Neuvorstellungen

Neue Woche, neue Bücher #32: Frischer Lesestoff!

Die Neuerscheinungen dieser Woche versprechen spannende Stunden in Skandinavien, Berlin und der weiten Welt des Internets. Kommt mit auf Traumreise und verbringt die restlichen Sommerferien zwischen den Seiten eines neuen Buchs.

Welche Geschichte interessiert euch am meisten?

Rache der Orphans

Als "Nowhere Man" wird Evan Smoak von Verbrechern auf der ganzen Welt gefürchtet; für die, die ihn jagen, ist er "Orphan X", ein abtrünniger Regierungskiller mit eigenem Moralkodex. Um seine früheren Taten zu sühnen, nutzt er seine Fähigkeiten nun, um den Verzweifelten zu helfen. Doch Evan wird von seinen ehemaligen Auftraggebern gejagt. Da er bislang immer entkommen konnte, fordern sie ihn nun heraus: Sie attackieren den Menschen, der Evan am meisten bedeutet. Und ihr Plan scheint aufzugehen - denn Evan geht zum Gegenangriff über und schreibt dafür sein geheiligtes 4. Gebot um: Diesmal ist es persönlich.

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Worte, die leuchten wie Sterne

Rev hat immer noch mit den Schatten seiner harten Kindheit zu kämpfen. Aber seine liebevolle neue Familie hilft ihm dabei zu heilen. Emma ist ein Computerfreak und hat selbst ein Online-Spiel entwickelt. Die virtuelle Welt ist wie ihr zweites Zuhause. Doch plötzlich erhält Rev Briefe von seinem leiblichen Vater, der ihm nicht nur seelische Narben zugefügt hat. Und auch Emma erhält beängstigende Nachrichten von einem Online-Troll, der ihr das Leben zur Hölle macht. In dieser schweren Zeit treffen die beiden aufeinander - und fühlen sofort eine besondere Verbindung. Können sie sich gegenseitig helfen, die traumatischen Ereignisse zu überwinden?

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Meeresrauschen und Inselträume

Schon immer war Nina für andere der Fels in der Brandung. Deshalb ist die alleinstehende Arzthelferin auf Blackberry Island gestrandet und arbeitet, wo andere ausspannen - während Mutter und Schwester ihre Träume leben. Nina hat ihrer Familie zuliebe ihre große Liebe und das geplante Medizinstudium aufgegeben. Soll das wirklich alles gewesen sein? Jetzt will Nina endlich Kurs aufs eigene Glück nehmen. Aber sie muss lernen, dass man zuerst loslassen muss, um dem Herzen zu folgen ...

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Die Polizisten

Am Ende eines heißen Sommertags werden die Polizisten Virginie, Aristide und Érik mit einem Sondereinsatz beauftragt: Sie sollen einen Flüchtling, dessen Antrag auf Asyl abgelehnt wurde, zum Flughafen bringen. Schnell begreift Virginie, dass den Mann in seiner Heimat der sichere Tod erwartet. Sie und ihre Kollegen geraten in einen Gewissenskonflikt: Gehorsam leisten oder den eigenen moralischen Instinkten folgen? Die Fahrt nach Roissy wird zu einer schweren Prüfung, aus der keiner der Beteiligten unversehrt hervorgeht, wenngleich jeder andere Konsequenzen für sich daraus zieht. Ein packend erzählter Roman, der einem ungelösten gesellschaftlichen Konflikt ein menschliches Gesicht gibt.

Der Duft des Lebens

"Manchmal ist das, was du findest, nicht das, was du suchst, aber das, was du brauchst." C.M.Bagus Der junge Glasbläser Aviv erhält von dem zwielichtigen Arzt Kaminski den Auftrag, fünfzig Glasfläschchen zu produzieren. Dieser schmiedet den perfiden Plan, Sterbenden die Seelen zu rauben, um sich daraus eine eigene, eine vollkommene zu erschaffen. Seit er herausgefunden hat, warum er zu keiner Art von Liebe fähig ist, beschleicht ihn die Ahnung, die anderen seien mehr als er, mehr Mensch. Doch Aviv deckt die Machenschaften des Arztes auf, und es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod. Wird es ihm gelingen, die in den Fläschchen gefangenen Seelen zu befreien? Die Erkenntnisse, die Aviv bei seinen Entdeckungen sammelt, führen ihn zu einem tieferen Verständnis des Menschseins. Nach ihrem erfolgreichen Debut zeigt Clara Maria Bagus in ihrem neuen Roman wieder mit ungeahnter Tiefe wie jeder aus sich selbst eine Welt hervorbringen kann, in der sich zu leben lohnt. Die Autorin ist eine großartige Erzählerin existentieller menschlicher Fragen.

