dass das man einfach erlernt.

Der Zwiespalt zwischen ihrer Ur-Familie und der Zugehörigkeit zu den Bürgern Norwegens finde ich relativ gut vermittelt. Auch ihre teilweise sehr "aufgeregte & unstrukturierte" Gedankenwelt, ist doch bei allen Teenagern und/oder jungen Erwachsenen zu erwarten. 

Nun noch zu dem Einwurf der "Genderung": ich denke es sollte kein Problem sein, dass "neutrale" Bezeichnungen beide oder alle Geschlechter und Zugehörigkeiten, oder Ausnahmen bezeichnen. Unsere Flexibilität und der Respekt vor dem Einzelnen sollte nicht am "Wording" festgemacht werden. Damit ist ein möglicher Rückschritt doch vorgegeben und die Felxibilität wieder eingeschränkt. In diesem Fall würde ich da drüber hinweg sehen wollen. Es gibt viele Sprachen die auch Neutren als allgemeine Berufsbezeichnungen nutzen. Ist es dann herabwürdigend- weil es dann eine nach deutscher Übersetzung "nur um ein ES" handelt? Wir können uns da sehr gut verzetteln und die eigentliche respektvolle Sprache und Einstellung vergessen. Mir ist es lieber eine "maskuliene Verallgemeinerung" der Sprache hinzunehmen, als die Abwertung in meinem Fall -weiblichen Person!... Ich glaube in diesem Roman sind die Analyse anderer Gedankenanstöße weitaus wichtiger als die Genderung der Sprache. ( und: es ist klar, dass viele Berufe erst dem maskulinum zugeordnet waren: Männer konnten Berufe wie Arzt/.., Wissenschaftler etc ausüben, die Damen waren zu Hause. Und in unserem Weltbild in Eurropa ist das Denken wohl schon ein Weilschen überholt.

Zu der Gestaltung des Buches: ich finde das Buch sehr attraktiv gestaltet. Die Landkarte ist schön als grobe Orientierung und natürlich könnte das eine oder andere noch darauf vermerkt sein, aber das hat mich nicht besonders negeativ beeinflusst. Der Buchumschlag ist haptisch schön anzufassen und viel schöner anzusehen, als im Internet :)

Zur Handlung:

Ich finde das Erzähltempo gut gelungen. Die Autorin hinterlässt nach jedem größeren Ereignis einen kleinen "Cliffhanger", um das Weiterlesen zu forcieren.

Die Tatortstelle, der Zustand der Leiche und die Beigaben, interessant...Der rote Faden läuft gut durch die Erzählung. Hier werden viele Samen-typische Rituale angesprochen. Die männlichen Polizeikollegen, welche ja auch Norweger und NIcht-Samen sind: entsprechen dem Klischee und Ravna leidet darunter. Auch hat sie natürlich noch nicht die Souveränität einer erwachsenen berufserfahrenen Frau. 

Ich denke Ravnas Wunsch Polizistin zu werden beruht auch auf dem Gefühl als Same, oft ungerecht behandelt zu werden oder worden zu sein. Des Weiteren möchte sie eben nicht in einem typischen "Frauen"beruf tätig sein. Ihre Eigenreflektion ist erst im Werden. So ist mein Eindruck.

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WriteReadPassion kommentierte am 05. Juni 2021 um 19:52

 

Ich denke Ravnas Wunsch Polizistin zu werden beruht auch auf dem Gefühl als Same, oft ungerecht behandelt zu werden oder worden zu sein. Des Weiteren möchte sie eben nicht in einem typischen "Frauen"beruf tätig sein. Ihre Eigenreflektion ist erst im Werden. So ist mein Eindruck.

Aber dann kann sie doch auch andere Beamtenberufe ergreifen. Ich verstehe ihr storrisches Verhalten nicht. Sie scheint ungeeignet für diesen Beruf und hat sich scheinbar auch gar keine Gedanken zu diesem Berufsbild gemacht. Sagt immer nur, sie will zur Polizei. Wir erfahren aber nicht, wieso oder was sie darüber denkt, außer, dass Same in Beamtenberufe gehen müssen, um Arbeit zu finden. 

