Neuvorstellungen

Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2019 - Bücher aus Norwegen

"Der Traum in uns" - Erkundung der norwegischen Literaturlandschaft

Norwegen ist in diesem Jahr Ehrengast der Frankfurter Buchmesse und präsentiert sein facettenreiches Literaturprogramm. Zu diesem Anlass möchten wir euch zwanzig ausgewählte Bücher des Landes genauer vorstellen.

Literarisch hat Norwegen einiges zu bieten: Nicht nur bekannte Autoren und Autorinnen wie Jostein Gaarder, Maja Lunde, Karl Ove Knausgård und Jo Nesbø oder die drei Literaturnobelpreisträger Bjørnstjerne Bjørnson, Knut Hamsun und Sigrid Undstet sind Aushängeschilder für die norwegische Literaturlandschaft. Eine Besonderheit ist vor allem das einzigartige Literatursystem, das sich durch die Buchpreisbindung, die Abnahmeregelung neuer Bücher sowie die Befreiung gedruckter Bücher von der Mehrwertsteuer auszeichnet. Dabei ist besonders die Abnahmeregelung neuer Bücher ein Schlüsselfaktor für Norwegens reiche und vielfältige Buchlandschaft: Der staatlich finanzierte Kulturrat kauft dabei jährlich 550 bis 1.500 Exemplare aus einer Liste von etwa 600 Neuerscheinungen an und teilt sie öffentlichen Bibliotheken im ganzen Land zu. So wird nicht nur sichergestellt, dass stets neue norwegische Bücher veröffentlicht und die Einnahmen der Autoren gesteigert werden, sondern darüber hinaus auch der öffentliche Zugang zu diesen Werken.

Neben dieser Besonderheit muss allerdings auch die faszinierende Sprachlandschaft in Norwegen erwähnt werden. Wusstet ihr beispielsweise, dass die norwegische Schriftsprache zwei offizielle Standartvarianten, Bokmål und Nynorsk, hat? Oder dass es zehn verschiedene samische Sprachen (Die Sámi sind ein indigenes Volk, deren Sprachgebiet sich von Skandinavien bis Russland erstreckt) in Norwegen gibt, die sich teils sehr stark voneinander unterscheiden? Da das Samische noch dazu eine sehr reiche Sprache ist, wenn es um die Natur und die Tierwelt geht (es gibt beispielsweise mehrere Hundert unterschiedliche Ausdrücke für Schnee und Eis!), ist auch die samische Literatur einzigartig.

Das Motto des Ehrengastes lautet in diesem Jahr „Der Traum in uns“. Die Worte stammen aus einem Gedicht von Olav H. Hauge (1908—1994); dort heißt es: „Das ist der Traum (...) daß wir in einer Morgenstunde gleiten in eine Bucht, um die wir nicht wußten.“ Und genau dazu möchte uns der Ehrengast einladen: die literarische Landschaft Norwegens zu entdecken und Neuem mit Neugier und offenem Herzen zu begegnen.

Habt ihr Norwegen schon einmal bereist? Weckt eines der vorgestellten Bücher euer besonderes Interesse oder könnt ihr weitere norwegische Titel empfehlen?

© shutterstock / Andrey Armyagov

Männer in meiner Lage

Männer in meiner Lage - Per Petterson

Keiner schreibt über private Katastrophen so diskret und behutsam wie Per Petterson - sein bestes Buch nach "Pferde stehlen"

Arvid Jansens Ehe ist gescheitert, seine Frau mit den drei Töchtern auf und davon. Sie findet neue Freunde, er nennt sie nur "die Farbenfrohen", und er bleibt allein. Auch seine Kinder entgleiten ihm immer mehr. Arvids Weg führt steil nach unten, er scheitert als Mann, als Vater, bis er wieder zu sich kommt und seine Verantwortung für die große Tochter erkennt, die am meisten unter der Scheidung leidet. Wenn Per Petterson die Konflikte und den existentiellen Schmerz dieses Mannes beschreibt, entsteht große Literatur voll Melancholie und Zärtlichkeit.

Rezensionen zu diesem Buch von:

Durch die Nacht

Durch die Nacht - Stig Sæterbakken

"Einer der wichtigsten Autoren meiner Generation" Karl Ove Knausgård

Karl Meyer ist Zahnarzt und führt ein durch und durch bürgerliches Leben. Doch als sein erst achtzehnjähriger Sohn Ole-Jakob Suizid begeht, droht es die Familie zu zerreißen. Karls Frau Eva steht unter Schock, die Tochter Stine verstummt. Auch Karl ist in seiner Trauer gefangen. Er denkt zurück an sein Kind, vor allem aber an das, was die Familie schon vor dessen Tod auf eine Belastungsprobe stellte: Karls Liebschaft mit der deutlich jüngeren Mona. Ist es diese Affäre, die Ole-Jakob in den Tod getrieben hat? Die Schuldfrage steht im Raum - und Karl läuft davon. Er begibt sich auf eine Reise in die Slowakei. Dort hofft er, Erlösung zu finden: in einem Haus, in dem man, so heißt es, mit seinen tiefsten Ängsten konfrontiert wird - und das man entweder gebrochen oder geheilt verlässt.

