Leserunde

Leserunde zu "Stern des Nordens" (D.B. John)

Stern des Nordens - D. B. John

Stern des Nordens
von D. B. John

Bewerbungsphase: 27.09. - 11.10.

Beginn der Leserunde: 18.10. (Ende: 08.11.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Rowohlt Verlags – 20 Freiexemplare von "Stern des Nordens" (D.B. John) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH:

Undercover im Land der Lügen. Eine tödliche Mission in Nordkorea, eine junge CIA-Agentin auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester.

Diese hochwertig ausgestattete Hard Cover Ausgabe mit transparentem Schutzumschlag enthält einen umfangreichen Anhang mit exklusivem Bonusmaterial zu den Themen des Buchs inklusive vierfarbiger Abbildungen. 

Washington DC, 2010: Zwölf Jahre ist es her, dass Jenna Williams' Zwillingsschwester an einem Strand in Südkorea spurlos verschwand. Als die CIA die frischgebackene Agentin auf eine geheime Mission nach Nordkorea schickt, ist sie fest entschlossen, die Wahrheit über ihre Schwester herauszufinden.
Ein Dorf in der nordkoreanischen Provinz: Bäuerin Moon kämpft ums Überleben. Als sie ein Hilfs-Paket mit Lebensmitteln aus dem Ausland findet, macht sie den Inhalt auf dem Markt zu Geld. Für ihre Furchtlosigkeit wird sie von den anderen Frauen bewundert, von der Polizei argwöhnisch beobachtet. Als eine der Marktfrauen verhaftet wird, entwickelt sich Moon zur Stimme des Widerstands. 

Pjöngjang: Anlässlich einer Beförderung wird die Familiengeschichte des Parteifunktionärs Cho durchleuchtet. Denn Karriere machen darf nur, wer über drei Generationen einen tadellosen Hintergrund nachweisen kann. Was dabei ans Licht kommt, lässt den linientreuen Anhänger Kim Jong-Ils alles in Frage stellen, woran er jemals geglaubt hat. Als Cho die Amerikanerin Jenna Williams kennenlernt, ahnt er nicht, dass sie undercover für die CIA in Einsatz ist. Und welche Ereignisse ihre Begegnung in Gang setzen wird ...

ÜBER DEN AUTOR:

D.B. John wurde in Wales geboren, hat lange in Süd-Korea gelebt und als einer der wenigen Touristen aus dem Westen Nord-Korea bereist. Gemeinsam mit Hyeonseo Lee veröffentlichte er den New-York-Times-Bestseller "Schwarze Magnolie: Wie ich aus Nordkorea entkam". D.B. John lebt in London.

10.11.2018

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 186 bis 359

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 186 bis 359
florinda kommentierte am 22. Oktober 2018 um 11:00

Was für ein ereignisreicher und spannender Leseabschnitt! Erschreckend die Überwachung auf der einen und die Angst auf der anderen Seite. Erste Freiheitsbestrebungen erinnerten mich natürlich an die Montagsdemonstrationen. Schade um "Locke". Ich hoffe, Cho kommt durch. Ob Stevens den Unsympath nur spielt? Aber es hieß ja, "Marianne" hätten seine Berichte schon vorher nicht gefallen. Immerhin wissen wir jetzt, dass zumindest bis S. 359 beide Schwestern noch leben... Vielleicht gilt das ja auch für den mitentführten jungen Mann aus dem Prolog...

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Else kommentierte am 23. Oktober 2018 um 22:06

Stevens halte ich für eine Randfigur. So ein typischer Aufscheider, dem es um die Schlagzeile geht. 

Um Cho bange ich auch, glaube kaum, dass er das überlebt, aber schön wärs.

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Streiflicht kommentierte am 07. November 2018 um 21:22

Ich mag ihn auch irgendwie 

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Emswashed kommentierte am 28. Oktober 2018 um 16:49

Muss bei Chad Stevens immer an Cat Stevens denken. (Ja, ich bin so alt!)