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Selbstbild mit russischem Klavier

"Früher begann der Tag mit einer Schusswunde" - mit dieser Sammlung kurzer Prosatexte schrieb Wolf Wondratschek sich in den Status eines Kultautors. Als radikaler, liebender, experimenteller Bohemien verfasste er Verse von lakonischer Eleganz. Sein neuer Roman "Selbstbild mit russischem Klavier" ist eine glühende Hommage an die Musik und die Freiheit der Kunst. In einem Wiener Kaffeehaus lernt ein Schriftsteller den alten Russen Suvorin kennen. Suvorin war ein erfolgreicher Pianist, doch das ist lange her. Nun steht er am Ende seines Lebens, will seine Geschichte erzählen. Gebannt hört ihm der Schriftsteller zu, denn in Suvorins Schicksal spiegeln sich ein Wille, eine Energie, die ihm vertraut sind. Und immer geht es ums Ganze: um Freiheit und Rebellion, Schönheit und Verfall, um das von der Kunst geschaffene Unvergängliche. Schon bald bekommt die Begegnung der beiden Männer, die zunächst rein zufällig anmutet, etwas Schicksalhaftes. Ein Roman voll schweifender Sehnsucht, Romantik und echtem Leben aus der Feder eines der großen deutschsprachigen Gegenwartsautoren.

Dein Leben und meins

Märit hat Norrköping über fünfzig Jahre nicht betreten - und keine Sekunde hat sie den Ort, an dem sie in den sechziger Jahren ihre Kindheit verbracht hat, vermisst. An ihrem siebzigsten Geburtstag kehrt Märit nun in ihre Heimatstadt zurück. Hier wurde damals ihr geistig behinderter Bruder Lars in ein Heim gegeben und kam grausam zu Tode. Nie wurde darüber gesprochen. Doch Märit will nicht länger schweigen. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen - und die Bewohner ihrer alten Heimat dazu bringen, es ihr gleich zu tun.

Inferno

Wien 1938: Der Anschluss Österreichs steht kurz bevor. Es ist die Zeit der Pogrome, der Opportunisten, Denunzianten und überzeugten Nazis. In dieser Welt des Umbruchs muss sich die 18-jährige Ursula zurechtfinden und entscheiden, ob sie Teil des aufkommenden Schreckenssystems wird oder Widerstand leistet. Nirgends kann man mehr sicher sein, denn "in Zukunft werden alle Wände Ohren haben und hinter jeder Tür wird einer horchen". Ursulas Bruder versucht die Familie für die Nationalsozialisten zu gewinnen, in ihrer Malerschule haben parteitreue Dozenten das Sagen. Nur ihr Freund scheint ein Hoffnungsschimmer in diesen Zeiten zu sein, in denen nicht nur Ursulas Leben durch all die Bedrohungen zu zerfallen droht. Die atemlose Prosa spiegelt Ursulas innere Zerrissenheit, Verzweiflung und existenziellen Ängste. Zwischen 1946 und 1948 verfasste Mela Hartwig in ihrem Londoner Exil den Roman "Inferno", der nun 70 Jahre später zum ersten Mal erscheint. Es ist bemerkenswert, wie scharfsinnig sich Hartwig unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg mit der NS-Zeit auseinandergesetzt hat.