'Durch die Nacht' ist die Anatomie eines Trauerprozesses und ein Buch, das unter die Haut geht. Stig Sæterbakken schont seine Leser nicht. Dieser so dringlich erzählte Roman schildert die Abgründe, die in uns allen lauern, und wie leicht wir die verletzen, die uns nahe stehen.

Rezensionen zu diesem Buch von:

Die kennen keine Trauer

Die kennen keine Trauer - Bjarte Breiteig

Nach seinem beeindruckenden Roman "Meine fünf Jahre als Vater" (Luftschacht 2016) zeigen wir Bjarte Breiteig erneut in seiner Meisterschaft als Autor minimalistischer Erzählkunst. In "Die kennen keine Trauer" (Surrogater, 2000) - in Norwegen sein zweiter von drei Erzählbänden - liefert Breiteig in sieben Geschichten scheinbar leicht hingeworfene Skizzen und Ausschnitte aus brüchigen Lebenswelten: pubertierende Knaben, die sich an der Schule einer plötzlichen und unerklärt bleibenden Zerstörungswut hingeben; ein kranker, alternder Industriearbeiter, der an seinem letzten Arbeitstag in den Duschräumen der Firma zusammenbricht; der Vater, der mit seinem Jungen in das Haus seiner Eltern zurückkehrt, das vol-ler Erinnerungen an den toten Bruder steckt; der junge Mann, der über eine Trennung nicht hinwegkommt, seine Mutter darüber belügt und eine merkwürdige Online-Bekanntschaft eingeht: Es sind stille und intensive Figuren, die Breiteig in seinen Texten zeichnet, er erzählt von (zerbrochenen oder zerbrechenden) Beziehungen, die von Scham und Schuld-gefühlen, Sehnsüchten und Misserfolgen geprägt sind. Und so, wie all diese Menschen ihre Verletzungen und Enttäuschungen hinter ihrer Sprachlosigkeit verborgen halten, liegt der Bedeutungshorizont bei Breiteigs Geschichten meist zwischen den Zeilen.

Rezensionen zu diesem Buch von:

Max, Mischa und die Tet-Offensive

Max, Mischa und die Tet-Offensive - Johan Harstad

Max Hansen wächst in Norwegen auf. Genauer: im Stavanger der 80er Jahre, wo die Väter für Monate auf Ölplattformen verschwinden, während die Kinder im Märchenwald Vietnamkrieg spielen. Ein Idyll - bis Max' Familie in die USA emigriert.
Während der Vater nun von Long Island aus um die ganze Welt fliegt und so selten zu Hause ist, dass die Ehe der Eltern daran zu zerbrechen droht, rücken Max und seine ebenso einsame Mutter näher zusammen. Bis Mordecai kommt, der zunächst Max' bester Freund und später ein bekannter Schauspieler wird. Er macht ihn auch mit Mischa bekannt, einer sieben Jahre älteren bildenden Künstlerin. Max und Mischa verlieben sich ineinander. Sie ist es auch, die Max anstiftet, sich auf die Suche nach seinem geheimnisvollen Onkel zu machen, einem Vietnam-Kriegsveteranen, mit dem sein Vater vor langer Zeit gebrochen hat. Sie finden ihn im Apthorp-Building in Manhattan und ziehen schon bald bei ihm ein. Die unkonventionelle WG, in der man einander mit Großmut und Verständnis begegnet, wird zum Epizentrum des Lebens von Max, Mischa, Mordecai und Onkel Owen. Für einen Moment scheint es, als hätte Max ein Zuhause gefunden...
"Max, Mischa und die Tet-Offensive" ist ein weltumspannender Roman darüber, dass Heimat vor allem in uns ist und Familie eine Frage der Interpretation. Vor allem aber erzählt Johan Harstad eine Geschichte über Haltung, Aufrichtigkeit, Freundschaft und Mädchen, die der Schauspielerin Shelley Duvall ähneln - und wie sehr man sie lieben kann.

T. Singer

T. Singer - Dag Solstad

Singer ist vierunddreißig und hat gerade die Ausbildung zum Bibliothekar abgeschlossen, als er mit dem Zug in der
Kleinstadt Notodden ankommt, um ein neues Leben zu beginnen. Er verliebt sich in Merete, eine Töpferin, und zieht mit ihr und ihrer kleinen Tochter zusammen. Im Lauf der Jahre beginnt die Beziehung zu bröckeln. Und gerade als sich das Paar scheiden lassen will, nimmt Singers Schicksal durch einen Autounfall eine unerwartete Wendung.