 

Zu der Gestaltung des Buches: ich finde das Buch sehr attraktiv gestaltet. Die Landkarte ist schön als grobe Orientierung und natürlich könnte das eine oder andere noch darauf vermerkt sein, aber das hat mich nicht besonders negeativ beeinflusst. Der Buchumschlag ist haptisch schön anzufassen und viel schöner anzusehen, als im Internet :)

Gefällt mir auch echt gut, es passt auch um Setting und der Atmosphäre.

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Marta kommentierte am 06. Juni 2021 um 06:41

"Mir ist es lieber eine "maskuliene Verallgemeinerung" der Sprache hinzunehmen, als die Abwertung in meinem Fall -weiblichen Person!..." Ich möchte beides nicht, mir gefällt hierzu ein Artikel der von mir geschätzten Frau Herzbruch sehr gut: "Mitgemeint ist nicht mitgedacht. Das führt zu Benachteiligung. Und die führt zu nachvollziehbarem Unwohlsein und Unmut bei vielen Menschen". "Wenn ich sage "der Arzt" und die Ärztin mitmeine, dann eröffne ich damit ein Bild, in dem ein Mann der Arzt ist. Das ist so, das habe ich mir nicht ausgedacht, so funktioniert unser Gehirn." (https://herzbruch.blogger.de/, 28.05.]  Aber ja: darum geht es im Buch ja gar nicht, darauf sind wir jetzt nur über den erklärenden Einstieg der Autorin gekommen. Wie du schreibst "Ich glaube in diesem Roman sind die Analyse anderer Gedankenanstöße weitaus wichtiger als die Genderung der Sprache", das sehe ich auch so.

 

 

 

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:49

Den Bericht über die Rituale der Samen fand ich auch richtig spannend und berührend. Da möchte ich gerne noch mehr zu erfahren. Z.B. über die Schamanentrommel ihrer Oma und was es damit auf sich hat.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:59

Fehler oder Fopah  - was ist Fopah? Oder meist du Fauxpas?

Ich fand es übrigens auch heftig, was von Ravna an ihrem ersten Tag als Praktikantin (!!) alles gefordert wurde!! Mich wundert nicht, dass die vor Erschöpfung eingeschlafen ist.

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Marta kommentierte am 05. Juni 2021 um 20:13

Das Buch liest sich sehr leicht und flüssig.
Mir gefällt gut, dass die Autorin die norwegischen Umgangsformen bzgl. nicht-Siezen und der Berufsbezeichnungen, die nur in männlicher Form verwendendet werden, so auch im Buch durchzieht. Ich war noch nie in Norwegen, das Duzen hätte ich jetzt von der Werbesprache des schwedischen Möbelhauses und Nachbarlandes noch abgeleitet, aber die sprachliche Gender-Vereinfachung hat mich überrascht. Für mich liest sich das sehr ungewohnt und Skandinavien war für mich bzgl. Geschlechtergerechtigkeit immer fortschrittlich. Ohne mich auszukennen, so in meinem Schubladendenken. Nun ist Sprache natürlich nicht alles, aber für mich inzwischen wichtig. Insofern sehr interessant für mich, wie das in Norwegen gehandhabt wird - und finde sehr hilfreich, dass die Autorin das auch eingangs erläutert.

Ravnas erste Praktikumstage sind ja alles andere als ein gutes Ankommen. Ihren Zwiespalt als Samin (hm - ist das die richtige Bezeichnung?) und angehende Polizistin finde ich gut geschildert, ich kann verstehen, dass das nicht einfach für sie ist. 
Mikkel ist so unsympathisch, mich schüttelt es regelrecht beim Lesen. Thor hingegen ist grob und unhöflich, aber er traut Ravna etwas zu, zumindest habe ich den Eindruck. Ich vermute auch, aus den beiden wird noch ein richtig gutes Team.

Dass Ravna hingegen an ihren Kollegen vorbei eigenmächtig zum Tatort zurückkehrt, das wird sich nicht gut auf die weitere Zusammenarbeit auswirken, da wird Eva wohl recht behalten. Zumal Ravna auch noch ein Gespür für Zusammenhänge hat, klar, als Samin hat sie hier auch Vorteile, weil sie viel mehr weiß.

