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Buchverfilmungen

Phänomen: „Das Buch ist besser als der Film“

Wer hat nicht schon einmal diesen Satz zu hören bekommen, wenn nicht sogar selbst schon unendliche Male gepredigt? Doch warum ist dieses Empfinden bei Buchliebhabern so stark? Hier einige Gründe:

1.Der Umfang der Bücher

Nehmen wir zum Beispiel die Buchverfilmungen zu Harry Potter. J.K. Rowling hat sieben Bänder veröffentlicht, jedes detaillierter als das Vorherige. Umso verständlicher ist es dann natürlich, dass nicht alle Handlungen es auf die große Kinoleinwand schaffen. Ein Vorgang, der bei Buchliebhabern Empörung auslöst, in der Filmbranche jedoch unumgänglich ist. Ein Weg dies zu umgehen, wäre die Buchverfilmung in zwei Teilen zu veröffentlichen (Breaking Dawn, Mockingjay, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes). Doch seien wir mal ehrlich: Wer will so lange auf Verfilmungen warten?

 

2. Zusätzliche Szenen

Um Verständnisprobleme in Filmen zu verhindern, werden gerne mal Szenen hinzu erfunden. Dies ist für Leser nicht leicht zu verdauen, die bis dato quasi mit den Büchern verheiratet sind und jedes Wort auswendig kennen. Doch ist der Umfang zu groß, dann müssen Abstriche gemacht werden und um diese Abstriche zu kompensieren, werden nun mal Sachen verändert bzw. hinzugefügt, was uns zum nächsten Punkt führt.

Zusätzliche Szenen istockphoto.com

 

3.Ein Film ist ein eigenständiges Werk

Viele gehen davon aus, dass der Film eine genaue Darstellung des Buches sein muss. Ein recht egoistischer Gedanke, betrachtet man die Arbeit die Regisseure und Produzenten reinstecken. Etwas künstlerische Freiheit muss man ihnen dann doch einräumen – man will schließlich auch etwas Überraschung im Film haben - und darauf vertrauen, dass der Regisseur im Großen und Ganzen dem Buch treu bleibt.

Eigenständiges Werk istockphoto.com

 

4.Gefühle/Gedanken/Veränderungen

Als Leser begleitet man die Romanfiguren durch Dick und Dünn und kennt ihren Charakter in- und auswendig. Man versteht die Gedanken und kann alles nachvollziehen. Doch hier sollte man nicht vergessen: Das Lesen zieht sich meist über einen längeren Zeitraum und Worte können das Innere Leben einer Figur doch ziemlich gut darstellen. Bringt das jetzt mal in einen 120 Minuten Film! Ziemlich schweres Unterfangen, wenn ihr mich fragt.

 

5. Fantasie

Das beste Kino findet immer noch in den Köpfen der Leser statt. Man kann sich alles so vorstellen, wie man möchte und den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Wenn man im Kino sitzt, dann möchte jeder eine genaue Darstellung der Ereignisse auf der Leinwand sehen, wie er sie im Kopf hat. Doch wie wahrscheinlich ist das bitte? Eine Enttäuschung ist in vielen Fällen garantiert.

Fantasie istockphoto.com

Zusammenfassend kann man also sagen: Erwartet nicht gleich eine genaue Abbildung eurer Fantasie im Kino und räumt den Regisseuren Freiheiten ein, denn deren Job ist nicht leicht. Freut euch lieber darauf, eure Figuren auf der Leinwand zu betrachten und erfreut euch an den guten Verfilmungen, die dieses Jahr raus kommen: http://wasliestdu.de/magazin/2014/romanverfilmungen-2015 

Immerhin sind viele Buchverfilmungen super erfolgreich und das hat sicherlich seinen Grund! Wie steht ihr zu diesem Thema? 

Kommentare

Seiten

Kochbuch-Junkie kommentierte am 26. Februar 2015 um 08:57

Ich finde meistens auch, dass das Buch zum Film besser ist, als der Film selbst. Natürlich kann man nicht jede kleine Nebengeschichte, die im Buch vorkommt, auch im Film unterbringen und so erklärt sich die Handlung im Buch auch meist besser als im Film. Würde alles versucht werden, im Film unterzubringen, würde man ihn wahrscheinlich auch als langatmig empfinden.

Vielleicht sollte man den Film eher als Interpretation oder Anlehnung an das Buch sehen. Schwierig ist einfach, dass man nach dem Buch eine eigene Vorstellung entwickelt, wie der Film sein sollte und das meistens nicht umgesetzt wird (oder umgesetzt werden kann).

Man sollte den Film vielleicht einfach unabhängig vom Buch sehen.