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florinda kommentierte am 29. Oktober 2018 um 15:05

Nicht nur du!:-))

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milkysilvermoon kommentierte am 06. November 2018 um 08:56

Hahaha. Ging mir auch so, und ich kenne den nur von den alten Schallplatten meiner Mutter. ;-)

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Sally131 kommentierte am 29. Oktober 2018 um 20:09

Ich denke auch nicht das Cho es überleben wird . Ich Frage mich auch was aus den anderen Mann geworden ist, der mit entführt worden ist. Aber wirklich erschreckend alles

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tardy kommentierte am 04. November 2018 um 12:58

Um Cho habe ich auch große Angst. Er war sehr mutig, Jenna zu ihrer Schwester zu bringen. Stevens ist für mich einfach jemand, der schon resigniert hat und natürlich ein Alkoholiker.

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Else kommentierte am 23. Oktober 2018 um 22:01

Den zweiten Abschnitt habe ich gerade beendet. uiuiui  - sehr spannend. Nachdem die Charaktere in dem ersten Abschnitt gut vorgestellt und eingeführt wurde, nimmt die Handlung jetzt wirklich Fahrt auf. Die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel gefallen mir weiterhin sehr gut, macht das Ganze sehr lebendig. Cho finde ich am interessantesten. Ich glaube, das liegt daran, dass man als Leser hier viel über die Staatsfassade Nordkoreas erfährt. Obwohl er linientreu ist, hat er nach wie vor Furcht vor dem System, er beschreibt die zwei Realitäten nebeneinander gut, schätzt diese sehr klar ein. Leider hat er ja auch recht mit seinen Befürchtungen. Frau Moon ist nach wie vor mutig, nach ihren Kenntnissen des Systems wirkt der Versuch Locke zu retten etwas naiv. Dem Betrachter von Außen ist klar, dass das nach hinten losgehen muss, toll das sie es dennoch versucht hat. Als die Regierung die neuen Regeln verkündet wird die Verzweiflung der Menschen greifbar, diese Szenen fand ich sehr glaubwürdig geschildert. Jennas Entwicklung ist mir nach wie vor etwas zu glatt und perfekt. Die Begegnung mit ihrer Schwester hat die Fassade etwas brökeln lassen. ich bin sehr gespannt wie es weitergeht, gehe jetzt lesen. ;-)

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Lester kommentierte am 29. Oktober 2018 um 20:26

Sehr gut zusammen gefasst. 

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tardy kommentierte am 04. November 2018 um 13:02

Bei Jenna kommt der "amerikanische" Stil durch. Da gibt es doch immer diese(n) eine(n) Superfrau(mann), die (der) quasi unverwundbar ist ;-) Mich stört das gar nicht so sehr, denn der Teil über Nordkorea ist so spannend, dass ich da großzügig drüber hinweg sehe.

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Streiflicht kommentierte am 07. November 2018 um 21:23

Geht mir genauso. Das Buch ist zu gut und zu spannend, um sich an so was zu stören

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Emswashed kommentierte am 26. Oktober 2018 um 07:49

Ich bin noch mitten im zweiten Abschnitt und finde es auch sehr spannend. Locke konnte also doch nicht gerettet werden, aber hätte man sie nicht wenigstens in ein Arbeitslager schicken können?! Das unerbittliche System wird sichtbar und raubt auch noch den letzten Hoffnungsschimmer. Wie hart muss eine Regierung sein, wenn man der Bevölkerung keinen Ausweg mehr lässt? Ist denen nicht klar, dass man letztendlich jegliche Motivation zugrunde richtet? Dantes Inferno ist ein Schiss dagegen.

Mich erschüttert beim Lesen, dass das keine Dystopie sondern ein real existierendes Land ist.

Eine Frage hätte ich aber. Warum hat Jenny einen perfekten nordkoreanischen Akkzent?