Bergeners

Bergeners ist eine ungewöhnliche Liebeserklärung an den zwischen Bergen und Fjorden gelegenen Heimatort Tomas Espedals. Die Erzählung beginnt im extravaganten The Standard Hotel in New York und endet im Berliner Askanischen Hof, denn immer wieder versucht Tomas zu fliehen: vor dem Trubel um seine Person nach dem Erscheinen von Knausgårds Büchern, vor der Einsamkeit, nachdem seine Freundin ihn verließ, vor sich selbst. Jedes Mal kehrt er aber zurück zu dem Ort seiner Kindheit, dem Ort, der seine Erinnerungen konserviert. Meist sind es Erinnerungen an die Frauen,die der Autor einst liebte. So intim, so unmittelbar wie noch nie, erzählt er seinen Nächsten - und damit uns - von seinem wilden und poetischen Leben.

»Es gibt in diesem Buch fesselnde Passagen, solche, die ungeschützt sind und unmittelbar und dabei doch hochliterarisch, [...] fabelhaft lakonisch von Hinrich Schmidt-Henkel ins Deutsche gebracht.«
– Urlich Rüdenauer, Stuttgarter Zeitung

»Tomas Espedal versteht es meisterlich, in verknappter und verdichteter Form die eigene Existenz als Material zu nutzen. Nicht, um darin zu versinken oder sich darin zu suhlen, sondern um Erkenntnisse aus deren Abgründigkeit und Unfassbarkeit hervorzutreiben.«
– Angela Gutzeit, Deutschlandfunk

»[Tomas Espedal ist] der Camus Norwegens«
– René Hamann, Neues Deutschland

»Tomas Espedal mag schmale Bücher schreiben und mit wenigen Sätzen auskommen. Literarisch ist er ein Schwergewicht.«
– Christian Mückl, Nürnberger Zeitung

Aus den Winterarchiven

Aus den Winterarchiven - Merethe Lindstroem

Merethe ist mit ihrer Familie aufs Land gezogen. Hier, am Rand eines Waldes, zwischen endlosen Tagen und Nächten ohne Schlaf, schreibt sie an ihrer Erzählung über Mats, mit dem sie zusammenlebt. Sie erzählt von einer Liebe, die alles in den Schatten stellt. Von der Nähe zu einem Menschen, der nur selten den Wunsch verspürt zu leben. Von der Angst, sich selbst zu verlieren, von der aber noch größeren Bedrohung, den zu verlieren, den sie liebt. Darüber, trotzdem weiterzumachen. Zu leben, zu lieben. Sie will verstehen, und so schreibt sie in immer enger werdenden Kreisen, während die Welt in Kälte und Eis erstarrt. Bis der Winter langsam dem Frühling weicht. Aus den Winterarchiven ist ein sehr eindringlicher, sehr persönlicher Roman. In glasklaren Bildern beschreibt Merethe Lindstrøm das Leben zweier Menschen, die sich in einer existenziellen Not und Hilflosigkeit gegenüber dem Leben befinden.

Das Eis-Schloss

Das Eis-Schloss - Tarjei Vesaas

Tarjei Vesaas (1897-1970) schuf mit "Das Eis-Schloss" einen dichten Roman, der sich unvergesslich ins Gedächtnis brennt. Darin erzählt er die Geschichte von zwei elfjährigen Mädchen, Siss und Unn. Unn kommt als Waise zu ihrer Tante in ein Dorf auf dem norwegischen Land und bringt mit ihrer Verstummtheit nach dem Verlust der Eltern das Gefüge der kleinen Gemeinschaft kaum merklich aus dem Gleichgewicht. Siss fühlt sich zu ihr hingezogen, die Mädchen freunden sich an - bis Unn plötzlich verschwunden ist. Ein eisgefrorener Wasserfall im Fluss mit glitzernden Türmchen und durchsichtigen Kammern, den die Kinder "Eis-Schloss" nennen, hat sie auf fatale Weise angezogen. Siss muss mit dem Verlust und ihrer Einsamkeit zurechtkommen und zieht sich in sich zurück. Wie gelingt es ihr, diese Vereisung aufzutauen und wieder Teil der Dorf- und Schulgemeinschaft zu werden?

Neben der berührenden Geschichte ist es vor allem die Sprache, die den Leser in den Roman hinein und zu den Figuren hin zieht und seinen Atem stocken lässt. Schneidende, eisklare Sätze, poetische Bilder von mitreißender Kraft, die sich einer eindeutig entschlüsselnden Lesart entziehen. In der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel funkeln die Sätze in diskreter Präzision, wie in Eis gekratzt, und können von allen Seiten betrachtet werden, ohne sich durchdringen zu lassen - der Roman behält manche Geheimnisse für sich. "Das Eis-Schloss" ist eine virtuose Studie existenzieller Einsamkeit und der Sehnsucht nach menschlicher Nähe und Verbindung, aber gleichzeitig ist es auch ein formal bezwingendes Sprachkunstwerk von enorm suggestiver Kraft.

Elternteile

Elternteile - Monica Isakstuen

Dies ist kein Wettbewerb. Aber ich will ihn gewinnen.