Die auffällige Merkwürdigkeit des Lebens

Dagens Nyheter Wer kann schon von sich behaupten, einen genialen Atomphysiker als Vater zu haben und eine ungarische Prinzessin als Mutter? Für das echte Leben geschaffen ist Amadeus' ungewöhnliche Familie aber nicht: Die Mutter verschanzt sich mit Migräne hinter der Schlafzimmertür, der Vater rechnet den ganzen Tag, wenn er nicht grad die Fassung verliert. Amadeus übernimmt die Rolle des Erwachsenen und kümmert sich um seine Geschwister. Nur Schäferhund Felix ist sein Verbündeter und das einzige Familienmitglied, das umarmt werden kann - bis er eines Tages eingeschläfert werden muss. Jetzt hat Amadeus nur noch das Schreiben. Kann es ihm helfen, seine Kindheit hinter sich lassen? Jahrzehnte später ist Amadeus Journalist und Vater, er hat eine liebevolle Frau. Doch die Angst davor, nicht zu genügen, begleitet ihn auf Schritt und Tritt. Er wird immer neurotischer, weigert sich schließlich, das Zentrum Stockholms zu verlassen und gefährdet damit seine Ehe. Aber wie soll er sich gegen seine Herkunft zur Wehr setzen? Und wie viel kann man im Leben selbst bestimmen?

Herbstkind

Eine Frau zwischen Tradition und Moderne, Jakarta und Berlin, der Last der Erinnerung und dem Abenteuer der Gegenwart Alles, was in ihrem Leben gut ist, kam für Siri immer im Herbst - beruflicher Erfolg als Künstlerin, der Beginn einer neuen Liebe -, doch auf einmal hält der Herbst etwas anderes für sie bereit. Sie erfährt von ihrer Mutter Amba, dass der Mann, den sie für ihren Vater gehalten hat, nicht ihr leiblicher Vater ist. Diese Nachricht erreicht sie kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag und gerade als es ihr schien, als sei sie angekommen in ihrem Leben als Wanderin zwischen den Welten mit Wurzeln in Indonesien. Um ihr Gleichgewicht wiederzufinden, zieht sie nach Berlin, eine Stadt so vernarbt und widersprüchlich wie sie selbst, und eine Stadt, mit der ihre beiden Väter viel verband. Laksmi Pamuntjak, was es heißt, sich mit allen Facetten seiner Identität auseinandersetzen zu müssen, und wie die Geheimnisse von früher die Zukunft prägen.

Anna

Vier Jahre ist es her, dass der Virus kam und alle Erwachsenen tötete. Mittlerweile gibt es keine Elektrizität mehr, die Wasser- und Lebensmittelvorräte gehen zu Ende. Brände haben gewütet und von einem einst blühenden Sizilien eine gespenstische Wüstenlandschaft hinterlassen. In dieser Welt lebt die dreizehnjährige Anna mit ihrem kleinen Bruder in einem Haus im Wald und versucht mit allen Mitteln, ihn vor den Gefahren des Lebens draußen zu bewahren. Doch Anna weiß: Früher oder später muss sie mit ihrem Bruder ihre alte Welt verlassen, um woanders eine neue zu finden. Anna ist ein von der ersten Seite an fesselnder Abenteuerroman und gleichzeitig eine Parabel auf eine Welt, in der Kinder sich selbst überlassen sind und ohne Vorbilder aufwachsen. Eine Parabel auf das Leben in einer Gesellschaft ohne Zukunftsaussichten. Anna ist aber auch eine Hymne an die Kraft der Liebe. Denn so rettungslos die hier geschilderte Welt erscheint, so hell leuchten in ihr immer wieder Zärtlichkeit und pure Lebensfreude auf. Anna zeigt uns, was Menschen auf sich zu nehmen bereit sind, um zu überleben und die Hoffnung in sich nicht sterben zu lassen. Sie ist eine Heldin, der Ammaniti seine ganze Bewunderung schenkt und mit der der große Autor anknüpft an seinen Welterfolg "Ich habe keine Angst".