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Else kommentierte am 26. Oktober 2018 um 12:11

Den Akzent hat sie sich bewussst angeeignet, sie hat dazu Zeit an der nordkoreanischen Grenze in China verbracht. 

Kann sein, dass das erst im letzten Abschnitt stand, weiß nicht mehr genau wo es erwähnt wurde. 

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flakes kommentierte am 27. Oktober 2018 um 14:44

Ja, es stand aber auch schon im ersten Abschnitt. Auf Seite 26 sagt Fisk zu ihr: "Letztes Jahr haben Sie drei Monate in der chinesischen Provinz Jilin verbracht, um sich den nordkoreanischen Dialekt anzueignen."

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Emswashed kommentierte am 28. Oktober 2018 um 16:47

In Nordkorea selber war sie bis dato aber nicht! (S.293 ganz oben)

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wiechmann8052 kommentierte am 26. Oktober 2018 um 12:48

koreanisch spricht sie ja weil ihre Mutter aus Südkorea stammt und dann den Dialekt kann man schnell lernen

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tardy kommentierte am 04. November 2018 um 13:03

Auch wenn es grausam klingt. Ich denke nicht, dass ein Arbeitslager in Nordkorea für Locke die bessere Alternative gewesen wäre. Lieber ein Ende mit Schrecken....

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Streiflicht kommentierte am 07. November 2018 um 21:24

Sehr wahr, das ist das wahrhaft dramatische und spannende an diesem buch, das es real ist

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flakes kommentierte am 27. Oktober 2018 um 15:33

Der zweite Abschnitt ist weiterhin sehr spannend. Hier ist der Zwiepalt in den Cho gerät ganz deutlich zu erkennen. Einerseits die linientreue zur Partei, andererseits die neuen Erkenntnisse über das System, das sich durch Fälschungen aller Art, Drogenhandel und die Entführungen versucht Geld und Vorteile zu verschaffen. Und dann ist da noch die Angst vor den Spitzeln, die jetzt in seiner Vergangenheit herumschnüffeln. Frau Moon ist weiterhin sehr mutig, erst als sie versucht Locke zu retten und später als die neuen Regeln verkündet werden. Diese neuen Regeln sowie die verschärften Sicherheitsmaßnahmen und das Einsammeln der Laptos und Handys sind eine Reaktion auf die Revolution in den nordafrikanischen Ländern wie Ägypten und Tunesienund zeigen deutlich die Angst davor die Kontrolle zu verlieren.

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Emswashed kommentierte am 28. Oktober 2018 um 16:52

Diese ganzen Maßnahmen fand ich dann aber doch ganz schön krass. Wäre es nicht einfacher, dem Volk Handys und Laptops zu lassen und sie darüber auszuspionieren?

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florinda kommentierte am 29. Oktober 2018 um 15:08

Du meinst, so, wie bei uns?*gg* Die Frage ist berechtigt, aber vielleicht sind die technischen Voraussetzungen nicht flächendeckend gegeben? 

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Sally131 kommentierte am 30. Oktober 2018 um 08:53

Na ich denke das nicht jeder Geld und mittel zu Wege hat wegen Laptops und Handys zu kaufen, dazu sind trotzdem einige dabei die clever sind und würden das denke ich mitbekommen und verweigern

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Emswashed kommentierte am 30. Oktober 2018 um 09:11

Sie haben ja die schon vorhandenen Handys eingesammelt (ich glaube im dritten Abschnitt wird deutlich, warum - will ich hier nicht spoilern) und da denke ich, dass man diese Leute viel besser unter Kontrolle hätte, wenn sie sich sichern fühlen könnten (um mal meine dunkle Seite sprechen zu lassen). Aber inzwischen weiss ich ja, warum die Regierung so gehandelt hat. :(

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ech kommentierte am 29. Oktober 2018 um 13:49

Im zweiten Abschnitt zieht das Tempo deutlich an, auch in Sachen Spannung wird nun einiges geboten.