Eine kleine Familie zerbricht. Karen und ihr Ex-Mann bemühen sich, alles vernünftig und einvernehmlich zu regeln - auch die Erziehung der dreijährigen Tochter Anna. Eine Woche ist das Kind bei seinem Vater, eine Woche bei Karen. Karen kämpft nun an allen Fronten: gegen die Erwartungen der Gesellschaft, die gut gemeinten Ratschläge von Freunden, die Vorwürfe ihrer eigenen Mutter - doch vor allem kämpft sie gegen sich selbst. Denn was ist sie für eine Mutter, wenn Anna bei ihrem Vater ist?

Authentisch und einfühlsam gibt Elternteile einem Tabu eine Stimme und seinen ganz eigenen Platz in der Literatur.

"Der beste Roman zum Thema Trennung, den ich je gelesen habe. Ein trauriges und gleichzeitig humorvolles Buch über Gefühle, die wir uns oft verbieten." Aftonbladet, Schweden

Rezensionen zu diesem Buch von:

Nicht mit mir

"Meisterliche Erkundungen männlicher Gefühlswelten und Seelenlagen." Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk

Früher waren Jim und Tommy unzertrennlich. Jim, der Gymnasiast, wuchs bei seiner frommen Mutter ziemlich wohlbehütet auf. Tommy lebte bei einem Pflegevater und arbeitete in der Sägemühle. Nun treffen sie einander nach über dreißig Jahren wieder: Tommy hat es in der Finanzbranche zu Wohlstand gebracht, aber der Job ist ihm zuwider. Jim ist Bibliothekar geworden, seit einem Jahr jedoch ist er krankgeschrieben und angelt am Fluss. In unvergesslichen Szenen schildert Petterson die Freundschaft der beiden Männer, ihre Frauen, ihre Einsamkeit, ihre Wut und ihren Trotz. Wie kein anderer erzählt der vielfach ausgezeichnete Autor aus Norwegen vom ganz Alltäglichen auf ganz ungewöhnliche Weise.

Was helfen könnte

Was helfen könnte - Mona Høvring

Als die Mutter ins Wasser geht und nicht zurückkehrt, ist Laura in der ersten Klasse. Ihr Leben in einer kleinen norwegischen Stadt am Meer mit dem älteren Bruder und dem unnahbaren Vater ist fortan ein Suchen nach etwas, das helfen könnte, diesen Verlust zu verschmerzen. Mit großer Intensität und Klarheit erzählt Mona Høvring in sinnlich-zarten Szenen von der Freundschaft mit Marie, vom Gärtner Andreas und seiner Frau Johanna, die Laura zugleich Verwurzelung und Weltoffenheit vorleben, von ihrer erwachenden Sexualität, dem erotischen Erlebnis mit der deutlich älteren, eleganten Vivian Koller, die eines Tages in der verschlafenen Stadt auftaucht, und der Beziehung zum gleichaltrigen Peter. Jede dieser Begegnungen birgt die Möglichkeit, etwas von dem zu fassen, was so schwer fassbar ist, und dem Leben ein Stück näher zu kommen. Allgegenwärtig dabei ist das Meer, das Gefahr und Chance zugleich ist - und der Inbegriff von Lauras Wunsch, sich freizuschwimmen und getragen zu sein. Einfühlsam beschreibt Mona Høvring Lauras Weg und zeigt Berührungspunkte auf, an denen Lebensmut entstehen kann. Ein überzeugendes Debüt, das den späteren Erfolg der Autorin bereits erahnen lässt.

"Ein unglaublich schönes kleines Buch ... es ähnelt Françoise Sagans Debütroman 'Bonjour Tristesse'."
ELLE (Dänemark)

Die Glocke im See

Die Glocke im See - Lars Mytting

Norwegen im Jahr 1880, in einem dunklen und abgeschiedenen Tal: Die junge, wissbegierige Astrid ist anders als die übrigen Mädchen im Dorf. Sie träumt von einem Leben, das aus mehr besteht als Heiraten, Kinderkriegen und am Ende bei der Feldarbeit Sterben. Sehnt sie sich nach einem Leben mit dem jungen Pastor Kai Schweigaard? Oder entscheidet sie sich für das Neue, Unberechenbare?

Kai Schweigaard hat soeben die kleine Pfarrei mit der 700 Jahre alten Stabkirche in Butangen übernommen. Die würde er gerne abreißen und durch eine modernere, größere Kirche ersetzen. Er hat auch schon Kontakt zur Kunstakademie in Dresden aufgenommen, die ihren begabten Architekturstudenten Gerhard Schönauer schickt, der den Abtransport der Kirche nach Dresden und den Aufbau dort überwachen soll. Astrid rebelliert, denn mit der Kirche würden auch die beiden Glocken verschwinden, die einer ihrer Vorfahren einst der Kirche gestiftet hat. Man sagt ihnen übernatürliche Kräfte nach und dass sie von selbst läuten, wenn ein Unglück bevorsteht.
Astrid verliebt sich in diesen Gerhard. Er ist so anders als die jungen Männer in Butangen. Modern, weltoffen, elegant. Astrid muss sich entscheiden. Wählt sie die Heimat und den Pfarrer oder den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft in Deutschland. Da hört sie auf einmal die Glocken läuten ...