Mit gefällt der erste Leseabschnitt richtig gut, die Kombination aus Krimi, Einblicke in indigene Lebenswelten samt Chancenungleichheit und Konflikte (war mir alles nicht klar) und die Atmosphäre in dem dunklen, kalten Landstrich - sehr eindrucksvoll, finde ich.

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Läuferbiene kommentierte am 05. Juni 2021 um 20:27

Dass Ravna hingegen an ihren Kollegen vorbei eigenmächtig zum Tatort zurückkehrt, das wird sich nicht gut auf die weitere Zusammenarbeit auswirken, da wird Eva wohl recht behalten. Zumal Ravna auch noch ein Gespür für Zusammenhänge hat, klar, als Samin hat sie hier auch Vorteile, weil sie viel mehr weiß.
‐-------‐‐------------------

Die Eigeninitiative von Ravna wird bestimmt Konsequenzen haben. Vorallem Mikkel wird ausrasten. Thor wird ihr auch erstmal Vorwürfe machen, aber am Ende sie auf seine Art bewundern.

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Marta kommentierte am 06. Juni 2021 um 06:47

Puh, ja, Mikkel. Es ist ja nicht unwahrscheinlich, dass Ravna nach ihrer Polizeischule genau auf der Polizeistation landet, wie da eine Zusammenarbeit funktionieren soll, das kann ich mir nicht vorstellen. Aber warten wir es ab, vielleicht kommt ja alles noch ganz anders.

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Läuferbiene kommentierte am 06. Juni 2021 um 08:20

Ich hoffe für Ravna, dass Thor sie mit nach Kirkenes nimmt und sie dort ihre Ausbildung machen darf. Da ist Potenzial für eine Krimi Reihe drin. Dreamteam Ravna und Thor :-D

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Marta kommentierte am 06. Juni 2021 um 12:20

Sehr gute Idee! 

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Borkum kommentierte am 08. Juni 2021 um 17:29

In diese Richtung gingen auch meine Gedanken.

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gaby2707 kommentierte am 10. Juni 2021 um 18:25

Dreamteam Ravna und Thor

Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen.

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Läuferbiene kommentierte am 10. Juni 2021 um 21:54

Ich hoffe sehr, es gibt eine Fortsetzung.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 22:03

Dreamteam Ravna und Thor

Momentan kann ich mir das noch nicht sooo ganz vorstellen. da müssen beide noch an sich arbeiten - aber dann, ja :)

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:07

Ich hoffe für Ravna, dass Thor sie mit nach Kirkenes nimmt und sie dort ihre Ausbildung machen darf.

Soweit ist es doch noch lange nicht. Ravna geht doch nach ihrem jetzigen Praktikum erst mal auf die Polizeischule. Oder habe ich das falsch verstanden?

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:20

Genau. Sie macht das 6-wöchige Praktikum, und dann gehts zur Polizeischule nach Oslo.

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Readaholic kommentierte am 06. Juni 2021 um 16:11

Ja, ich befürchte auch, dass Ravna Probleme kriegen wird. Aber wenn sie ihre "Kollegen" informiert hätte, hätten die sie nur ausgelacht. Für sie ist der Fall gelöst und damit basta. Ohne Ravna hätten die Wölfe das Rentier aufgefressen und keiner hätte jemals das Opfertier gefunden. Insofern ist es sehr gut, dass sie Eigeninitiative ergriffen hat, auch wenn sie sicher dafür büßen muss.

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Läuferbiene kommentierte am 07. Juni 2021 um 07:55

Ravna ist um einiges schlauer als die Kollegen auf der Wache. Sie wird nicht ernst genommen, da sie Samin ist.
Ich würde ihr mehr Respekt wünschen.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 22:05

Das Problem ist halt auch, dass in dem Kaff sich alle kennen , und da sie wohl immer "die Kleine"war, eine Samin noch dazu, die nie richtig ernst genommen wurde... zieht sich das leider auch im Berufsleben weiter.
Was aber heißt, dass die alle nicht professionell sind. Und faul finde ich die auch.