Siria kommentierte am 28. Februar 2015 um 19:34

Das Problem ist meiner Meinung nach einfach, dass die meisten Filme so dargestellt werden, als ob sie eine möglichst genaue Abbildung des Buches sein sollen und wenn das dann nicht klappt, sind viele Leute, die das Buch kennen, enttäuscht. Wenn die Produzenten sich aber bewusst nur an das Buch anlehenen und ein eigenständiges Werk kreeiren (wie z.B. bei Tintenherz) dann konkuriert der Film auch nicht ganz so stark mit dem Buch. Insgesamt finde ich auch, dass Verfilmungen an denen die Autoren mitgewirkt haben häufig besser gelungen sind.

westeraccum kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:00

Man muss einfach bedenken, dass es sich um zwei grundverschiedene Medien handelt, die man eigentlich nicht vergleichen kann.

Man macht sich ja ein eigenens Bild von den Figuren, den Landschaften etc. und die sind individuell sehr verschieden.

Hexenbiest kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:14

Zwar gehöre ich auch zu denjenigen die sagen "Das Buch war besser als der Film", aber trotzdem verstehe ich, dass Buch und Film zwei völlig unterschiedliche Medien sind und man nicht alles was im Buch funktioniert auch gut filmisch umsetzen kann. Es wäre zum Beispiel ziemlich merkwürdig, wenn man in fast jedem Film aus dem Off die Gedanken der Protagonisten hören könnte.

Lotta kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:26

Ich gehe gerade aufgrund von meiner eigenen Vorstellung immer weniger in Verfilmungen oder erst wenn ich eine Triologie oder Reihe zu Ende gelesen habe. 

Es gibt aber auch Verfilmungen wie meiner Meinung nach Shades of Grey, die wirklich gut gelungen sind. 

Jendrik Spehl kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:43

Ein ganz großartiger Artikel der die Problematik sehr gut auf den Punkt /die Punkte bringt. Für mich ist dabei Punkt 3 entscheidend: Ein Film ist ein eigenes Werk. Ich kann den Film nur als solches beurteilen. Wenn ich Filme anschaue die ein Buch als vorlage haben stelle ich mir nie die Frage "Wie dicht ist der Film am Buch?" Für mich ist die Frage wichtig  "Bringt der Film die Stimmung und den Geist des Buches rüber?" Als ein sehr gutes Beispiel möchte ich hier die Filmische Adaption von "The Walking Dead" anführen. Dort gibt es neue Figuren und auch der Weg und das Schicksahl bekannter Figuren ist im Vergleich zum Comic anders, aber die düstere beklemmende Stimmung und die Entwicklung der einzelnen Figuren ihre Ängste und Nöte atmen den Geist der Vorlage. Ein Negativbeispiel hingegen ist für mich die Verfilmung von "Eragon". Warum kann ich gar nicht genau sagen, irgendwie habe ich das Gefühl das hier auf die "falsche " Art Veränderungen vorgenommen wurden. Letztlich liegt es auch hier wieder im Auge des Betrachters.

BluesatSix kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:36

Mann kann und sollte Film und Buch nicht gegeneinander werten ,sondern beide unabhängig bewerten das ist nicht immer einfach ,denn ich sage auch viel zu schnell das Buch war besser.

Lumi kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:40

Romanverfilmungen sind meistens ein schwieriges Thema, da die Erwartungen des Publikums sehr breit gefächert sind. Daher ist es ja schon vornherein schwierig, alle zufrieden zu stellen – es wird wahrscheinlich immer jemanden geben der meckert…schließlich entspricht der Film nicht den individuellen Vorstellungen sondern den eines anderen (Teams). Aber manchmal ist es auch als Leser/Zuschauer nicht leicht seine eigenen Ansichten über das Buch völlig auszublenden.

Mir hilft es meistens, genügend Zeit zwischen Buch und Film vergehen zu lassen, so dass ich mich nicht an alle Details haargenau erinnere und offener ins Kino gehen kann.

Violetta kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:44

Es gibt auch das Umgekehrte - eher selten, aber manchmal ist der Film besser als das Buch.

Ich denke u.a. an "Ziemlich beste Freunde". Die Biographie im Buch zeigt einen eitlen, mit seiner Behinderung kokettierenden Mann, der Film (eigentlich nur eine kurze Episode im Buch) ist spritzig, originell und macht Spaß.

marsupij kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:55

Also mir hat das Buch von Philippe Pozzo die Borgo sehr gut gefallen.

Carina kommentierte am 27. Februar 2015 um 08:14

Ich habe beide Bücher ("Ziemlich beste Freunde" und "Einfach Freunde") gelesen und mochte dennoch den Film lieber...

marsupij kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:55

Ein toller Artikel. Bei den HP Verfilmungen fand ich es z.B. hilfreich, die Bücher vorher gelesen zu haben. Und auf jeden Fall ist ein Film ein eigenes Werk. In manche Romanverfilmungen gehe ich allerdings bewusst nicht, um mir mein Kopfkino nicht zu zerstören. Oder z.B. die Verfilmung von "Ich.darf.nicht.schlafen." schaue ich mir nicht an, weil ich die Auflösung kenne.

bookworm kommentierte am 26. Februar 2015 um 10:07

Eine Verfilmung, in die ich bewusst nicht reingegangen bin, war "Seelen". Das Buch ist so unglaublich toll, die Zwiegespräche zwischen Mel und Wanda, die Entwicklung, die überwiegend dunkle Szenerie in den Höhlen... wie soll man allein das schon vernünftig umsetzen? Und dann kam der Trailer... SciFi-Kram... das passt für mich so gar nicht zum Buch und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Geist von "Seelen" im Film wirklich rüberkommt... habe auch von jedem, der im Kino war nur negative Kritik gehört.

