Leserunde

Leserunde zu "Sweet Sorrow" (David Nicholls)

Sweet Sorrow - David Nicholls

Sweet Sorrow
von David Nicholls

Bewerbungsphase: 16.01. - 30.01.

Beginn der Leserunde: 06.02. (Ende: 27.02.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir 20 Freiexemplare von "Sweet Sorrow" (David Nicholls) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

Manches im Leben strahlt so hell, dass es nur aus der Entfernung wirklich gesehen werden kann. Die erste große Liebe ist so eine Sache, die immer noch leuchtet, auch wenn sie längst verglüht ist. Genauso ist es Charlie Lewis ergangen. Nichts an ihm ist besonders. Dann begegnet er Fran Fisher, und seine Welt steht Kopf. In den langen, hellen Nächten eines unvergesslichen Sommers macht Charlie die schönsten, peinlichsten und aufregendsten Erfahrungen seines Lebens. Und steht zwanzig Jahre später vor der Frage, ob er sich traut, seine erste große Liebe wiederzutreffen.

ÜBER DEN AUTOR:

David Nicholls, Jahrgang 1966, ist ausgebildeter Schauspieler, hat sich dann aber für das Schreiben entschieden. Mit seinem Roman „Zwei an einem Tag“ gelang ihm der Durchbruch, seine Romane wurden in vierzig Sprachen übersetzt und verkauften sich weltweit über acht Millionen mal. 2014 wurde sein Roman „Drei auf Reisen“ für den Man Booker Prize nominiert. Auch als Drehbuchautor ist David Nicholls überaus erfolgreich und mehrfach preisgekrönt, zuletzt erhielt er den BAFTA und eine Emmy-Nominierung für „Patrick Melrose“, seine Adaption der Romane von Edward St Aubyn, die als HBO-Serie Furore machte.

29.02.2020

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
19Siggi58 kommentierte am 11. Februar 2020 um 16:03

So, ich habe gerade den dritten Teil beendet, und wie man unschwer erahnen kann, hat mir auch dieser Teil sehr gut gefallen. Ich möchte hier noch gar nicht so viel verraten, da ich niemandem die eventuelle Vorfreude auf den Endabschnitt nehmen möchte, obwohl , wenn ich die Leserstimmen so betrachte es für einige wohl eher ein " Durchkämpfen ", als ein Lesevergnügen ist. Ich möchte aber noch erwähnen, dass mir nicht nur die Schreibweise, sondern auch der Inhalt gut gefällt. Ich mag Bücher sehr, die einen schönen Erzählstil aufweisen, und bei denen man auch zwischen den Zeilen lesen kann. Hier finde ich die Verbindung zu " Romeo und Julia " mehr als gut gelungen, es passt zu der Geschichte. Der besagte "unvergessliche Sommer" ist nun mal nicht auf 200 Seiten abzuhandeln, sondern da passiert schon Einiges, wie doch diese Geschichte zeigt, und dann werden es halt 508 Seiten, die mir nicht zähflüssig vorkamen. Aber natürlich, da gehen die Meinungen auseinander, das ist auch völlig okay! Es wäre doch traurig, wenn alle den gleichen Lesegeschmack hätten.....oder !?!

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
MrsFraser kommentierte am 14. Februar 2020 um 09:09

Ich stimme dir voll und ganz zu. Zum Schluss konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und wollte aber auch nicht, dass es endet. Nach der letzten Seite dachte ich nur 'Wow!' und war einfach glücklich und erfüllt von diesem Buch. 

Das Wiedersehen zum Schluss, wie vertraut die beiden immer noch miteinander umgehen - ohne, dass man den Eindruck hat, es wird zu intim - dass George jetzt mit Fran zusammen ist, dass Helen, DIE Helen, die wir schon seit den ersten Seiten kennen, Charlies Trauzeugin (und umgekehrt) geworden ist - das ist sooo schön alles. Es ist irgendwie nicht das klassische Happy End, die Liebenden finden wieder zusammen, sondern echter, wahrer irgendwie. Ich kann's überhaupt nicht in Worte fassen, da ist so viel, was ich für dieses Buch empfinde. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
florinda kommentierte am 12. Februar 2020 um 11:42

Ich komme jetzt auch endlich dazu, meinen Eindruck vom letzten Leseabschnitt zu posten.