Rezensionen zu diesem Buch von:

Das Lied vom roten Rubin

Das Lied vom roten Rubin - Agnar Mykle

Eine bewegende Geschichte über Enttäuschungen, Schuldgefühle und das Erwachsenwerden, die kurz nach Erscheinen in Norwegen wegen expliziter Sexszenen verboten wurde.

Nach seiner Zeit als Lehrer in Nordnorwegen beginnt Ask Burlefot mit Anfang 20 sein Studium an der Universität in Bergen. Er trifft viele Frauen, verliebt sich jedoch erst zum Ende der Handlung. Er ist aktiv in der Arbeiterbewegung, äußert sich aber zunehmend kritisch zu deren Ideen. Sein ständiger Begleiter ist die Angst vor dem Scheitern und besonders zu Beginn die Unsicherheit gegenüber Frauen.

Einer der größten Klassiker der norwegischen Literatur in Neuübersetzung

Einer von uns

Wie konnte sich Anders Breivik, der im wohlhabenden Westen aufwuchs, zu einem perfiden Terroristen entwickeln? Åsne Seierstads ausgezeichnetes Buch ist gleichzeitig psychologische Studie und literarisches True Crime, gleichzeitig Würdigung der Opfer und eine messerscharfe Analyse einer Tat, die sich jederzeit und überall wiederholen könnte.

»Das ist die große Kunst von Seierstad, die Wirklichkeit literarisch zu erzählen.« Rheinische Post

»Das Buch entwickelt einen gewaltigen Sog.« Die Presse

»Ihr Buch ist wie ein Faustschlag in die Magengrube.« MDR

»Einer von uns ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Macht, die Worte haben können.« ZDF

»Einer von uns heißt ihr Bestseller, der tiefe Einblicke in die Psyche des Täters gewährt und die genaue Planung Breiviks beschreibt. Der Titel steht stellvertretend für Breiviks grenzenlosen Wunsch nach Anerkennung, der ihm sein Leben lang verwehrt blieb.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Er (Anders Behring Breivik) hat sie, nach Knausgårds These, nicht nur getötet, er hat Ihnen alles Menschliche nehmen wollen. Åsne Seierstad hat aus ihnen, aus den weißen Punkten am Inselufer, wieder Menschen gemacht.« Süddeutsche Zeitung

»Einer von uns ist vielleicht eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit.« Deutschlandradio Kultur

»Einer von uns ist vielleicht eines der besten Bücher dieses Jahres. Ganz sicher aber ist es das grausamste.« Das Magazin

»Was dieses Buch zu einem Meisterstück literarischer Reportage macht, ist aber etwas anderes: Es nimmt sich wirklich Zeit, die Geschichten der Opfer zu erzählen.« Literarische WELT

Rezensionen zu diesem Buch von:

Mittwoch also

Mittwoch also - Lotta Elstad

Jung, ledig, selbstbestimmt - und ungewollt schwanger.
Hedda ist nach einem One-Night-Stand ungewollt schwanger und möchte schnellstmöglich abtreiben. Doch sie hat die Rechnung ohne das norwegische Gesundheitssystem gemacht, das eine mehrtägige Bedenkzeit vorsieht. Und die setzt ihr unerwartet zu ...
Die 33-jährige Hedda, Journalistin in Oslo, hat eine Lebenskrise: Ihr wird gekündigt, und ihre Langzeitaffäre (und heimliche große Liebe) Lukas macht Schluss mit ihr. Sie wählt die große Geste und bricht zu einer Irrfahrt quer durch Europa auf, die mit einem Fast-Flugzeugabsturz über Sarajewo beginnt und mit einem One-Night-Stand mit dem Aussteiger Milo in Berlin endet. Zurück in Oslo stellt sie fest, dass sie ungewollt schwanger ist. Sie ist sich sicher, dass sie das Kind nicht behalten und eine schnelle Abtreibung möchte. Doch gar so einfach macht man es ihr nicht, denn der Arzt eröffnet ihr, dass sie zunächst eine mehrtägige Bedenkzeit einhalten muss. Und diese bringt Hedda ins Grübeln.
Lotta Elstad gelingt ein ungewöhnlicher, sehr unaufgeregter, sehr heutiger Blick auf einen wichtigen Aspekt weiblicher Selbstbestimmung, und sie schafft eine toughe, unabhängige Protagonistin mit bissigem Humor, der unsere Sympathien jederzeit sicher sind.

Rezensionen zu diesem Buch von:

Eine moderne Familie

Eine moderne Familie - Helga Flatland

Eine ganz normale norwegische Familie: Mama, Papa, die erwachsenen Kinder Liv, Ellen und Håkon und die Enkel Agnar und Hedda. Alle gehen ihren interessanten Berufen nach, verstehen sich gut. Feiern gemeinsam die Feste des Jahres. Treffen sich sonntags mit ihren zum Teil wechselnden Partnern zum Essen bei den Eltern. Im Sommer verbringt man Zeit in der Familien-Hütte in den Bergen.