Miss AveryAnn kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:55

Hallo Zusammen, einen Film zu machen aus der Vorlage des Buches geht bestimmt besser als man denkt. Es kommt da ja im ersten Moment auf ein paar Faktoren an. Erst mal, wie umfangreich ist das Buch, also wie viele Seiten hat es? Zum Beispiel finde ich den ersten Teil von Harry Potter unglaublich gelungen und ich als Leser war mit dem Film super zufrieden. Meiner Ansicht nach hat er alle wichtigen Schlüsselszenes drin gehabt die auch im Buch wichtig waren. Da fand ich die Umsetzung von Buch sieben schon schwieriger, obwohl mir da schon wieder der Film besser gefallen hat, als das Buch. Im Buch hatte ich eher das Gefühl es gibt zu viele langatmige Stellen. Es hatte ja auch wirklich viele Seiten, daher auch zwei filmische Teile.
Ich denke, je komplizierter eine Geschichte im Buch, desto schwieriger wird es diese als Film umzusetzen. Dann kommt es natürlich auch auf den Regisseur an, was hat er für Bilder/Szenen in seinem Kopf, wie will er die Geschichte darstellen, was bekommt er für Schauspieler, ist die Auswahl ideal oder eher unglücklich gewählt. Dann gibt es auch noch den Drehbuchautor. Er fängt ja erst mal an das Buch in ein Drehbuch zu verwandeln, was stellt er sich vor... Ist es genial, oder ist es eher ok. Dann wieder zum Regisseur... Was für Szenen ändert er aus dem Drehbuch, ist es genial oder war es ein schlechter Zug, weil nun das Verständnis der Geschichte im Film leidet (so wie bei Rubinrot, da fand ich die Tatsachen viel zu sehr verdreht, schrecklich).
J.K. Rowling hat es da schon richtig gemacht. Sie hat sich ihr Mitspracherecht für die Verfilmung der Bände nicht nehmen lassen und war vor allem bei den ersten Teilen dabei und das hat man schon gemerkt!
Natürlich gibt es auch Autoren die selber Regie führen so wie bei "Wenn Liebe so einfach wäre", noch dazu war die Auswahl der Schauspieler, Meryl Streep und Alec Baldwin hervorragende.

Also, es gibt viele Faktoren die eine Buchverfilmung gut oder schlecht machen. Aber es gibt auch manche Bücher die man einfach Bücher lassen sollte, weil die eigene Fantasie doch die schönste ist ;-)
 

Adlerauge kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:56

So ,wie die Vorgängerin (Violetta ) gibt es auch gute Verfilmungen von Büchern (zwar eher seltener aber immer hin gibt es auch hier die Ausnahmen ) z.B "Einer flog über das Kuckuckucksnest mit Jack Nicholsen 1975 Jahrgang !!! ist besser als das Buch !

bookworm kommentierte am 26. Februar 2015 um 09:58

Für mich ist bei einer Romanverfilmung vor allem wichtig, dass der Sinngehalt der Vorlage im Film verständlich widergegeben wird. So mag ich es beispielsweise gar nicht, wenn anfangs wichtige Szenen ausgelassen werden und später dann  - des Verständnisses wegen - Szenen eingefügt werden, in denen in fünf Minuten eine halbe Lebensgeschichte zusammengefasst wird und dabei den Kern der Sache noch nicht ganz trifft. Ansonsten kommt es - natürlich! - immer auf die Fantasie und Vorstellungskraft des Drehbuchautors/ Regisseurs an. Dass die nicht der aller Fans des Romans entspricht ist doch nur logisch. Und wenn sich die Vorstellungen doch einmal ähneln, ist es doch umso schöner.

Etwas anderes Thema aber dennoch passend:
Wenn ich ein Buch und den Film dazu sehr oft lese und ansehe, kommt es manchmal vor, dass ich einige Stellen vermische und den ganzen Film darauf warte, dass diese eine Szene endlich kommt. Oder aber ich bin hundertprozentig überzeugt, dass eine Szene im Buch vorkommt und muss beim Nachlesen dann feststellen, dass sie einzig und allein für die Verfilmung erfunden wurde. So verschwimmen beide Medien also auch mal ineinander, was doch sehr amüsant sein kann und ab und zu eine Wette mit sich zieht.