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:10

Das Problem ist halt auch, dass in dem Kaff sich alle kennen , und da sie wohl immer "die Kleine"war, eine Samin noch dazu, die nie richtig ernst genommen wurde... zieht sich das leider auch im Berufsleben weiter.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Meinungen der Kollegen über sie sich ändern, wenn sie bei diesem Fall zeigt, was in ihr steckt.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:22

Ich hoffe es für sie. Momentan macht sie es den Kollegen mit ihren Alleingängen ja nicht leicht, sie als gleichwertig zu akzeptieren..

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Deidree C. antwortete am 08. Juni 2021 um 21:26

Das habe ich mir auch überlegt. Hätte sie auf ihrer Wache die Meldung gemacht, wäre nichts passiert. Also egal was sie tut, es ist auf jedenfall in dieser Situation mit Problemen für sie verbunden.

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:51

"Kombination aus Krimi, Einblicke in indigene Lebenswelten samt Chancenungleichheit und Konflikte (war mir alles nicht klar) und die Atmosphäre in dem dunklen, kalten Landstrich - sehr eindrucksvoll, finde ich."

 

Das hat mich auch sofort für die Geschichte eingenommen.

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Readaholic kommentierte am 06. Juni 2021 um 16:08

Mir gefällt dieses Buch bisher ausgesprochen gut. Ich finde das Setting sehr spannend, die ganzen samischen Bräuche und Mythologien, ich mag Ravna gern und dieser Kommissar, der "Gand" ist mal was ganz Anderes. Klaut sich vom Mordopfer Alkohol und schläft seinen Rausch erstmal in dessen Bett aus... Ich mag auch den Humor des Buchs, zum Beispiel, als dieser aufgeblasene Mikkel so stolz darüber ist, dass er Harald Jenssen festgenommen hat. "Er, der Superstar. Die Einwohner Vardos würden ihn auf ihren Schultern durch die Straßen tragen und Kinder würden Lobeshymnen singen, blütenbekränzt."

 

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Marta kommentierte am 06. Juni 2021 um 17:51

Stimmt. Den trockenen Humor mag ich auch, die Szene hatte ich gar nicht mehr parat, ist wirklich köstlich.

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Läuferbiene kommentierte am 07. Juni 2021 um 07:56

Ja, der Humor gefällt mir auch sehr. Und wie Thor ihn durch die Gegend gescheucht hat, hol dies hol das.

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:52

Die samischen Bräuche und Mythologien sind mir in diesem Buch auch richtig wichtig.

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gaby2707 kommentierte am 10. Juni 2021 um 18:27

Klaut sich vom Mordopfer Alkohol

Hatte er den nicht von Harald Jensen, dem Verdächtigen?

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 22:06

Stimmt, den hatte er vom Verdächtigen.

Allerdings fand ich das seeeehr unprofessionell. Egal, welche privaten Probleme er hat... 

ehrlich gesagt finde ich die ganze Polizei dort unprofessionell.. bisher. mal sehen, was da noch kommt.

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:13

Unprofessionell - da gebe ich Dir absolut recht. Und faul.

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Läuferbiene kommentierte am 12. Juni 2021 um 19:28

Unfähig trifft es eher, dieser Mikkel ist ziemlich blöd. Denkt von sich,er ist der Clou, hat aber nicht viel in der Birne.

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Borkum kommentierte am 08. Juni 2021 um 17:20

Mir gefällt das Buch bisher sehr gut. Das Leben und die Bräuche der Samen finde ich total interessant.Man merkt Ravnas Zerrissenheit sehr gut ... auf der einen Seite fühlt sie sich "ihren" Leuten sehr verbunden und auf der anderen Seite möchte sie ein anderes Leben führen. Da die Chancen auf einen Beruf für Samen in Norwegen nicht sehr aussichtsreich sind, möchte sie zur Polizei. Ein Beruf, der ihr auch Anerkennung bei den Norwegern bringen soll/wird.

Der Kommissar ist ja eine Marke für sich. Konfisziert überall Alkohol, um sich zu betrinken und schläft dann noch bei einer "Hausdurchsuchung" dort im Bett seinen Rausch aus.Und Mikkel hätte ich auch nicht gerne als Kollegen

Mir gefallen die Beschreibungen des Wetters und der Dunkelheit gut. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie es wochen- und monatelang ohne Tageslicht ist. 