Und dann das: Am siebzigsten Geburtstag von Papa verkünden die Eltern, daß sie sich scheiden lassen wollen. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Wie in einem Mikado-Spiel, bei dem ein herausgezogenes Stäbchen die Balance zum Einsturz bringen kann, bricht die Familienidylle zusammen, es gibt scheinbar keinen sicheren Boden mehr. Auch das Leben der Kinder gerät in profunde Unordnung. Erzählt wird diese spannende Geschichte über die Untiefen des Familienlebens abwechselnd von Liv, Ellen und Håkon. Durch diesen Kunstgriff gewinnt der Roman einen einzigartigen Perspektivenreichtum und zeichnet konturscharf das Bild moderner Menschen und ihrer Kämpfe, Verletzungen und Träume.

Geschichte einer Ehe

Geschichte einer Ehe - Geir Gulliksen

Dies ist die Geschichte einer Ehe. Und einer großen Liebe. Es geht um eine Frau und einen Mann, die sich ein Leben teilen, es ist ein gutes. Sie führen eine moderne Beziehung. Sie sind glücklich miteinander. Jedenfalls für lange Zeit. Dann plötzlich bricht alles auseinander. Warum? Was ist geschehen? Der Mann in diesem Roman sucht Antworten. Was muss passieren, dass zwei, die einander liebten, nicht mehr miteinander reden, leben, schlafen können? Was ist schiefgelaufen, vor allem aber: wie hat sie es, die Frau gesehen?

Rezensionen zu diesem Buch von:

Amundsens letzte Reise

Amundsens letzte Reise - Monica Kristensen

Am 18. Juni 1928 besteigt Roald Amundsen in Tromsö ein französisches Flugboot, eine Latham 47, mit Ziel Spitzbergen. Der Bezwinger des Südpols und norwegische Nationalheld macht sich auf, den italienischen Polarforscher Umberto Nobile zu retten, mit dem er zwei Jahre zuvor in einer spektakulären Fahrt den Nordpol angeflogen hatte. Nobiles Luftschiff ist bei einer neuerlichen Arktis-Expedition abgestürzt, seit Tagen treiben er und ein Teil seiner Mannschaft hilflos auf einer Eisscholle. Nobile wird einige Zeit später gerettet - jedoch nicht von Amundsen: Gegen 18.00 Uhr geht an jenem Tag ein Funkspruch von der Latham 47 ein - es sind die letzten Lebenszeichen Amundsens und der Crew. Bis heute fehlt jede Spur von ihnen. Was ist damals tatsächlich passiert? Warum musste ein Mann sterben, der als besonnen und überaus gründlich galt? Wusste er, welches Risiko er einging?

Basierend auf zum Teil bisher unveröffentlichten Quellen zeichnet die norwegische Polarforscherin und Schriftstellerin Monica Kristensen ein ebenso bewegendes wie scharfsichtiges Porträt Amundsens und erzählt zugleich eine höchst dramatische und unglaubliche Geschichte aus dem ewigen Eis.

Rezensionen zu diesem Buch von:

Das Grabenereignismysterium

"Das Grabenereignismysterium" ist eine Satire auf Norwegen und das Norwegischsein. Wild, skurril und böse - "ein Buch, das sich kein Norweger wünscht, wir aber alle verdienen", heißt es in der Tageszeitung Dagens Næringsliv.

Mit einem Auftrag für das norwegische Kulturministerium beginnt Tomas Olsen Mybråtens Übel und Abstieg. Er soll ein Gutachten über Denkmäler verfassen, aber bereits während seiner Reisen durch das Land entbrennt in ihm ein ur-norwegisches Thema: der Konflikt zwischen dem unabhängigen Individuum und der Gesellschaft des kollektiven Miteinanders. Sein Unbehagen wird weiter geschürt, denn die Denkmäler sind zu touristischen Attraktionen verkommen. Als der Geistesmensch und Eigenbrötler Tomas der Kulturministerin seine Ergebnisse vorstellt, wird das für beide ein einziges Desaster. Karrieren sind ruiniert. Tomas wird als Nestbeschmutzer gebrandmarkt, eine Persona non grata, die nur noch in Spelunken Zufluchtsorte findet. Der bewusste Rückzug auf den Elternhof und in die Natur soll seinem Leben eine Wende bringen. Mit seiner Freundin Helene und seinem geistig behinderten Bruder Bjørnar beginnt ein neuer Abschnitt - der tiefste Abgründe des Tomas Olsen Myrbråten an die Oberfläche befördert.