mühlenstadtmami kommentierte am 26. Februar 2015 um 10:07

Ich gehöre ehrlicherweise auch zur Fraktion "Das Buch ist besser als der Film". Die meisten Buch-Verfilmungen haben mich bisher eher enttäuscht. Das liegt glaube ich daran, dass man als Leser des Buches einfach ganz andere Erwartungen an den Film stellt. Ich komme z.B. meist nicht mit den Film-Charakteren zurecht, weil mir bei diesen in vielen Fällen etwas bzw. das gewisse Etwas fehlt, das im Buch einfach besser rüberkam, dadurch dass man einfach viel mehr Zeit mit den Charakteren verbringt und die Charaktere sich im Laufe des Buches ja auch entwickeln. Im Film wird einem dann der "fertige Charakter" einfach vor die Nase gesetzt. Zudem steckt in einem Buch ja auch immer viel eigene Fantasie, weshalb auch Bücher an sich schon von Leser zu Leser unterschiedlich wahrgenommen werden - Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure sind da sicherlich keine Ausnahme;) Daher versuche ich, Buch und Film getrennt voneinander zu sehen, was natürlich nicht immer glückt. 

Madlenchen kommentierte am 26. Februar 2015 um 10:13

Sehr schöner Artikel. :)

Ich gehöre eher zu den Personen, die Buch und Film ganz klar voneinander getrennt betrachten. Das man im Film nicht genau so alles wiedergeben kann wie es im Buch steht, ist für mich einfach logisch. Natürlich liebe ich Bücher meist mehr als ihre Verfilmung, aber das heisst ja nicht das der Film deswegen schlecht ist. :) Bestes Bsp. Harry Potter. Ich vergöttere die Bücher. Ich liebe aber auch die Filme abgöttisch. Sie gehören für mich einfach zu den besten Buchverfilmungen überhaupt. Das nicht jedes kleine Detail enthalten ist stört mich dabei eher weniger. Viele bedenken auch nicht, dass der Film auch Leute ansprechen muss, die das Buch nun mal eben nicht gelesen haben. Da wird halt hier und da ein bisschen was geändert. Man muss einfach damit leben können. Wenn das nicht der Fall ist soll man einfach die Finger vom Film lassen. ;)

Ich fand übrigens die "Hobbit" Filme viel viel spannender und umwerfender als das Buch. Das Buch war einfach stink langweilig. Die Filme dagegen haben gerockt. Dank künstlicher Freiheit von Mister Jackson. :D

Ywikiwi kommentierte am 26. Februar 2015 um 10:32

Die meisten Buchverfilmungen die ich mies finde, fände ich auch mies wenn ich das Buch nicht kennen würde oder es gar keine Buchvorlage gäbe. Ich finde sie einfach schlecht, weil es meiner Meinung nach schlechte Filme sind. ;)

Natürlich kommt es hin und wieder vor, dass ich mich über etwas in der Buchverfilmung aufrege, weil die Szene xy vergessen wurde auf die ich mich so gefreut habe, oder irgendwas blödes hinzugedichtet wurde. Aber das macht nicht den kompletten Film schlecht. Es gibt ja auch Dinge und Szenen über die ich mich in Büchern aufrege.

Trotzdem ist es eine VORLAGE, deswegen finde ich die beiden komplett zu trennen irgendwie auch nicht sinnvoll. Dann braucht man auch kein Buch als Vorlage.

Es gibt auch Buchverfilmungen die gefallen mir viel besser als das Buch, wie zB "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", der Film hat mich ziemlich berührt und ich habe geweint wie ein Baby.. :D beim Buch war das eher nicht so der Fall. 

Miss AveryAnn kommentierte am 26. Februar 2015 um 12:53

Da stimm ich dir zu :-)

wandagreen kommentierte am 26. Februar 2015 um 10:45

Die Verfilmung von "Der Herr der Ringe" ist, wie ich finde, sehr, sehr gut gelungen. Die Romane haben mich dagegen doch eher gelangweilt.

Galladan kommentierte am 26. Februar 2015 um 13:07

Ja, vor allem der erste Band hat ziemliche Längen. Die Verfimung ist aber keine Minute zu lang gewesen.

wandagreen kommentierte am 26. Februar 2015 um 10:47

Bei Harry Potter - man steinige mich nicht - finde ich WEDER Buch NOCH Film gut. Beides langweilt mich unendlich. Gut, die Filme ein bisschen mehr.

bundc kommentierte am 26. Februar 2015 um 11:18

Ging mir genauso...habe das Buch abgebrochen und im Kino bin ich eingeschlafen

schwadronius erwähnte am 26. Februar 2015 um 12:00

zu den büchern kann ich nichts sagen. die las ich nicht. aber bei dem ersten harry potter - film ging es mir wie euch. die anderen danach sah ich nicht mehr.

bookworm kommentierte am 26. Februar 2015 um 14:39

Wieso sollten wir dich steinigen? Es kann ja schließlich nicht jeder ein Harry Potter-Fan sein ;-)

Cocolinchen kommentierte am 26. Februar 2015 um 10:47

Ich denke da ganz genauso. Man darf nicht erwarten, dass die Filmemacher die eigene Fantasie 100%ig treffen. Unmöglich! Ich finde es viel spannender, sich auf eine andere Interpretation oder Umsetzung einzulassen. Natürlich kann einem das die Illusion manchmal ein wenig nehmen.

