Leserunde

Vorableserunde "Das Chalet" (Ruth Ware)

Das Chalet -

Das Chalet
von Ruth Ware

Bewerbungsphase: 29.10. - 11.11.

Beginn der Leserunde: 22.11. (Ende: 12.12.)

Im Rahmen dieser Vorableserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des dtv Verlags – 20 Freiexemplare von "Das Chalet" (Ruth Ware) zur Verfügung. Eine Leseprobe findet ihr hier.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch.

ÜBER DAS BUCH:

»Klaustrophobisch, nervenzerfetzend, tödlich.« USA Today

Ein Luxus-Chalet in den französischen Alpen mitten im tiefsten Winter. Die Mitarbeiter eines erfolgreichen Social-Media-Start-ups haben sich hier eingemietet, um über das Übernahmeangebot eines großen Unternehmens zu diskutieren. Die Stimmung ist angespannt. Alle hier haben etwas zu verlieren. Und manche viel zu gewinnen. Dann beginnt das Grauen: Ein Mitglied der Gruppe nach dem anderen wird ermordet oder verschwindet. Nach einem Lawinenabgang ist das Chalet von der Außenwelt abgeschnitten, es gibt keinen Handyempfang. Der Killer muss einer der Gäste sein …

ÜBER DIE AUTORIN:

Ruth Ware wuchs im südenglischen Lewes auf und lebte nach ihrem Studium an der Manchester University eine Zeit lang in Paris. Sie hat als Kellnerin, Buchhändlerin, Englischlehrerin und Pressereferentin für einen großen Verlag gearbeitet und wohnt jetzt mit ihrer Familie in der Nähe von Brighton. Mit ihren raffinierten, atmosphärischen Thrillern ist sie zu einer der erfolgreichsten internationalen Bestsellerautorinnen geworden.

11.12.2021

Thema: Lektüre, Teil lll; Seite 274 bis Ende

Thema: Lektüre, Teil lll; Seite 274 bis Ende
Snowcat kommentierte am 22. November 2021 um 00:48

OMG Liz ist wirklich ein Wolf im Schafspelz!!! Den Vergleich mit der Eule fand ich auch überaus passend, das ist toll beschrieben!!! Bei diesem Buch ist es so, dass man immer weiter lesen will, aber gleichzeitig hofft, dass es nie zu Ende geht! Aber der Showdown ist wohl nah.

Wow - das reinste Psychoduelll zwischen Erin und Liz!!! Ich dachte es wird einen Kampf zwischen den beiden geben, aber Liz stirbt ja bei einem Unfall!

Die vielen Entfüllen ganz zum Ende hin sind toll, wirklich unerwartet und ich mag, dass Liz als Opfer und Täterin gesehen wird, denn so ist es!!! Sie hatte ja auch eine traumatische Kindheit und wurde ihr Leben lang wie Dreck behandelt!

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BookHook kommentierte am 24. November 2021 um 14:47

ZITAT: "Die vielen Entfüllen ganz zum Ende hin sind toll, wirklich unerwartet und ich mag, dass Liz als Opfer und Täterin gesehen wird, denn so ist es"

Ja, das hat mir auch sehr gut gefallen.

Thema: Lektüre, Teil lll; Seite 274 bis Ende
Königin_der_Nacht kommentierte am 22. November 2021 um 06:21

OK, Liz ist die Übeltäterin, aber das hatte sich ja angedeutet. Gut, dass Erin Liz durchschaut und den Tee nicht trinkt! Dass Liz bei einem Unfall ums Leben kommt, finde ich ein bisschen enttäuschend, aber das ist Geschmackssache!

Mir gefällt gut, dass Liz nicht schwarz-weiß betrachtet wird, sie hatte wohl massive psychische Problem und eine gestörte Wahrnehmung, von wegen wenn Opfer zu Tätern werden, echt tragisch!

Zum Schluss platzen ja noch einige Bomben – cool! Mit persönlich ist das Ende ein wenig zu glatt, zu harmonisch, aber es macht durchaus Sinn!

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dru07 kommentierte am 23. November 2021 um 18:40

also doch liz. ich dachte sehr lange, sie ist es nicht und hatte doch irgendwie die vermutung, dass eva ihren tot nur vorgetäuscht hat - warum auch immer. aber jetzt wissen wir auch warum eva sterben musste. bei elliot und ani war es ja klar - sie wussten zu viel.

ich fand es sehr spannend - vor allem ab der stelle wo erin sich sicher war, dass liz es gewesen ist. clever den tee auszuschütten. die verfolgungsjagd im schnee super spannend.
 