Die Passagen, in denen aus der einfachen Bäuerin Frau Moon eine Art Widerstandskämpferin wird,  gefallen mir bisher besonders gut. Wartet da in ihrer Vergangenheit vielleicht noch eine Überraschung auf uns ? Meine Theorie, das sie in irgendeiner Art und Weise zu Chos Vergangenheit gehört, ist auf jeden Fall noch nicht widerlegt.

Auch Chos Wandlung von glühenden Anhänger des Regimes zum Zweifler wird überzeugend dargestellt. Jetzt setzt er alles daran, seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen, und Jenna soll zur Schlüsselfigur seines Fluchtplanes werden. Doch am Ende scheitert der Plan und Cho wird nun wohl endgültig die Schattenseiten des Regimes kennenlernen.

Jenna fällt gegenüber den beiden anderen Hauptcharakteren meiner Meinung nach ein wenig ab. Sie ist mir auf der einen Seite irgendwie ein Stück zu perfekt, geht dann aber auch immer wieder ganz schön blauäugig an die Sache heran. Aber vielelicht kann sie zum Ende hin noch zulegen, da in der Figur doch eine Menge an Potential steckt.

Nun bin ich sehr gespannt auf den letzten Abschnitt und die weitere Entwicklung der Geschichte. Was steckt hinter dem mysteriösen Lager 22 ? Wird Jenna ihre Schwester aus Nordkorea befreien können ? Wie geht es mit Cho weiter ? Und wo ist eigentlich Frau Moon nach ihrer Verhaftung abgeblieben ?   

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Emswashed kommentierte am 29. Oktober 2018 um 18:46

Ich konnte nach dem Ende des zweiten Abschnitts leider nicht innehalten. Die Spannung war zu groß und ich bin gleich weitergehastet.

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Sally131 kommentierte am 30. Oktober 2018 um 08:51

Ich hoffe auch auf ein Happy Hand mit Jennas Schwester, aber irgendwie verliere ich die Hoffnung nachdem man Korea so grausam kennen gelernt hat

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Lester kommentierte am 29. Oktober 2018 um 21:02

Das Buch gefällt mir sehr gut. Der erste Abschnitt war schon packend und ich konnte das Buch nur ungern aus der Hand legen. Die Personen und ihre Lebenssituationen wurden sehr gut vorgestellt. Im zweiten Abschnitt wurde das Tempo erhöht. Jetzt ist es richtig spannend. Ich habe eigentlich keine Zeit zu schreiben, da ich weiterlesen muß..! Frau Moon, eine Bäuerin die einen Aufstand anzettelt. Es hat sich aber auch Wut und Unverständnis aufgestaut. Sie hatte ja noch geglaubt, sie könne Locke retten. Lockes Hinrichtung hat das Fass zum überlaufen gebracht. Dann noch die neuen Regeln. Ich mache mir Sorgen. Ich mochte die ausführliche Darstellung von Cho und seiner Familie. Sein Sohn, seine Frau und sein Bruder, verbunden mit der Blutsvergangenheit. Cho hat immer mehr Zweifel am System. Er zeigt unerwartet großen Einsatz. Jenna ist bei all dem fassungslos. Es fällt ihr schwer das System mit all ihrer Härte zu verstehen. Sie dachte das Sie viel über Nord-korea weiß. Vorort sieht es aber anders aus. Jetzt muß ich wissen wie es mit Soo-min weitergeht. 

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Sally131 kommentierte am 30. Oktober 2018 um 08:49

Oh mein Gott, es ist soooo viel passiert und es ist so spannend ich mag sofort weiter lesen. Endlich geht es los, für mich viel zu spät ehrlich gesagt.