Doch auch das ist meiner Meinung nach kein Drama. Da gibt es wirklich Schlimmeres! Also locker bleiben! ;-)

milkshake kommentierte am 26. Februar 2015 um 11:00

Ich betrachte auch beide Medien getrennt voneinander, einzig Rahmenhandlung und Charaktere sollten möglichst buchgetreu bleiben. Dass ein Regisseur es nicht hinbekommt, unsere Fantasie zu verfilmen, ist ja selbstverständlich, denn ansonsten sähe es ja in unser aller Köpfe gleich aus! Manchmal kann es auch ganz gut sein, den Regisseuren ihre filmerische Freiheit zu lassen. Im Falle "Beim Leben meiner Schwester" hat sich das sehr gut für mich bewährt und sogar das Ende verbessert..

Mrs. Moriarty kommentierte am 26. Februar 2015 um 11:20

Ich finde es schwierig Buch und Film immer von einander zu trennen. Gerade bei einem Lieblingsbuch hat man einfach eigene Vorstellungen und wenn die der Film nicht einfangen kann ist man enttäuscht. Und ja ich finde das manche Filme durch Veränderungen der Story eine eigentlich gute Geschichte kaputt machen.

Ich finde es z.B immernoch vollkommen überflüssig das im Hobbit Tauriel eingeführt wurde. Die Geschichte um sie finden sogar Leute schlecht die das Buch gar nicht kennen. Überhaupt dieses ganze Aufplustern der Handlung war überflüssig. Und genau deshalb finde ich die Filme auch nicht gut. Man merkt die ganze Zeit das die Handlung unnötig in die Länge gezogen wurde.

Die Schwester der Königin ist auch so ein Beispiel - da verstehe ich die Änderungen aber sowieso nicht. Die sind nämlich zum Teil noch abstruser als die Vorlage es hergegeben hätte - waren aber innerhalb des Buches spannender und interessanter gestaltet. Im Grunde war der Film nur dem Titel nach mit dem Buch verwandt^^

Bei Harry Potter dagegen bin ich insgesamt eigentlich zufrieden und das obwohl z.B Teil vier am extremsten, dort wurde ja die hälfte der Handlung umgedichtet - vieles weggelassen werden musste. Das liegt aber auch daran das mir auch wichtig ist ob z.B die Grundstimmung des Buches getroffen wurde. Nicht immer finde ich es dabei schlimm wenn dann etwas fehlt. Oder zumindest nicht so das ich die Filme nicht trotzdem mögen würde. (Auch wenn ich trotzdem finde das einige Logikfehler dadurch entstanden das bestimmte Erzählstränge nicht verfolgt wurden und man die Bücher meiner Meinung nach kennen sollte um die Zusammenhänge an manchen stellen nicht zu verlieren.) 

Trotzdem ist ein Film natürlich auch immer ein Teil der Interpretation. Ich finde es aber auch vollkommen in Ordnung wenn man die Umsetzung eines Stoffes dann eben einfach nicht gut findet. Zwei verschiedene Medien hin oder her. Wenn man die Handlung kennt erwartet man eben einfach bestimmte Szenen zu sehen, weil man sie selbst für wichtig empfunden hat. Wenn diese dann nicht kommen oder anders als man das aus dem Buch kennt, ist man eben enttäuscht. 

kleine_welle kommentierte am 26. Februar 2015 um 12:10

Ein ganz toller Artikel, der ein wirklich schwieriges Thema behandelt. Ich gehöre auch eher zu der Fraktion "Das Buch ist besser als der Film", aber lasse mich auch gerne mal eines besseren belehren. Habe auch schon Verfilmungen zuerst gesehen und danach mit dem Buch begonnen. Manchmal versteht man dann Szenen im Film besser, aber wenn der Film gut gemacht wurde, ist das Buch dann eine interessante Erweiterung. Ich sehe mir nur nicht gerne Verfilmungen von Büchern an, die ich sehr gerne mag, weil ich mir meine Vorstellung nicht kaputt machen möchte. Andererseits habe ich auch schon Bücher gelesen, wo ich gedacht habe: da würde eine Verfilmung bestimmt toll werden. 

Wie ihr merkt ist das für mich ein sehr zwiespältiges Thema. ;) 

Lerchie kommentierte am 26. Februar 2015 um 12:15

Ich sehe das nicht so eng. Dass ein Film nicht genau nach dem Buch verfilmt werden kann ist logisch. Das hätte dann bei HdR mindestens sechs Filme gegeben, wenn nicht noch mehr und dann wird es langweilig, weil man ja immer wieder auf den nächsten Film warten muss. Ich fand die HdR Verfilmung super, übrigens auch den Hobbit. Im Moment fällt mir eigentlich keine Verfilmung ein, die mir nicht gefallen hätte.