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Die Legende vom goldenen Ei

"Wie soll etwas einen Sinn ergeben, wenn wir die Geschichten nicht kennen?" Ein Junge ist mit seinem Großvater durch ein heftiges Leiden verbunden. Vielleicht können die Erzählungen des Großvaters es erklären, Geschichten aus einer Zeit, in der Magie und Aberglaube alltäglich waren, in der Sagenkönige, Zwerge und Moorweiber durch das Land streiften und Menschen mit der Natur in Einklang lebten. Aber auch aus einer Zeit des Hungers und der Pest. Verwurzelt in der Familiengeschichte, handeln diese Sagen von Außenseitern wie dem Maulwurfsfänger Thord und Sten dem Zwerg oder von dessen Tochter Freja. Und von einem Ei, golden und magisch, das die Generationen verbindet. Die heraufbeschworenen Bilder sind oft schmerzhaft, aber sie treffen ins Mark. Mit der "Legende vom goldenen Ei" reiht sich Morten Ramsland einmal mehr in die große Tradition der skandinavischen Märchen- und Sagenerzähler ein: Es ist ein rauer, intensiver Roman über die Wucht des Geschichtenerzählens. Morten Ramsland webt darin einen sprachlich kraftvollen Zauber, der das Leben beschreibt, wie es ist - brutal, ehrlich und wunderschön.

Kommentare

E-möbe kommentierte am 06. August 2018 um 14:25

Nichts Interessantes für mich. Ein Buchpreisanwärter, wie mir scheint.

Brocéliande kommentierte am 06. August 2018 um 15:00

Das letzte Buch - "Die Legende vom Goldenen Ei" hört sich gut an - kommt auf die Merkliste.

Vielen Dank für die Neuvorstellungen hier, liebe Sabine - trotz wüster Hitze!

katzenminze kommentierte am 06. August 2018 um 16:22

"Dein Leben uns meins" hört sich gut an und "Die Legende von goldenen Ei". Wunschliste. Kann aber bei der Hitze gerade eh kaum lesen...

LySch kommentierte am 16. August 2018 um 10:16

"Die Legende vo goldenen Ei" kommt auch auf meine Wunschliste! ) Das klingt totaaal schön! 

"Anna" find ich auch spannend....muss aber nicht unbedingt sein. 

Kochbuch-Junkie kommentierte am 06. August 2018 um 18:43

Meeresrauschen und Inselträume klingt schön nach Sommer, sonst ist aber nichts für mich dabei.

hobble kommentierte am 07. August 2018 um 06:15

Für mich nichts dabei

Runar RavenDark kommentierte am 08. August 2018 um 06:11

Dieses Mal ist nix dabei für mich...

Salome kommentierte am 08. August 2018 um 07:31

ein paar Sachen hören sich interessant an, aber so richtig nichts in "meinem Stil"

Svanvithe kommentierte am 08. August 2018 um 10:23

"Anna" habe ich bereits gelesen. Mit "Der Duft des Lebens" werde ich zum Lesemarathon beginnen.

Auf meiner Wunschliste stehen nun:

  • Dein Leben uns meins
  • Inferno
  • Die auffällige Merkwürdigkeit des Lebens
  • Die Legende vom goldenen Ei

naibenak kommentierte am 08. August 2018 um 11:47

"Die Polizisten" interessiert mich... und "Die Legende vom goldenen Ei" klingt magisch^^

Bücherteufelchen7000 kommentierte am 08. August 2018 um 23:56

"Die auffällige Merkwürdigkeit des Lebens" würde ich sofort mit nach Hause nehmen.

Auch ich finde es klasse, dass trotz dieses Sahara-Wetters so interessante Bücher vorgestellt werden.

Debbie kommentierte am 11. August 2018 um 02:07

Zum Glück nichts dabei was mich interessiert:)

sphere kommentierte am 12. August 2018 um 00:23

Gregg Hurwitz ist mein Krimi Favorit, und der erste Teil der Orphans hat mir sehr gut gefallen. Wenn ich mich nicht irre, ist das bereits der dritte Teil, da freue ich mich auf zwei weitere gute Bücher :)

Buchstabensucht kommentierte am 12. August 2018 um 18:50

Selbstbild mit russischem Klavier und Die Legende vom goldenen Ei kommen auf meine Wunschliste.

evafl kommentierte am 14. August 2018 um 09:28

Diesmal ist nichts für mich dabei. "Der Duft des Lebens" habe ich schon gelesen, das hat mich sehr begeistert. :) 
Gerade lese ich "Zwei unter einem Schirm", nachdem ich "Vier. Zwei. Eins." eben ausgelesen habe. :)