Ein Flüchtling kreuzt seine Spur

Ein Flüchtling kreuzt seine Spur - Aksel Sandemose

Aksel Sandemose (1899-1965) hat sich mit "Ein Flüchtling kreuzt seine Spur" fest in die Literaturgeschichte Skandinaviens eingeschrieben; "Jantes Gesetz", das bis heute für die skandinavische Mentalität steht, als Mahnung für die gesellschaftliche Gleichheit und gegen die Selbstüberschätzung, stammt daraus. Es ist ein Entwicklungsroman über Sandemoses Alter Ego Espen Arnakke, doch auch gleichzeitig ein großer Gesellschaftsroman über das ländliche Skandinavien. Aksel Sandemose lässt seinen Protagonisten erzählen, wie er vermeintlich zum Mörder wurde. Er geht ins Detail, holt psychologisch in früheste Kindheit aus, und entwirft mit einer Fülle an Beobachtungen, Reflexionen und Anekdoten aus dem fiktiven Ort Jante ein Panorama von kleingeistiger, beklemmender Gemeinschaft an der Schwelle ins 20. Jahrhundert.

Aksel Sandemose steckte all seine Wut, seine Verzweiflung über andere und sich selbst und seinen unbändigen Freiheitsdrang in diesen Roman. Er spottet, beleidigt, empört sich, deutet, verurteilt - gnadenlos mit sich und anderen, aber auch erstaunlich klar auf den Grund der Dinge dringend. Gabriele Haefs findet in ihrer Übersetzung einen Ton, der das Geschehen jederzeit im Griff hat. Sie lotet die Ambivalenzen der zwischen Selbsterhöhung und Scham schwankenden Sprache des Adoleszenten aus, die psychologischen Abgründe und auch den kommentierenden Schriftsteller Sandemose, der sich in der überarbeiteten Fassung des Romans 1955 zu Wort meldet. Sie bringt ein großes Werk ans Licht, das irritiert, amüsiert und bewegt - und einen Einblick in eine gequälte Seele ermöglicht, wie nur Literatur es vermag.

Kommentare

Marie-Kristin Dammer kommentierte am 12. September 2019 um 14:51

"Das Eis-Schloss" wandert ja bald in mein Regal - und wird dann auch schnell gelesen. Außerdem steht "Max, Mischa und die Tet-Offensive" sehr weit oben auf meiner Wunschliste! Die anderen Titel werde ich mir in Ruhe ansehen :)

Und in Norwegen war ich leider noch nicht, aber das würde ich sehr gerne irgendwann nachholen!

 

lielo99 kommentierte am 12. September 2019 um 14:53

Oha, davon habe ich kein Buch gelesen. Es wird Zeit, dass ich das nachhole. Danke für die Vorstellungen. 

Buchdoktor kommentierte am 12. September 2019 um 15:03

Schöne Zusammenstellung! Ich hätte bitte gern den 26-Stunden-Tag eingeführt, um die Lesezeit auszudehnen.

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 12. September 2019 um 15:15

Mein Traum ist es ja  die Hurtigrouten mit dem Postschiff zu bereisen. Von Bergen über die Fjorde bis zum Nordcap. Aus diesem Grunde könnte ich mir vorstellen , dass mir "Bergeners" gefallen könnte

Auch" Eis-schloss"

"Einer von uns" und

" Mittwoch also "interessieren mich

 

 

westeraccum kommentierte am 12. September 2019 um 15:25

Jau, mach das auf jeden Fall. Man muss nicht im Sommer reisen, dann ist es sehr teuer, im Frühling und Herbst ist es auch wunderbar. Und im Winter sieht man die meisten Polarlichter.

westeraccum kommentierte am 12. September 2019 um 15:24

Norwegen finde ich ausgesprochen faszinierend, allerdings kenne ich bisher nur norwegische Krimis.

Wir waren vor fast 20 Jahren mit Hurtigruten dort und sind von Bergen bis Kirkenes und zurück bis Trondheim geschippert. Ein einmaliges Erlebnis. In Bergen blühten die Krokusse und in Kirkenes schwammen Eisschollen im Meer und es lagen 3 m Schnee. 

Und erst die Landschaft, unbedingt sehenswert!

Ich bin gespannt, was Norwegen auf der Buchmesse zu bieten hat.

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 12. September 2019 um 18:39

Fährst du auch hin?

E-möbe kommentierte am 12. September 2019 um 19:05

Wenn man die Bücher alle liest, wird man ja depressiv. Kein Wunder, dass in Skandinavien die Selbstmordrate so hoch sein soll. 

wandagreen kommentierte am 12. September 2019 um 20:09

Ein sehr schöner Beitrag, danke, Aline. Die Skandinavier sind wirklich alle etwas düster  - aber es ist besser geworden mit der Moderne.

evaczyk kommentierte am 12. September 2019 um 20:57

Ich war erst zweimal in Norwegen, und das jedesmal dienstlich - aber ich bekam immerhin in Oslo einmal einen Eindruck von der Lebendigkeit der Mittsommernächte und kam auf einem Trip zu den norwegischen Ölbohrinseln durch Bergen und Stavanger und bekam o auch ein bißchen was von der Großartigkeit der Landschaft mit. Literarisch ist Norwegen bei mir immer ein bißchen hinter den Schweden und Dänen zurückgeblieben, aber in der Liste hier sehe ich gleich mehrere Titel, die mich interessienen könnten, allen voran "Mittwoch also", "Einer von uns" und "Max, Mischa und die Tet-Offensive"

Petzi_Super_Maus kommentierte am 12. September 2019 um 21:00

Norwegen scheint landschaftlich total schön zu sein, eine Freundin hat mal eine Schiffsreise gemacht und war total begeistert.