Was mit Locke passiert ist, ist sehr schlimm aber ich denke das spiegelt das Land nur gut wieder. Mrs Moon ist immer noch eine starke Person, ich hätte den ganzen Mut nicht. Moon spielt in der Geschichte denke ich den Hoffnungsschimmer, den ich zb bei Cho nicht mehr habe. Es ist grausam was mit Cho nun passiert, ich verstehe das nicht wie man nur so sein kann den Menschen so quälen trotz  Cho nix dafür kann.

 

Der Abschnitt spiegelt gut das Land wider, die Grobheit, die Landesliebe aber auch die Korruptheit .

 

Ich Lese sofort weiter

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CookiesBooksAndPizza kommentierte am 30. Oktober 2018 um 12:39

Ich finde den zweiten Abschnitt deutlich besser als den ersten.

Für mich persönlich dauert es zu lange, bis diese gewisse Spannung aufkommt. Aber immerhin ist sie jetzt da. Ich hoffe, dass der dritte Abschnitt die Spannung beibehält und sie noch weiter steigert.

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westeraccum kommentierte am 30. Oktober 2018 um 12:53

Den zweiten Abschnitt fand ich noch besser als den ersten, denn die Spannung zieht noch einmal an.

Richtig schlimm fand ich die Verhaftung und Hinrichtung von "Locke", das ging unter die Haut. Und alle Bestechungsversuche waren umsonst.

Herr Cho war sehr mutig, dass er Jenna ihre Schwester gezeigt hat. Das könnte ihn noch den Kopf kosten, denn in einer Diktatur wie Nordkorea bleibt nichts unentdeckt. Die Menschen sind auf Biegen und Brechen der Nomenklatura ausgeliefert, die ihre Segnungen willkürlich verteilt. Ein neues Auto? Ein Orden? Schön, aber alles kann morgen schon vorbei sein. Mit dieser Unsicherheit "erzieht" man die Menschen zur Anpassung.

Ich finde die Passagen am besten, die in Nordkorea spielen und die Situation dort schildern, das scheint mir sehr glaubwürdig zu sein. 

Jenna ist nach wie vor nicht mein Fall.

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stefanb kommentierte am 31. Oktober 2018 um 12:09

Es wird packender und die Spannung steigt. Als Leser erfährt man sehr viel über Nordkorea bzw. das System, was ich persönlich sehr interessant finde. Erschreckend, dass das nicht alles Fiktion ist, sondern real existiert.

Es ist erschreckend wie grausam die Handlungen, das Leben in Nordkorea sind.

Die Charaktere finde ich richtig gut, wobei mir Jenna etwas zu perfekt ist. Ich bin gespannt wie es mit ihr weiter geht.

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tardy kommentierte am 04. November 2018 um 13:07

Mich erschüttert das Verhalten des Regimes auch extrem. Was haben wir für ein verdammtes Glück in Europa leben zu dürfen.

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Streiflicht kommentierte am 07. November 2018 um 21:26

Ja, da merkt man, was für ein Glück man hat, wenn man am richtigen Ort geboren ist

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PMelittaM kommentierte am 31. Oktober 2018 um 21:00

Puh, es ist ganz schön viel passiert, und die beiden koreanischen Protagonisten schweben am Ende des Abschnitts in Lebensgefahr. Jenna dagegen hat tatsächlich ihre Schwester gesehen.

Ich muss sagen, ich fühle vor allem mit den beiden Koreanern, Jenna ist mir immer noch nicht wirklich nahe gekommen, für mich bleibt sie recht blass.