Sehr hilfreich finde ich die Karte vorne im Einband. So habe ich doch eine viel bessere Vorstellung von der Gegend.

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:54

"Mir gefallen die Beschreibungen des Wetters und der Dunkelheit gut. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie es wochen- und monatelang ohne Tageslicht ist."

 

Ja da merkt mensch erstvwie gut wir es hier haben.

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Deidree C. kommentierte am 08. Juni 2021 um 21:15

Ich habe den ersten Teil verschlungen.

Ravna ist sehr jung und einerseits voller Energie, andererseits kommt sie naiv rüber. Aber grundsätzlich überwiegt bei mir der positive Eindruck von ihr.

Thor hat eine schreckliche Vergangenheit, trotzdem mag ich es nicht, wie er mit seiner Umgebung umgeht. Bin gespannt, ob er mir noch sympathischer wird und ob er sich in den Griff bekommt.

Wunderschön finde ich die Beschreibungen des Wetters, der Landschaft, der Bräuche der Sami. Und auch durch die Karte kann ich mir alles sehr gut vorstellen.

Der Schreibstil ist leicht lesbar. Sehr gut finde ich den Hinweis der Autorin vorab, betreffend der Anreden und Berufsbezeichnungen. Das habe ich nicht gewusst.

Was ich noch nicht ganz verstehe, ist, warum Ravna unbedingt zur Polizei will. Sie könnte doch einfach sagen, dass sie „ihre“ Leute besser vertreten sehen will. Aber nichts dergleichen ist zu lesen. Eigentlich ist gar keine Begründung außer, dass sie einen Job haben will. Etwas dürftig und eben auch naiv.

Trotzdem bin ich gespannt, wer und mit welchem Motiv als Mörder entlarvt wird.

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MeinNameistMensch kommentierte am 09. Juni 2021 um 18:55

Ja, ich bin auch gespannt darauf mehr über ihre Motivation zu erfahren.

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MeinNameistMensch kommentierte am 08. Juni 2021 um 23:51

Heute ist mein Buch angekommen und ich habe direkt mit dem Lesen angefangen. Die Geschichte rund um Ravna, ihre Oma, den Ermittler Thor und den Mordfall hat mich von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen und nicht wirklich wieder los gelassen. Am meisten gefallen hat mir der Einblick in die schamanische Welt der Samen und der Kontrast zwischen deren naturnaher Lebensform und dem, was heute "modern" zu sein scheint. Ich habe Ravna und ihre Oma sofort lieb gewonnen und bin schon richtig darauf gespannt, wie es wohl weiter gehen mag.

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Lesehoernchen99 kommentierte am 10. Juni 2021 um 10:33

Ich fange dann heute auch endlich mal an. Das Buch kam heute ganz frisch bei mir an

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 16:08

Die Autorin kann schreiben-mir gefällt total, wie ich da in Norwegen abgetaucht bin. Ich kann mir die Landschaft und einfach alles genau vorstellen, obwohl ich noch nie da war. Auch die bedrückende Stimmung durch die kurzen hellen Stunden gehen mir aufs Gemüt. Wie die Menschen es dort nur aushalten, ist mir ein Rätsel. 2 komplette Monate OHNE jegliches Tageslicht? Das musste ich tatsäclich googeln, dass das so lange dauern kann... Da es ja PolarNACHT heißt, ging ich von einem Tag ohne Sonnelicht aus - tja, man lernt wohl nie aus ;)

Ravna kann ich noch nicht so wirklich einordnen, sie ist mir irgendwie unnahbar. Ich mag sie zwar, aber ich kann gar nicht sagen, woran es liegt.

Schlimm auch, dass heutzuage immer noch derart unterschieden wird zwischen "Norweger" und "Samen".
Tja, dass Frauen, vor allem junge, 'nichts' Wert sind, ist wohl überall so. Niemand nimmt Ravna ernst. Thor zwar zu Anfang, aber eigentlich auch nicht wirklich. Der lebt nicht mehr richtig (der arme Kerl :((  und will den Fall so schnell wie möglich abgehakt haben, und geht nicht auf Ravnas Einwürfe ein. Obwohl er sie doch extra zuerst bevorzugt hatte, weil er sich von ihr als Sami Hilfe erhofft hat.