Von den vorgestellten Büchern lese ich gerade "Mittwoch also", wovon ich aber bis jetzt (ca. 3/4 gelesen) leider enttäuscht bin, da die Geschichte nicht das liefert, was Klappentext und Leseprobe suggeriert hatten...

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 12. September 2019 um 21:17

Schade

daroe kommentierte am 13. September 2019 um 07:18

Oh ausgerechnet dieses Buch hatte ich gerade für meine WuLi auserkoren.

Petzi_Super_Maus kommentierte am 13. September 2019 um 11:45

Es gibt ja doch einige, denen das Buch gefällt, aber der Schreibstil ist eigenwillig, und leider domnieren (innere) Monologe, und die eigentiche Thematik wird kaum angesprochen. Schade, das Buch hätte so viel Potential gehabt...

Zenzi kommentierte am 13. September 2019 um 08:10

Norwegen fehlt uns noch auf unserer Skandinavienliste. Vielleicht nächtes Jahr? Die anderen Länder haben wir schon bereist und waren begeistert.

Aber Lesereisen nach Norwegen habe ich schon viele gemacht - nicht nur die Krimis waren spannend, auch andere Literatur hat mir gut gefallen. Von den vorgestellten Büchern kenne ich aber keines.

Brocéliande kommentierte am 13. September 2019 um 16:40

In Norwegen war ich leider noch nicht, aber das Land fasziniert mich schon lange.... auch familiengeschichtlich und ich teile den Vornamen mit der Nobelpreisträgerin aus Norwegen ;) (Frau Undstet), gelesen habe ich vor allem Jo Nesbo immer wieder gerne und "Bergeners" hat mir eine sehr liebe Lesefreundin geschenkt, ist nun obenauf im Sub...

"Das Eis-Schloss" interessiert mich sehr, aber auch die anderen norwegischen Autoren wären noch zu entdecken (könnte man die Lesezeit incl. des Buches endlich mit dazu kaufen ;)

Ich habe gerade ein sehr bewegendes Buch eines norwegischen Autors gelesen "Vergesst unsere Namen nicht", in dem es um das dunkle Kapitel deutscher Geschichte im 20. Jhd. geht - und um Neonazis in Norwegen, die mit der Gestapo kollaborierten. Harte Kost, aber SEHR lesenswert!

Soweit ich weiß, wird der Autor auch auf der FBM Gast sein.

Herzlichen Dank für den interessanten Artikel, liebe Aline und für die stimmungsvollen Norwegen-Bilder!

flippingpages kommentierte am 14. September 2019 um 12:12

Eine wunderbar abwechslungsreiche Aufstellung, danke dafür. Seit ich von Per Petterson Pferde stehlen gelesen habe, gehört er zu meinen absoluten Lieblingsautoren. Nicht mit mir und Ist schon in Ordnung folgten bald darauf. 

Ich bin immer wieder sprachlos. Sein nüchterner Stil schleudert die emotionale Tragweite des Geschriebenen mit voller Wucht in den Fokus des Lesers. Ganz großes Kino!

Birte kommentierte am 14. September 2019 um 21:52

Max, Mischa und die Tet-Offensive sowie das Eis-Schloss waren mir schon aufgefallen (vermutlich bei den Neuerscheinungen?), die Glocke im See finde ich auch interessant. Aber besteht die norwegische Literatur wirklich überwiegend aus Geschichten über Lebenskrisen?

Gelesen habe ich schon Bücher von Jostein Gaarder (in deutscher Übersetzung): Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort,  Maya oder Das Wunder des Lebens, Das Weihnachtsgeheimnis. Noch ungelesen im Schrank stehen Sofies Welt und Das Leben ist kurz sowie Der Alleinunterhalter von Lars Saabye Christensen.

Und ja, ich war schon in Norwegen - Interrail 1989, von Narvik über Oslo bis Bergen. Die Tour müsste man mal wiederholen.

 

Sommerzauber02 kommentierte am 15. September 2019 um 11:47

In Norwegen war ich bisher nicht. Gerne würde ich dieses Land einmal bereisen wollen.

Bücher von norwegischen AutorInnen habe ich bisher höchstens eins gelesen.

Ob ich zur Buchmesse fahren werde, weiß ich noch nicht. Wegen Übernachtung und Bahntickets müsste man sich bald entscheiden. Dieses Jahr hätte ich sogar Urlaub während der Buchmesse.