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Königin_der_Nacht kommentierte am 23. November 2021 um 22:26

Die Verfolgungsjagd fand ich nicht so toll, einfach nicht mein Geschmack, ich hätte einen persönlichen Zweikampf bevorzugt, bei dem z.B. Erin zur Notwehr gezwungen worden wäre.

Thema: Lektüre, Teil lll; Seite 274 bis Ende
Galladan kommentierte am 23. November 2021 um 23:12

Nicht möglich da Liz nicht die moralischen Bedenken hat und Erin damit haushoch unterlegen gewesen wäre. Ein Treppensturz von Liz wäre aber langweilig gewesen.Erin musste freigesprochen werden am Tod von Liz.

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Susi kommentierte am 29. November 2021 um 21:12

Nicht möglich da Liz nicht die moralischen Bedenken hat und Erin damit haushoch unterlegen gewesen wäre.

Genau. Da hätte Erin keine Chance gehabt

Erin musste freigesprochen werden am Tod von Liz.

Das hast Du genau richtig erkannt. Sie wäre sonst an den Selbstvorwürfen zerbrochen.

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Magnolia-sieben kommentierte am 30. November 2021 um 16:58

"Die Verfolgungsjagd fand ich nicht so toll, einfach nicht mein Geschmack, ich hätte einen persönlichen Zweikampf bevorzugt, bei dem z.B. Erin zur Notwehr gezwungen worden wäre."

Ich fand die Verfolgungsjagd zu aufgesetzt, zu unrealistisch, war auch nicht meins.

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BookHook kommentierte am 24. November 2021 um 14:49

ZITAT: "clever den tee auszuschütten."

Absolut! Da hatte ich zuvor schon das Schlimmste befürchtet...

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Galladan kommentierte am 23. November 2021 um 20:49

Liz ist gleichzeitig Täter und Opfer. Um Eva tut es mir nicht wirklich leid. Allerdings ist Liz dumm genug gewesen es nicht bei dem einen Schubs zu lassen und den Kerl nicht über den Balkon zu schicken, andererseits dürfte sie doch schon damals gewusst haben, dass Eva ein Miststück gewesen ist. Das die Firmen sich abgewendet haben wird wohl mit den Erpressungen von Eva zusammenhängen. Das sie die Standortdaten usw. der User gespeicht haben scheint Erin und Danny nicht zu stören. 
 

Der Showdown zwischen Erin und Liz ist sehr gut umgesetzt gewesen. Vermutlich hatte ich Liz so auf die Finger geschaut, weil es immer aus Erins und ihrer Sicht erzählt wurde und Erin ziemlich deutlich kein Motiv hatte. 
 

Das man in einer Fremdsprache eine Falsche Ortsbestimmung abgibt finde ich jetzt nicht so erstaunlich und als Assistent hatte er wohl andere Qualitäten für Eva. Es war auch ziemlich idiotisch sich ohne gute Ortskenntnis auf den Weg zu machen.

Das Danny eine neue Stelle hat ist erfreulich und Erin wird sich wohl endlich ihren Dämonen stellen und hoffentlich ihr Studium beenden.

insgesamt ein Krimi der weniger verwirrend und undurchsichtig als die bisheringen ist die ich von der Autorin gelesen habe. Hat mir sehr gut gefallen und ich würde gerne gleich den nächsten Krimi aus dieser Feder lesen.

 

 

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BookHook kommentierte am 24. November 2021 um 14:54

ZITAT: "Um Eva tut es mir nicht wirklich leid."

Mir auch nicht. Aber für ihre Familie ist es schlimm, besonders für ihre kleine Tochter, die nun ohne Mutter aufwachsen muss.

 

ZITAT: "Vermutlich hatte ich Liz so auf die Finger geschaut, weil es immer aus Erins und ihrer Sicht erzählt wurde und Erin ziemlich deutlich kein Motiv hatte. "

Das ging mir ganz genauso. Dadurch war mir irgendwann im Mittelteil des Buches klar, dass eine der beiden die Täterin sein muss und es auf ein "Duell" zwischen den beiden hinauslaufen wird.