So, und jetzt zum Fall: dieser Trygg muss ja ein schrecklicher Tyrann gewesen sein, da greift nicht mal das "wir"-Gefühl der Samen. Im Gegenteil, ich denke, viele hatten Grund ihn zu hassen. Aber zu töten? Der Deutsche war es sicher nicht, der wird ihn bloß gefunden und angegriffen haben (deshalb das Blut auf dessen Gewand). 

Übrigens finde ich die Karte im Buchdeckel total super, ich schaue ständig nach, wo Ravna gerade ist :)

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:21

Ich finde die Stimmung so ganz ohne Tageslicht auch sehr gut eingefangen.

Was mir bei unserem Besuch im Norden damals aufgefallen ist: egal ob Mann oder Frau, jung oder alt - alle haben dem Alkohol sehr häufig zugesprochen. Es ist ein ganz komisches Gefühl, wenn du meinst, jetzt wird es hell. Aber nach ganz kurzer Zeit ist die völlige Dunkelheit wieder da. Umgekehrt genau so. Da wird es nur ein kleines bisserl duster und schon ist die Sonne wieder da. 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:35

Ich glaube, mit ständig hell könnte ich eher zurechtkommen als ständig dunkel. Merkt man ja bei uns in den Wintermonaten schon, wie man trübsinnig wird. Und wir haben immerhin doch etliche Stunden hell.

Mich wundert nicht, dass die dann zum Alkohol greifen... *seufz*

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gaby2707 kommentierte am 12. Juni 2021 um 20:13

Vor allem ist auch die Selbstmordrate bei Jugendlichen sehr hoch.

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Borkum kommentierte am 14. Juni 2021 um 18:39

Mich wundert es nicht, dass die Bevölkerung im Winter vermehrt dem Alkohol zuspricht.

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MeinNameistMensch kommentierte am 13. Juni 2021 um 21:51

"dieser Trygg muss ja ein schrecklicher Tyrann gewesen sein, da greift nicht mal das "wir"-Gefühl der Samen. Im Gegenteil, ich denke, viele hatten Grund ihn zu hassen."

 

Das ist bei mir auch genau so angekommen.

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Salome kommentierte am 10. Juni 2021 um 18:07

Leider hab ich auch erst vor 2 Tagen das Buch bekommen und kann daher erst jetzt meine Meinung zum ersten Teil schreiben. Das Buchcover und die Eiskristalle- die man angreifen kann, finde ich toll. Elisabeth Herrmann kenne ich schon, das was ich bisher von ihr gelesen habe- hat mir gefallen.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und daher kann man auch schnell ein Kapitel nach dem anderen lesen. Das mit der Beschreibung von den Umgangsformen in Norwegen und das mit dem Gendern fand ich auch gut, denn das käme einem komisch vor- wenn die sich alle per Du anreden. Ravna hat es nicht leicht am ersten Tag bei der Polizei, denn die Kollegen sind nicht gerade die fleißigsten. Dann taucht auch schon Thor aus der Stadt auf und nimmt sie unter seine Fittiche. Ein etwas gewöhnungsbdürftiger Mann, aber das Leben hat ihm ja nicht gut mitgespielt. Schauen wir mal, wann er wieder auftaucht.

Erst hab ich mir auch gedacht, sie sei so ein "dummes" Mädchen, aber sie macht sich über vieles einen Kopf und kombiniert hoffentlich richtig- wenn sie denkt, dass der Mord von einem Samen begangen worden ist. Witzig fand ich es, wie sie mit dem Sohn von Thyrgg gesprochen hat- als sie zu ihm sagt: "Kein Wunder, dass Du dafür zahlen musst" als er angibt mit Nutten zusammen gewesen zu sein. Mal schauen, wie es nun weitergeht mit den langen Tagen bzw. Nächten und ob die Fußspuren was bringen, die sie bei der Stätte entdeckt hat.