Dass ich trotzdem lieber die Bücher lese, steht auf einem anderen Blatt.

Ich war natürlich nicht in jeder Buchverfilmung!

AddictedToBooks kommentierte am 26. Februar 2015 um 13:06

Ich denke da eigentlich genauso wie du, außer - großes außer - beim Eragon-Film! Wer bitte kommt auf die Idee, zwei superdicke Schmöker in einen kleinen Film zu packen? Das war super enttäuschend, denn es hat inhaltlich so viel gefehlt. Ich finde auch, dass der Film nicht so ganz verständlich war, auch wenn man mal ganz von den Büchern absieht. Ich habe den Film mal zusammen mit meinem Vater angefangen zu sehen, aber haben ihn nach der Zeit wieder ausgeschaltet, da er uns beiden nicht gefallen hat. Mein Vater hat viel nicht verstanden, was ich durch die Bücher zwar wusste, im Film aber gar nicht vorkam. Man musste sich so viel zusammenreimen. Da war ich wirklich sehr enttäuscht, wo ich die Bücher doch so geliebt habe.

Enttäuschend fand ich noch einen anderen Film, dessen Namen mir gerade nicht einfällt. Da ging es im Film um KOMPLETT andere Dinge als im Hörbuch, das hatte eigentlich nicht viel miteinander zu tun, obwohl es eigentlich die Verfilmung des (Hör-)Buches sein sollte.

Aber ansonsten hast du natürlich recht. Danke für deinen tollen Artikel. :)

RoteZora kommentierte am 26. Februar 2015 um 13:34

Ich habe zwei Buchverfilmungen immer als (für mich) positives und negatives Beispiel im Kopf.

Positiv war für mich "Herr der Ringe": Obwohl es gravierende Unterschiede gibt, empfinde ich diese Filme als beste Buchverfilmung! Und das liegt vor allem an den Personen die vor und hinter der Kamera diesen Film entstehen ließen! So grandios, dass ich noch meinen Kindern davon erzählen werde:)

Negativ ist eindeutig "Eragon": Das Buch habe ich mit Begeisterung verschlungen und war dann um so enttäuschter.

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, haben die beiden Verfilmungen wahrscheinlich ein ganz unterschiedliches Budget...

Im Sinne von: Viel hilft viel!?

PhilippmitderUhr klugscheißerte am 26. Februar 2015 um 15:11

Die Trilogie ist auch defintiv unter den besten Filmen überhaupt, da stimmt so ziemlich alles.

Die LotR-Trilogie hatte ein Budget von ca. 200 Mio. US-$, während die Hobbit-Trilogie ca. 560 Mio. US-$ verschlungen hat und erstere ist um längen besser, sowohl filmisch als auch in der Umsetzung der Buch(/Bücher)inhalte.
Für Eragon wurden meine ich mich zu erinnern 100 Mio. $ ausgegeben, stellt man das gegenüber LotR ergibt sich mit 200/3 ca. 66,67 Mio. $ pro Film, also ein Budget 33% darüber, viel hilft also definitv nicht immer viel.
(Man könnte das noch inflationsbereinigen, aber selbst dann wären noch deutliche Unterschiede vorhanden.)

RoteZora kommentierte am 27. Februar 2015 um 08:57

Danke für die Info!

"... erstere ist um längen besser, sowohl filmisch als auch in der Umsetzung der Buch(/Bücher)inhalte."

Dem kann ich nur zustimmen!

wandagreen kommentierte am 26. Februar 2015 um 16:32

Sehr gut fand ich auch die Verfilmung von Günter Grass "Die Blechtrommel". Da habe ich im Nachhinein manches Verwirrende im Buch besser verstanden. Aber Grass ist auch krass.

Ach, "Vom Winde verweht", war eine Enttäuschung . Die Scarlett habe ich mir gaaaanz! anders vorgestellt. Taffer! Und die Rezensionskriege haben ja im Film quasi keine Rolle gespielt. Dagegen war "Die Farbe Lila" toll.

Ja, es ist schwierig. Aber es kommt auf die Reihenfolge an, finde ich. Man kann das Buch lesen und den Film gucken. Es sind zweierlei Genre. Das muss man wissen. Die was miteinander zu tun haben, aber es ist nicht dasselbe.

Was man nicht kann, ist Film gucken und dann Buch lesen. Ich jedenfalls, langweile mich dann.

Dann gab es noch einen französischen Krimi, der toll verfilmt war, wie war das noch gleich? Fluss, rot, düster? Gebirge. Weiss jemand mehr?

 

Patrick A. Geberth kommentierte am 26. Februar 2015 um 16:43

Die purpurnen Flüsse eventuell?

wandagreen kommentierte am 05. März 2015 um 18:12

JA! Danke. Kam einfach nicht mehr drauf. War ein klasse Film. Tolle Atmosphäre!