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Susi kommentierte am 29. November 2021 um 21:27

Aber für ihre Familie ist es schlimm, besonders für ihre kleine Tochter, die nun ohne Mutter aufwachsen muss.

Die Tochter tut mir auch sehr leid, nicht nur ist die Mutter tot, sondern irgendwann wird sie erfahren, dass ihre Mutter eine Erpresserin war. Ich denke, sie hat Liz eine Falle gestellt, um sie unter Druck setzen zu können. Ich möchte sowas nicht über meine Mutter hören müssen.

 

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Galladan kommentierte am 01. Dezember 2021 um 15:15

Da die Mörderin tot ist und genau der Tot von Eva nicht wirklich als Mord nachweisbar ist, wird man von einem tragischen Unfall in Evas Familie reden. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es gut ist so eine Mutter wie Eva zu haben. 

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Susi kommentierte am 29. November 2021 um 21:25

Allerdings ist Liz dumm genug gewesen es nicht bei dem einen Schubs zu lassen und den Kerl nicht über den Balkon zu schicken

Wenn ich mich recht erinnere hat sie dabei eiskalt gelächelt oder war zumindest emotionslos. Also durchaus nicht so emotional aufgewühlt wie sie es Erin geschildert hat. So wie sie sich als hilfloses Opfer, das in Notwehr gehandelt hat Erin gegenüber ausgegeben hat, ist es wohl doch nicht gewesen. Sie ist ziemlich eiskalt und berechnend. Und ich finde es gut, wie sie vor die Felswand geklatscht ist. Opfer hin oder her, man kann sich immer noch entscheiden, ob man tötet. Sie ist eine Vierfache Mörderin. Hätte sie sich der Polizei gestellt, auf psychischen Ausnahmezustand plädiert etc. wäre sie vielleicht mit einem blauen Auge davongekommen und wäre nicht erpressbar gewesen. Sie hätte ihre Strafe abgesessen. Sie aber hat sich entschlossen zu töten. Sie hätte auch die Option gehabt, sich von Eva erpressen zu lassen und gegen Tropher zu stimmen, auch wenn er ihr eine Chance gegeben hatte. Sie hätte dann damit leben müssen, dass er von ihr enttäuscht ist. Aber das wäre doch besser gewesen, als Menschen zu töten. Sie hat sich entschieden und ich sehe sie nicht als Opfer. Natürlich möchte man nicht sexuell belästigt werden, aber deswegen töte ich doch nicht. Sie wurde nicht vergewaltigt, ihr wurde an die Brust gefasst. Sicher scheußlich und unangenehm, ich kaufe ihr auch Ekel und Panik ab und dass sie vielleicht Angst hatte, es passiert noch mehr, wenn sie sich nicht wehrt, aber der 2. Schubs war nicht mehr nötig, sondern Berechnung.

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BookHook kommentierte am 24. November 2021 um 14:45

Ruth Ware hat mich einmal mehr begeistert!

Es war also tatsächlich Liz, die „unscheinbare, graue Maus“. Seit dem letzten Leseabschnitt hatte ich sie ja schon in Verdacht. Sehr überrascht war ich allerdings, dass wir es so früh im Buch schon erfahren haben. Das spannende „who dun it“ wurde abgelöst von einem psychothrillermäßigen Katz-und Maus-Spiel zwischen Erin und Liz. Das Finale war spannend, actionreich und dramatisch – und es freut mich sehr, dass es „gut“ ausgegangen ist für Erin, die mir im Verlauf der Story doch sehr ans Herz gewachsen ist.

Auch mit Inigo hat Ruth Ware mich überrascht! Das Geheimnis um seinen „Fehler“ war so simpel wie gravierend – sehr geschickt gemacht! Überhaupt: ein klasse Plot!

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Königin_der_Nacht kommentierte am 25. November 2021 um 21:50

Zitat von BookHook:

"Auch mit Inigo hat Ruth Ware mich überrascht! Das Geheimnis um seinen „Fehler“ war so simpel wie gravierend – sehr geschickt gemacht! Überhaupt: ein klasse Plot!"

Das stimmt, das ist echt clever!!! Oft sind es ja Kleinigkeiten, die eine entscheidene Rolle spielen!