Mich hat irritiert, dass Lena manchmal als Großmutter und dann wieder als Urgroßmutter bezeichnet wird. Beides kann sie ja nicht sein?! Irgendwie fand ich es auch komisch, wenn sie beim Schlachten der Rentiere sooft dabei war und sowas schon öfter miterlebt hat- dass sie dann alles so grausam fand bei der Obduktion usw. Eigentlich müsste sie da ja etwas "abgehärtet" sein. Aber ein Mensch ist ja trotzdem was anderes und wenn man den Betreffenden dann auch noch kennt. Ich denke auch nicht, dass der Jensen der Täter ist. Das wäre dann ja zu einfach... So, dann kann ich auch gleich weiterlesen.

Thema: Lektüre, Teil l
Petzi_Super_Maus kommentierte am 10. Juni 2021 um 22:09

Irgendwie fand ich es auch komisch, wenn sie beim Schlachten der Rentiere sooft dabei war und sowas schon öfter miterlebt hat- dass sie dann alles so grausam fand bei der Obduktion usw. Eigentlich müsste sie da ja etwas "abgehärtet" sein. 

Das stimmt, das hat mich auch gewundert, dass sie bei einem Menschen so sensibel reagiert,und bei Rentieren ist es für sie was ganz natürliches.

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:24

Für Ravna ist das Schlachten der Tiere etwas ganz Normales. Aber einen Menschen aufzuschneiden - da kommt Jeder an seine Grenzen, denke ich.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:34

Ich musste zum Glück bisher weder da noch da zusehen - aber ich denke mir: beim Schlachten tötest du ein lebendiges Tier!!! DAS könnte ich glaub ich nicht...

Und in der Gerichtsmedizin wird ein bereits toter Mensch untersucht - das muss man halt von diesem Gesichtspunkt aus sehen: er muss untersucht werden. Und wenn sie Polizistin werden will, sollte sie wohl schnell versuchen, damit zurechtzukommen...denke ich mir...

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 10:58

Ich weiß nur, dass die meisten Kripobeamten in der Pathologie Probleme haben. Und ja klar, da muss Ravna dann durch.

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MeinNameistMensch kommentierte am 13. Juni 2021 um 21:56

Ja, das Thema Blut scheint sie wirklich unterschiedlich wahrzunehmen.

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 08:45

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand gehalten habe, hat mich die besondere Haptik total angesprochen. Ich hatte das Gefühl, ich halte die erste kleine Schneeflocke, die im Buch angesprochen wird, in der Hand. Sehr schön gemacht.

Dann kommt vorne und hinten jeweils der gleiche Kartenausschnitt, der mir zeigt, wo ich mich in dieser Lektüre befinde.

In die Geschichte selbst bin ich sehr gut hinein gekommen. Besonders schön finde ich die Beschreibungen von der Umgebung und der Natur. Auch dass immer wieder Sagen, Legenden und Mythen angesprochen werden, die gerade für die Samen sehr wichtig sind, gefällt mir sehr gut.

Ravna kann ich noch nicht so gut einschätzen. Einerseits finde ich sie sehr familiengebunden, zumindest gegenüber ihrer Urgroßmutter Léna. Dem Leben der Samen, zu denen sie gehört, kann sie wohl nicht viel abgewinnen. Sie will mehr. Daher ist sie auch die erste in ihrer Familie, die einen „richtigen“ Beruf ergreift. Warum sie ausgerechnet zur Polizei geht, erfahren wir ja vielleicht noch. Für mich ist sie noch nicht richtig greifbar. Sympathisch finde ich sie allerdings schon.

Richtig übel finde ich Mikkel Bonsaksen. So ein Unsympath. Hoffentlich bleibt Ravna eine Zusammenarbeit mit ihm erspart. Was vielleicht an Rune Thor Lensmann liegen könnte, den ich als Figur in seiner Vielseitigkeit sehr interessant finde.

Was das Motiv betrifft, habe ich bis hierher noch gar keinen Schimmer. Da Olle Trygg als äußerst widerwärtiger Mensch beschrieben wird, kann sich hier Jemand für irgendetwas gerächt haben. Oder hat es wirklich was mit den Frackingabsichten eines deutschen Konzerns zu tun haben? Alles noch sehr undurchsichtig.

Thema: Lektüre, Teil l
Petzi_Super_Maus kommentierte am 11. Juni 2021 um 09:36

Mir geht es mit meinen Gefühlen gegenüber Ravna genauso. Ich mag sie, aber ich kann sie noch nicht so wirklich fassen.