Streiflicht kommentierte am 26. Februar 2015 um 18:35

ein schöner artikel, vielen lieben dank!

ich schaue mir so gut wie keine verfilmungen an, weil ich immer "angst" hab, dass diese Bilder dann in meinem kopf bleiben und nicht die, die ich beim lesen hatte. außerdem haben mir die wenigen verfilmungen, die ich gesehen hab, meistens gar nicht gefallen

buecherwurm1310 kommentierte am 26. Februar 2015 um 19:11

Ich schaue nicht so oft Filme, wenn ich das Buch schon gelesen habe. Früher war ich meist enttäuscht. Heute trenne ich strikt zwischen Buch und Film und ziehe nicht dauern Vergleiche. Seitdem hält sich Enttäuschung bei Film in Grenzen.

Brocéliande kommentierte am 26. Februar 2015 um 19:26

Vielen Dank, liebe Gizem, für diesen neuen Artikel bzw. Fragestellung hier bei wld ;-)

Wie so viele, fand ich auch (Mitte 70er gelesen und seither gehütet wie einen "Schaaaatz" ;-) die Tolkien-Trilogie HdR: Die Verfilmungen (ja allesamt neueren Datums, ich glaube so während der letzten 10 Jahre einschließlich der aktuellen "Der kleine Hobbit"-Verfilmung - stimme ich den meisten zu, dass ich diese Verfilmungen der Fantasy-Bücher ganz hervorragend fand!

Allerdings stellen sie für mich (vermutlich wegen des genialen Regisseurs) eher die Ausnahme als die Regel: Die Bücher gehören seit Jahrzehnten zu meinen Lieblingsbüchern (ich fand sie absolut nicht langweilig, ganz im Gegenteil) - und im historischen Bereich z.B. gehört "Der Medicus" ebenfalls zu meinen Lieblingsbüchern (in Sachen "KOPFKINO"): Die Verfilmung fand ich dagegen eher mäßig....

Generell ist es schwierig, finde ich, und sehr subjektiv, wie ein Buch und auch der Film dazu beurteilt wird: Das eine ist eben Kopfkino - und das andere ein Meer von Bilderfluten (was mich z.B. fasziniert, ist die Tatsache, dass Jugendliche pro Sek. wesentlich mehr Bilder wohl aufnehmen können als Leute älteren Semesters (wozu ich mich dann langsam zu zählen habe) - die Verarbeitung im Gehirn ist dann wieder eine weitere Frage, die zu diskutieren wäre.... ;-)

Insgesamt glaube ich, dass dies wirklich regisseurabhängig ist - unter diesen gibt es sehr geniale Menschen, die die Stimmung der literarischen Vorlage "rüberbringen" können: Und dann ist nicht nur das Buch, sondern auch die Verfilmung ein "Genuss"...........

Liebe Grüße!

Lily911 kommentierte am 26. Februar 2015 um 19:33

Ein toller Artikel und super die Unterschiede erklärt! Leider ist es unvermeidbar, dass Filme und Bücher gleich gut sind und da wären noch kleine Probleme wie mit der Auswahl der Synchronsprecher usw.

Und ich muss zugeben, dass ich von der Filmung von City of Bones sehr sehr enttäuscht war. Es wurden soo viele wichtige Szenen einfach weggelassen/umgeändert und nicht einmal mehr die Hauptfigur ist wie die aus dem Buch, da ist die Buchvorlage wirklich viel besser, zumal in dem Film sehr viel gespoilert wird, so dass ich doch recht froh war ihn gesehen zu haben, als ich schon City of Lost Souls gelesen habe. ☺

mrscookie2304 kommentierte am 26. Februar 2015 um 23:12

Ich muss sagen, in den meisten Fällen finde ich die Bücher tatsächlich 1000mal besser als die Verfilmungen. Dennoch fiebere ich immer monatelang der Prämiere entgegen und kann es kaum abwarten, meine Romanhelden auf der Leinwand zu sehen. Ich platze quasi vor Neugier.

Entgegen vieler Kritiken, war ich bei der Verfilmung von "Shades of Grey" positiv überrascht. Ana wurde im Film viel taffer dargestellt als im Buch. Auch Christians Charakter war nicht so kühl wie im Vorhinein angenommen. Das hat dem Film viele Bonuspunkte eingespielt.

Auch "Rubinrot" und "Saphirblau" fand ich super. Welche Verfilmungen mich nicht so umgehauen haben, waren "Herr der Diebe" und "Tintenherz".

Hans kommentierte am 27. Februar 2015 um 00:15

Es ist so, das man wenn man ein Buch liest, viel tiefer in eine Person eindringt als es visuell (also filmtechnisch) möglich ist. Man taucht in die Gefühls- und Gedankenwelt einer (oder mehrerer) Personen ein, das ist mit einem Film unmöglich näherzubringen. 
Und überhaupt reichen die 2 Stunden nicht aus um die Gefühle die man beim stundenlangen Lesen hatte ausreichend rüberzubringen.

hobble kommentierte am 27. Februar 2015 um 06:16

Sehr interessante Diskussion

Butterblume7 kommentierte am 27. Februar 2015 um 17:14

Sehr interessanter Beitrag ;-p

Carina kommentierte am 27. Februar 2015 um 08:25

bei "Herr der Ringe" beispielweise fand ich die Filme besser als das Buch, bei dem "Hobbit" ist es genau umgekehrt, grundsätzlich ziehe ich das Buch dem Film vor, da Handlung/Charaktere einfach ausführlicher sind. Es ist aber auch ein Spleen von mir erst die Verfilmung zu gucken, wenn ich das Buch gelesen habe...