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Lisa_V kommentierte am 29. November 2021 um 12:48

Sehr rasant geht dieser großartige Thriller nun zu Ende. Einige Details hatte ich zwar erraten und auch Liz war spätestens seit dem letzten Abschnitt Verdächtige Nummer 1 für mich, aber trotzdem hat mich die Geschichte bis zu letzt in Atem gehalten. Ich mochte es sehr das die Mörderin nicht erst auf den letzten Seiten enthüllt wurde, sondern schon früher. So gab es für alles die passende Erklärung und auch durch die Flucht von Erin aus dem Chalet war definitv noch genug Spannung vorhanden.

Liz ist nicht nur Täterin sondern auch Opfer. Hier konnte mich Evas hinterhältiges Video doch noch überraschen. Trotzdem scheint es in Liz ja schon damals die Tendenz gegeben zu haben, sich gewaltsam zur Wehr zu setzen. Und auch wenn ich ihre Beweggründe in Bezug auf Eva verstehe, endet mein Verständnis beim Tod von Elliot und Ani. Diese haben Liz wirklich nichts getan und mussten nur sterben weil Liz ihre Tat vertuschen wollte.

An sich bin ich mit dem Ende bzw. der gesamten Handlung sehr zufrieden. Alles war stimmig und ich mochte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Mein schnelles Lesetempo spricht auch für sich. Für mich ist "Das Chalet" auf jeden Fall ein absoluter 5 Sterne Thriller!

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Susi kommentierte am 29. November 2021 um 21:41

Mir hat das Ende sehr gut gefallen. Ich finde es gut, dass Liz frühzeitig als Mörderin geoutet wurde und man ihre Erklärung in Ruhe lesen konnte (oft bleiben am Schluß Fragen offen). Hier hat die Autorin sich Zeit genommen, alles zu erklären. Spannend fand ich die Verfrolgungsjagd, obwohl ich weder Skifahren noch Verfolgungsjagden mag und so eine Fahrt mit verstauchtem Knöchel bzw. Knie mir zu unrealistisch-James-Bond-mäßig erscheint. Aber es hat mit überraschenderweise gefallen, weil es so spannend geschrieben war. (Wobei Erin als ehem. Medizinstudentin wissen sollte, dass ihr Knöchel nicht gebrochen sein konnte, denn sonst hätte sie gar nicht auftreten können. Verstauchung, Bänderriß, Prellung etc, alles möglich, aber keine Fraktur). 

Sieh an, sieh an die Eva als fiese Erpresserin. Das hat mich nun doch überrascht. So hatte ich sie nicht eingeschätzt. Eher als Snob. Aber das eine schließt das andere ja offensichtlich nicht aus. 

Ich hätte gerne etwas mehr über die beiden Suchtrupps/Hilfeholtrupps erfahren. Einfach interessehalber. 

Ich fand Liz Ende gut. Man konnte beim Lesen den Aufprall förmlich sehen und hören. Sehr gut geschrieben. Ich war sehr erleichtert, dass sie nun Erin nichts mehr tun konnte. 

Diese Snoopinfos am Anfang jedes Kapitels hätte man sich schenken können, da im Text alles wesentliche gesagt wurde. 

Auch wenn ich die meisten Personenn  immer noch etwas oberflächlich beschrieben fand und sie dadurch etwas hölzern wirkten (das hat Agatha Christie einfach besser drauf), und ich den Anfang ziemlich langweilig fand, hat mich der letzte Teil und der Schluß mit dem Buch versöhnt und es hat mir gut gefallen. 

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whatbabsreads kommentierte am 30. November 2021 um 19:17

Ja, das stimmt. Mich hätte auch noch interessiert, wie sich die beiden Suchtrupps durchgeschlagen haben und wie es ihnen ergangen ist. 

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Magnolia-sieben kommentierte am 30. November 2021 um 17:49

Blanche- Neige - Schneewittchen oder Perce-Neige - Schneeglöckchen. Für Ani war dieser Fehler tödlich. Zum einen waren es die fehlenden Französischkenntnisse und dann hat die Aufregung, die Sorge, dass die Verbindung halten mag, natürlich auch zu dieser folgenschweren Verwechslung beigetragen. Inigo kann sich das nicht verzeihen, obwohl er für mich hier keine Schuld trägt. 

Liz und Erin waren unsere Erzählerinnen. Dass eine der beiden als die Mörderin entlarvt wird, war schon klar. Nur wer von den zweien, das kristallisierte sich erst gegen Ende heraus. Ani war zur falschen Zeit am falschen Ort und Elliot war wegen seiner Schnüffelei ein Todeskandidat - wenn das nicht kaltschnäuzig ist, was dann! 