Und Mikkel ebenso. Ein Widerling.

Aber bei Léna dachte ich, es sei Ravnas Großmutter? (nicht Urgroßmutter?)

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gaby2707 kommentierte am 11. Juni 2021 um 10:55

Auf Seite 27 wird sie als Urgroßmutter vorgestellt. S. 81 ist sie plötzlich Großmutter.

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Läuferbiene kommentierte am 12. Juni 2021 um 19:30

Da bin ich sehr verwirrt gewesen, es ist sicher ein Schreibfehler.

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gaby2707 kommentierte am 12. Juni 2021 um 20:14

Das denke ich auch. An den anderen Stellen wird sie immer als ihre Urgroßmutter betitelt.

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MeinNameistMensch kommentierte am 13. Juni 2021 um 21:58

Stimmt, den Mikkel konnte ich vom ersten Moment an nicht ausstehen.

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chhotabhaaloo kommentierte am 12. Juni 2021 um 17:47

Wow, der Anfang diese Buches hat mich total gefesselt. Die schöne Bildersprache gleich zu Anfang mit den verschiedenen Namen für die verschiedenen Schneearten der Samen fand ich klasse. Auch das fast im gleichen Moment die erste ‚Gesellschaftskritik‘ auftaucht fand ich sehr gelungen.

Ravna ist eine junge und mir sehr sympathische Hauptfigur. Die Verbindung der faszinierenden Naturverbundenheit der Samen und der gleichzeitigen Perspektivlosigkeit, weil sie Samin ist und weil sie eine Frau ist, stellt ein interessantes Spannungsfeld dar. Auch das Spiel mit den Vorurteilen und Mobbereien bzw. teilweise auch der Dünnhäutigkeit der Charaktere, das mit diesem trotzdem sehr schönen Erzählstiel einher geht, hat mir sehr gut gefallen.

Die Riten der Samen, also eigentlich das Insiderwissen von Ravna ist immer wieder sehr interessant. Diesen Teil finde ich sehr gut aufgearbeitet. Riten, Bräuche und Gedanken der Samen wirken lebendig und nicht so, als ob man durch ein angestaubtes Museum läuft.

Schön finde ich auch, dass Ravna einen Blick für Details hat, sie beobachtet, sie sieht Kleinigkeiten und sie hat einen anderen Blickwinkel auf diese Details, weil sie einen anderen Hintergrund hat und weil sie vorwärtskommen  will.

Irgendwo wurde glaube ich erwähnt, dass das samische Wort für Großmutter und Urgroßmutter das Selbe ist. Danach hat mir das ‚Durcheinander‘ zwischen Groß – bzw. Urgroßmutter irgendwie nichts mehr ausgemacht. Ich hatte eher irgendwann den Eindruck, dass Lena die Großmutter von Ravna ist, aber aus Respekt dann Urgroßmutter genannt wird.

 Alles im Allen hat mir der erster Teil sehr gut gefallen.

Thema: Lektüre, Teil l
MeinNameistMensch kommentierte am 13. Juni 2021 um 21:59

Für mich waren die verschiedenen Schneebezeichnungen auch neu, Das war wirklich gelungen.

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Blintschik kommentierte am 17. Juni 2021 um 11:15

Ich stoße dann auch endlich mal dazu und vis jetzt bin ich noch etwas geteilter Meinung vei dem Buch. Mir gefällt es,dass man so viel pber die Samen erfährt und dass der Fall such damit verbunden ist. Ravna wirkt auch ziemlich sympathisch als Persone, dafür alle anderen aber nicht. Ich finde die Ermittler sind total mies bei ihrem Job und Thor geht garnicht. Daher wundert es mich, dass Ravna als Praktikant so professionell ist. Das kommt mir leicht unlogisch vor und auch so habe ich das Gefühl, dass nicht almes komplett logisch ist z.b. in der pathologie als eva blutverschmiert ist. Eigentlich bluten tote Menschen nicht mehr so stark, so weit ich weiß. Trotzdem ist der Fall interessant und es reizt mich weiterzulesen um mehr zu erfahren.