Die Nordkoreaner finanzieren sich durch Kriminalität? Drogen, Falschgeld usw. - ich fürchte, das meiste, das wir hier lesen, ist wahr …

Moon hatte zwei Söhne, und ich habe mich gefragt, ob das Cho und sein Bruder sein könnten. Wahrscheinlich nicht, aber vielleicht sind Moons Handlungen das, was den Brüdern jetzt gefährlich wird? Dass die ganze Familie mit darunter zu leiden hat, ist nur eine weitere Sache, über die man entsetzt ist …

Gleiches gilt bzgl. der Entführungen, Spione sollten ausgebildet werden, und jetzt werden die Frauen dazu benutzt, ausländisch aussehende Kinder zu bekommen, die als Spione genutzt werden können – Samenkornprogramm, der Name ist schon zynisch …

„Wir sind das Volk“, sagt Moon, das kommt uns doch bekannt vor …

Wer ist Ryu Kyong?

Sehr spannend jetzt! Man kann sich kaum vorstellen, wie Cho und Moon noch gerettet werden könnten und wie Soon-mi befreit werden könnte.

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tardy kommentierte am 04. November 2018 um 13:10

Ich habe auch schon darüber nachgedacht, dass die beiden Moons Söhne sind. Deine Vermutung, dass sie wegen Moons Verhalten verhaftet wurden, klingt doch sehr plausibel.

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Alex13 kommentierte am 02. November 2018 um 09:53

Das Buch ist wirklich sehr spannend und fesselnd. Da man jetzt die handelnden Personen kennt, kann man der Geschichte viel besser folgen und auch die Perspektivwechsel erhöhen die Spannung.

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Hennie kommentierte am 03. November 2018 um 13:00

Es geht also noch spannender weiter. Was mit Locke und den anderen "Abweichlern" passiert, ist an Menschenverachtung nicht zu überbieten. Ich nehme an, in dem Regime reicht schon ein schräger Blick o.ä. nonverbale, leicht negativ behaftete Reaktionen, um in größte Schwierigkeiten zu geraten. Aber wegen solcher Kleinigkeiten, wie das Verbreiten von Bibeln gefoltert und getötet zu werden, das ist unvorstellbar. Wo bleibt die Weltgemeinschaft? Kann Nordkorea wirklich tun und lassen, was es will? Das sind die drängendsten Fragen,die mich über die Handlung des Buches hinaus bewegen.

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tardy kommentierte am 04. November 2018 um 15:29

Den Kommentar habe ich aus Versehen bei den Bewerbungen gepostet, deshalb hier noch einmal:

Dieser Abschnitt war noch spannender, als der erste. Ich wäre beinahe über das Ziel hinausgeschossen. Die Hinrichtung der acht Menschen war eine grausame Darstellung, vor allem, weil sie öffentlich und quasi ein Muss war. Ich mag mir nicht vorstellen, mit meinen Kindern so etwas anschauen zu müssen. Was ist das nur für eine Welt.

Ich dachte ja , dass Locke Jennas Schwester ist, aber jetzt weiß ich es ja besser. Ich bin gespannt, ob es möglich ist Soo-min zu befreien. Immerhin wissen wir jetzt, dass sie noch am Leben ist und offensichtlich in guter Verfassung.

Das Regime Nordkoreas ist wirklich unglaublich. Immer diese Angst, was alles passieren kann, der Hunger, die Folterungen und Hinrichtungen, wir grausam können Menschen eigentlich sein. Es gibt einige zarte Versuche, dagegen aufzubegehren, aber diese werden gleich im Keim erstickt.

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Hennie kommentierte am 04. November 2018 um 17:15

@tardy - Nun hast du es ja selbst bemerkt, dass Locke nicht die Schwester Jennas ist. Ich wollte erst antworten, hatte es dann aber wieder vergessen. Jenna hat ja einen afroamerikanischen Vater und damit auch ganz sicher eine dunklere Haut. Damit wäre Locke in dem "reinrassigen" Nordkorea aber gewaltig aufgefallen.

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tardy kommentierte am 06. November 2018 um 17:53

Da hast Du natürlich Recht!

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Hennie kommentierte am 04. November 2018 um 17:20

Ich bin nun weiterhin sehr gespannt, wie sich die Schicksale von Cho und Moon weiterentwickeln und evtl. sogar miteinander verbinden. Ist Moon die leibliche Mutter? Ich nehme es fest an. Das hätte Sinn.