Das Chalet war anfangs langatmig, die Personenbeschreibungen, auch wenn sie witzig sein sollten, waren ein zäher Einstieg. Dazu kommen diese den Kapiteln vorgestellten Snoop-IDs - ein Buch mit sieben Siegeln zunächst, auch wenn ich sehr viel später den Sinn dahinter kapiert hatte. Dann nahm die Story so richtig Fahrt auf - spannend, spannend, spannend.  

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whatbabsreads kommentierte am 30. November 2021 um 19:27

Wow, was für ein letzter Abschnitt! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich ein Buch zuletzt so schnell beendet habe! Liz ist also unsere Mörderin - im Nachhinein ziemlich logisch und es fügt sich auch alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Ich finde es auch gut, wie sich die einzelnen Rätsel nach und nach aufgeklärt haben. Das Motiv hinter Liz' Taten wird immer deutlicher (auch ihre Darstellung als Opfer fand ich sehr interessant, wobei sie sich wohl auch zu gern als Bauernopfer darstellen wollte). Erins Flucht vor Liz und die Jagd durch das Geheime Tal waren rasant und temporeich. Am Ende habe ich mich immer wieder gefragt, ob nicht doch noch irgendein Twist kommt (was Ruth Ware ja sehr gerne macht). Aber es war auch schön, dass sich noch alles ganz ruhig aufgeklärt hat und die Story logisch zusammengeführt wurde. Insgesamt hat mich das Buch definitiv sehr gut unterhalten, auch wenn der Anfang etwas schleppend war. Ein richtig guter Thriller ganz nach meinem Geschmack!

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Skadi kommentierte am 01. Dezember 2021 um 17:56

Die ganze Auflösung hat für mich qualitativ nochmal einen drauf gesetzt! Liz als Wolf im Schafspelz - besonders interessant fand ich daran, dass ausgerechnt ihre Perspektive als zweite neben Erins gewählt wurde. Irgendwie habe ich sie deswegen automatisch in die 'eher unschuldig'-Kategorie gepackt. Besonders spannend fand ich dabei, wie langsam die Andeutungen aus Liz' Perspektive kamen, dass sie nicht so unschuldig ist, wie sie wirkt, ohne dabei schon zu viel zu verraten. Wie das ganze Puzzle in den beiden Perspektiven am Ende langsam zusammen gesetzt wurde, bevor Liz sich schließlich erklärt hat, fand ich großartig.

Genauso gut hat mir die Auflösung mit Inigos Fehler gefallen - sowas kann schnell mal passieren, gerade auf einer fremden Sprache und wenn die beiden Wörter dann so ähnlich klingen. Eine relativ banale, aber doch gut nachvollziehbare Erklärung. Dass er überlebt hat, hat mich allerdings doch sehr überrascht. (Ok, angesichts des Artikels am Anfang musste es so sein, aber da hatte er schon ziemlich Glück).

Die Verfolgungsjagd am Ende war packend, aber so gut ich mir die Umgebung vorher vorstellen konnte, so schwer ist es mir bei den Szenen auf der Abfahrt gefallen. Trotzdem spannend gemacht und definitiv passend.

Am Ende hatte ich aber deutlich mehr Mitleid mit Liz als mit Eva - was sie abgezogen hat, ist echt unglaublich. Und dass sie wollte, dass nach ihrem Tod alles an Topher geht, hat für mich nochmal gezeigt, dass sie dabei nicht im geringsten ein schlechtes Gewissen hatte. Trotzdem, wie Erin nochmal betont hat: in dem Video sieht man, wie Liz den Mann nochmal schubst - es war also definitiv auch kein Unfall.

Insgesamt hat mich dieses Jahr, glaube ich, kein anderer Thriller so begeistert.

Thema: Lektüre, Teil lll; Seite 274 bis Ende
vronika22 kommentierte am 01. Dezember 2021 um 20:55

Ich war lange Zeit hin- und hergerissen, ob ich es Liz zutrauen kann. Ich finde Ruth Ware hat wieder ganz wunderbar atmosphärische Spannung aufgebaut. Mich hat dieses Buch wieder restlos begeistert.

Gerade auch das Finale war wirklich klasse.