Butterblume7 kommentierte am 27. Februar 2015 um 17:13

An Harry Potter musste ich auch sofort denken, als ich den Titel des Artikels gelesen habe. Es wurden so viele wichtige Details und Hintergrundinformationen weggelassen. Buchverfilmungen in zwei Teilen fand ich aber bisher alle nicht gelungen. Bleiben wir bei Harry Potter: 7.1. war furchtbar langatmit und langweilig, ebenso Twilight 4.1. Hier will die Filmindustrie doch nur doppelt Kohle machen. Und wie man ein Buch wie den "Hobbit" auf drei Filme aufteilen konnte, ist mir auch ein Rätsel. Zwei hätten dicke gereicht.

Butterblume7 kommentierte am 27. Februar 2015 um 17:13

An Harry Potter musste ich auch sofort denken, als ich den Titel des Artikels gelesen habe. Es wurden so viele wichtige Details und Hintergrundinformationen weggelassen. Buchverfilmungen in zwei Teilen fand ich aber bisher alle nicht gelungen. Bleiben wir bei Harry Potter: 7.1. war furchtbar langatmit und langweilig, ebenso Twilight 4.1. Hier will die Filmindustrie doch nur doppelt Kohle machen. Und wie man ein Buch wie den "Hobbit" auf drei Filme aufteilen konnte, ist mir auch ein Rätsel. Zwei hätten dicke gereicht.

Seyalilith kommentierte am 27. Februar 2015 um 19:55

Den Beitrag finde ich echt super. Schon seit längerem diskutieren meine Freunde und ich darüber was nun besser ist: das Buch oder der Film dazu. Einigen konnten wir uns bis heute nicht.

Ich selbst stehe da ziemlich neutral zwischen den Fronten, weil ich immer wieder beide Seiten betrachte. Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, aber die gibt es überall.
Bücher entfalten nun mal ihre ganz eigene Atmosphäre und regen die Fantasie des Lesers an, die nun auch mal nicht bei jedem gleich ist. Somit werde ich immer völlig in die Geschichte mit reingezogen und muss mein Köpfchen anstrengen, um mir diese ganze Welt vorzustellen.
Die Filme dagegen geben uns schon die Bilder vor. Manchmal zwar enttäuschend, aber man kann nicht jedem gerecht werden. Dennoch bin ich desöfteren überrascht was man alles aus Büchern machen kann und welch großes Epos damit erschaffen wird (ich denke da nur an "Der Herr der Ringe"). Natürlich ist ein Film auch zum großen Vorteil für die ganzen Nichtleser da. Die kennen dann zwar nur die eine Seite der Geschichte, aber vielleicht werden sie durch den Film dazu angeregt das Buch zu lesen. So ging es mir nämlich auch desöfteren. Ich sah mir einen Film an und dachte dann: "Mhhh irgendwie habe ich den Handlungsstrang nicht ganz verstanden" oder ich wollte noch ein paar Hintergrundinfos haben. Somit habe ich das Buch nach dem Film gelesen, weil ich neugierig geworden bin.

Es gibt so viele gute Filme, die zwar auch nicht mit den Büchern mithalten können, aber in ihrer Eigenständigkeit überaus empfehlenswert sind.
Ich habe auch von Anfang an Harry Potter gelesen und dann sehr gespannt auf die Verfilmungen hingefiebert. Meiner Meinung nach sind sie gut gelungen. Sie bleiben nah am Buch und geben dennoch ihre ganz eigene Atmosphäre wieder.
Wo sich viele drüber streiten ist die Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer" und ich finde sowohl die Buchreihe als auch die Serie genial bisher. Die Bücher habe ich erst nach der ersten Staffel verschlungen und warte gespannt auf die weiteren Staffeln (und die noch ausstehenden Bücher), auch wenn man diese schon als eigenständige Werke bezeichnen kann.

Ich habe bisher nur einen Film, der mich richtig enttäuscht hat im Gegensatz zum Buch: "Die Nebel von Avalon". Ich habe das Buch förmlich in mich aufgesogen und dann entdeckte ich den Film und dachte nur: "So wenig Mühe haben sie sich mit dieser wundervollen Geschichte gegeben...?!"

Ich würde natürlich immernoch ein Buch dem Film vorziehen, um selbst in diese niedergeschriebene Welt einzutauchen, aber ab und zu muss ich mir auch mal die Fantasie von anderen Leuten anschauen ;)

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