Wie aus meinen bisherigen Kommentaren zu diesem Buch unschwer zu entnehmen war, hatte ich gelegentlich Probleme, mit ihm warm zu werden, obwohl mir manches auch schon sofort sehr zusagte.

Insgesamt gesehen kann ich ein positives Résumé ziehen.

Obwohl ich dem Autor fast ein wenig übel nehme, dass er mich "buchstäblich" in den letzten Sätzen vorübergehend völlig in Verwirrung stürzte:

SPOILER

Als Charlie Niamh sagte, "sie" säße unten im Auto und warte lediglich darauf, dass er sich ein paar Sachen zusammensuchen würde. Wer "sie"? Jetzt DOCH wieder Fran? Oder - noch verwirrender - gar HELEN?

Resenzion folgt, wenn ich meinen fieb. gripp. Inf.-verseuchten Kopf wieder problemloser einsetzen kann...;-)

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
MrsFraser kommentierte am 14. Februar 2020 um 09:11

Aber Charlie und Niamh haben doch die ganze Zeit über Niamhs Eifersucht gegenüber Fran gescherzt, natürlich spielte er wieder auf Fran an.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Gelinde kommentierte am 12. Februar 2020 um 15:19

Der letze Abschnitt hat jetzt das gebracht was ich mir vom Buch gewünscht habe (leider zu spät).

 

Hier gibt es jetzt gute persönliche Gespräche und Gefühle.

Die Situation als Charlie seinen Vater betrunken findet und dann in die Badewanne steckt und auf ihn aufpasst ist wirklich beeindruckend. So etwas sollte kein 16jähriger durchmachen müssen.

Ja vor Charlie liegt ein einziges Chaos – und er ist ganz alleine damit (mit 16).

 

Das Treffen mit Fran ist dann (also allgemein die Gegenwart)  sehr kurz, dafür dass dies im Klappentext so groß angekündigt wird.

Aber die Szene hat mir gut gefallen.

 

Tja wäre alles so gewesen wie im letzen Drittel hätte mir das Buch wohl gefallen können, so habe ich aber in den ersten beiden Drittel zu viel „Frust“ aufgebaut!“

 

Der Klappentext hat hier ganz falsche Erwartungen geweckt und der Schreibstil war mir, vor allem in den ersten beiden Dritteln viel zu ausufernd und viel zu viel was , für mich, nicht zur Geschichte um Charlie beigetragen hat. Und wie ich ja schon geschrieben habe, dieses ganze Shakesper-Zeug, hat mich gewaltig gestört.

Poesie in einem Roman finde ich schön und gut, aber es muss passen und mir nicht aufgezwungen werden (so hat es sich für mich angefühlt – in den ersten beiden Dritteln)

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
MrsFraser kommentierte am 14. Februar 2020 um 09:14

Die Szene mit Charlies Vater fand ich auch krass. Ich hatte mich ja schon im ersten Leseabschnitt über Charlies Mutter aufgeregt und irgendjemand hatte angekündigt, dass man im weiteren Verlauf des Buches sie ein bisschen besser verstehen könnte. Das kann ich nicht bestätigen. Diese Szene und dass Charlies Mutter ihren Sohn nicht nur mit seinem Vater allein gelassen hat, sondern anscheinend auch irgendwie erwartet hat, dass er die Verantwortung übernimmt, macht mich einfach sprachlos. Wie herzlos und unverantwortlich kann die Frau nur sein?! 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
florinda kommentierte am 15. Februar 2020 um 13:05

Bekenne mich schuldig* ;-)