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Streiflicht kommentierte am 07. November 2018 um 21:40

Sehr gute fragen. Zumindest wären die Geschichten dann stimmig miteinander verbunden 

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milkysilvermoon kommentierte am 06. November 2018 um 09:03

Nach dem zweiten Abschnitt musste ich mich richtig zwingen, erst mal eine Lesepause einzulegen. Denn es ist richtig spannend, fesselnder als der erste Teil, in dem die Geschichte nur langsam in Fahrt gekommen ist. Mag unter anderem auch mit den recht kurzen Kapiteln zusammenhängen, aber das Tempo hat sich erhöht, was mir gut gefällt.

Jennas Schwester lebt also noch, das hatte ich mir gedacht. Aber die beiden sind in Gefahr. Ich muss jetzt schnell wissen, wie es weitergeht, und lese heute Abend sofort weiter.

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Hennie kommentierte am 07. November 2018 um 13:24

Sehr bewegend fand ich in diesem Leseabschnitt die Erkenntnisse der beiden Brüder, Cho und Yong-ho, dass sie trotz ihrer Loyalität zum Großen Führer und ihrer hohen Posten, in größter Gefahr sind. Sie werden beide geopfert werden. Sie sind ihm zu nahe gekommen.

S. 261

„Entferne dich zu weit von ihm, und du erfrierst, komm ihm zu nah, und du verbrennst.“

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Else kommentierte am 07. November 2018 um 20:45

Das war ein Rat des Adoptivvaters, die Stelle habe ich mir auch markiert.

Erstaunlich wie gut die Menschen das Ganze durchschauen und doch nichts ändern können, diese Ohnmacht muss bedrückend und belastend sein. 

Ich denke, dass Akles ist sehr nah an der Realität. 

 

 

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Streiflicht kommentierte am 07. November 2018 um 21:28

Das war eine schlimme Erkenntnis und auch, dass ihr fortkommen und ihre Beförderungen sie am Ende den Kopf kosten kann / wird

Thema: Lektüre, Teil II; Seite 186 bis 359
Streiflicht kommentierte am 07. November 2018 um 21:29

Erst ging nix, dann ein doppelpost...

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Streiflicht kommentierte am 07. November 2018 um 21:39

Ein unglaublich rasanter und berührender abschnitt. Ich habe so mitgellitrten und mitgefiebert.  

Die erschießung war grausam und schrecklich. Am krassesten fand ich, dass es von der Obrigkeit so gedreht wird, als wollte das volk das. Und in dem moment wollen sie es ja auch , weil sie so manipuliert sind. Frau Moon ist wirklich mutig und tapfer, vermutlich ist sie einfach verzweifelt, weil alles so sinnlos scheint

Interessant fand ich, dass Amerika der große Gegner ist, aber man raucht Marlboro usw.  Alle Geschenke, die Cho nach seiner Reise bekommt, sind aber aus China oder den USA bzw. aus dem hach so ungeliebten Westen.

Cho und sein Bruder tun mir irgendwie leid. Sie erleben ein brutales erwachen und alles, was für sie zählte, ist jetzt nicht mehr gültig. Das muss schlimm sein, wenn alles, woran man glaubt, nicht mehr zählt

Komisch fand ich, dass der abschnitt durch den ersten und zweiten Teil des Buches getrennt ist. Da wären vier Teile wohl besser gewesen

 

Am meisten beeindruckt und verstört mich die Tatsache, dass das im prinzipielles real ist. Alle Nordkoreaner leben quasi ständig in Angst und Schrecken.  In jener außergewöhnlichen Situation befürchtet jeder immer sofort das schlimmste. Und das zurecht, denn wer von der Norm abweicht, wird sofort eliminiert....

Ich muss dringend weiterlesen!