Ich bin selbst ein Scheidungs"kind" und bringe der Mutter ein gewisses Verständnis entgegen. Tatsächlich beschäftigten mich Charlies familiäre Probleme mindestens so sehr wie seine amourösen. Wir wissen jetzt um die seelische Instabilität des Vaters. Die Mutter hatte keineswegs die Absicht, ihn zu betrügen oder gar zu verlassen, als vielmehr wegen der finanziellen Bredouille Geld zum Familienunterhalt beizutragen. Dass sich dann daraus etwas Unvorhergesehenes entwickelte.. Bei ihrem Mann zu bleiben, hätte auf lange Sicht (m. E. auch ohne eine neue Beziehung) zu einer Strindbergschen Tragödie führen können, deren Ausmaße auch für die Kinder keine gute Alternative waren. Beide Kinder hätte sie nicht mitnehmen können und statt Charlie das Mädchen zurückzulassen, wäre noch wesentlich unmöglicher gewesen.  Ob sie sich Hilfe hätte suchen können/müssen (Kirche, Sozialarbeiter, Jugendamt, Eheberatung), vermag ich nur schwer zu beurteilen. Was also hätte sie tun sollen? 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Gelinde kommentierte am 15. Februar 2020 um 15:29

Auf jedenfall nicht gehen und en Kind zurücklassen.

Das geht (für mich ) gar nciht!

Mir ist klar dass ihre Situation scher war, aber da hätte se länger suchen müssen, nach einem besseren Ausweg

 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
florinda kommentierte am 15. Februar 2020 um 21:22

Wie lange ist "länger" und welcher Ausweg könnte das z. B. sein? Also ich habe nicht den Eindruck, dass sie es sich (zu) leicht gemacht hat!

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
MrsFraser kommentierte am 15. Februar 2020 um 20:32

Warum hätte sie nicht beide Kinder mitnehmen können? Sie hat doch offensichtlich alleine den Lebensunterhalt der Familie bestritten, da hätte es für eine Wohnung für sich und ihre beiden Kinder locker reichen müssen, wenn bei ihrem Neuen nicht genug Platz war. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
florinda kommentierte am 15. Februar 2020 um 21:35

Hätte sie dem Vater beide Kinder genommen, hätte der sich NOCH mehr als Looser gefühlt und möglicherweise seiner labilen Veranlagung folgend Selbstmord begangen haben, was die 3 überlebenden Familienmitglieder traumatisiert haben könnte.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Tigerluna kommentierte am 15. Februar 2020 um 14:17

Geht mir genauso... die Rolle der Mutter trifft bei mir nur auf Unverständnis.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
19Siggi58 kommentierte am 12. Februar 2020 um 18:06

Liebe " gelinde ", Charlie blickt in dieser Geschichte als Erwachsener auf seine Jugendzeit zurück. Er schildert sein " Erwachsenwerden " sehr genau, und dahingehend bewundere ich den Autor über seine gute Beobachtungsgabe. Er schildert Charlie's Zeit als Teenager, in der weit mehr passierte als die erste große Liebe, und wenn wir uns selbst erinnern ging es uns damals auch so. Warum sollte nun Charlie die erste Liebe isoliert betrachten, und die anderen Ereignisse vernachlässigen, oder nur kurz abhandeln.? Die Ereignisse rund um das Theaterspiel, sein Elternhaus, seine Freunde, alles war ihm wichtig zu erzählen, und seine erste Liebe war Teil dieses besagten Sommers. " David Nicholls " Schreibweise und Beobachtungsweise ist nun mal sehr genau. Ich konnte mich daher gut in die vielen Geschehnisse hineinversetzen.           Davon abgesehen ist es wie bei jedem Buch: Der eine findet es gut, der andere schlecht, und wieder ein anderer sagt " geht so ". Dieses Buch polarisiert stark, das macht es auch wieder interessant. Recht hast du mit dem Klappentext, der nicht unbedingt treffend für diese Geschichte ist. Auch den Schriftzug " Weil die Liebe unvergesslich ist " hätte besser nicht auf dem Cover stehen sollen. Ich freue mich aber, dass dir der dritte Teil gut gefallen hat. 

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 337 bis Ende
Tigerluna kommentierte am 15. Februar 2020 um 13:15

Ich hatte mir ein anderes Ende erhofft!

Aber es ist ein happy end und außerdem realistisch und authentisch.

Eine Geschichte, in der man sich selbst wiederfinden kann und ohne schlechtes Gewissen an die 1. Liebe der Jugend denken kann und diese beruhigt weiterziehen lassen kann.

Aber alles in allem doch etwas zäh.