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Literaturverfilmungen im Mai

Kinotipps für den Wonnemonat Mai

Das Wetter ist alles andere als wonnig, darum aber umso perfekter für ein gutes Buch - oder eben eine Buchverfilmung!

Etwas mehr als ein Jahr ist es erst her, da brachte die ehemalige Bibliothekarin Julie Murphy ihren ersten Roman auf den Markt: „Dumplin‘ – go bi gor go home“ gelang aus dem Stehgreif der Sprung an die Spitze der „New York Times“-Bestsellerliste. Inhaltlich trifft der Roman genau den Puls der Zeit, denn es geht um Selbstwertgefühl, das nicht vom eigenen Körpergewicht oder der Anerkennung von Eltern oder anderen Personen abhängt, das Erreichen persönlicher Ziele und die Revolution im Privaten. Mit Danielle Macdonald als Hauptfigur Willowdean „Dumplin“ Dickson und Jennifer Aniston in der Rolle ihrer Mutter können wir der Geschichte seit dem 03.05. auch auf der Leinwand folgen. Um den Film zu sehen, müsst ihr nicht einmal euer Sofa verlassen: Einfach Netflix an und Film ab. ;) Wir haben das am vergangenen Wochenende bereits getan und sind restlos überzeugt. Der Film kommt ohne inszeniert wirkende Skandale oder einen klassischen Antagonisten aus, sondern ist eine kurze, glaubwürdige Charakterstudie eines Mädchens auf dem Weg zur Selbstbestätigung.

Den Hauptdarsteller unseres zweiten Tipps kennt ihr möglicherweise auch schon von Netflix: In der Erfolgsserie „Riverdale“ ist Charles Melton seit 2017 in der Rolle des Reggie Mantle zu sehen. In der dramatischen Buchverfilmung von „The Sun is also a star“ versucht er nun, eine Zufallsbegegnung in Liebe zu verwandeln. Nachdem Daniel Natasha davor bewahrt hat, von einem Auto angefahren zu werden, verbringen die beiden einen Tag gemeinsam, an dem der Romantiker und die Pragmatikerin tatsächlich eine Liebesbeziehung aufbauen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden Frischverliebten: Schon am nächsten Tag soll Nataschas Familie in ihr Heimatland abgeschoben werden …

Das ist euch noch nicht dramatisch genug?

Wie wäre es dann mit dem am selben Tag startenden Film „The Breakthrough“? Diese Verfilmung basiert auf Joyce Smiths autobiographischem Buch „The Impossible: The Miraculous Story Of A Mother’s Love And Her Son’s Resurrection“. Die Autorin ist somit zugleich auch eine der Hauptfiguren, um die sich die flott zusammenfassbare Geschichte dreht: Die gottesfürchtige Adoptivmutter betet für ihren Sohn, der nach einem Einbruch ins Eis mit dem Tod hadert.

Wer sich lieber einen weniger religionslastigen und dennoch todesspannenden Film ansehen möchte, für den empfiehlt sich mit „The Silence“ ein Horrorfilm im Stil von „Birdbox“. Hier muss sich eine Familie auf der Flucht vor Monster-Fledermäusen auf die geschärften Sinne ihrer taubstummen Tochter verlassen. Kritiker loben dieses „solide Dystopie-Abenteuer“ für seinen Fokus auf die Survival-Elemente und die Andrews Familie als „angenehm clevere Zeitgenossen“.

Was mögt ihr lieber – öffentliche Großleinwand oder Heimkino?

Welchen Film werdet ihr euch (wo) ansehen?

Kommentare

milkahase kommentierte am 10. Mai 2019 um 14:58

Bei mir kommt es ganz auf den Film an, ob ich mich für Großleinwand oder Heimkino entscheide. Filme mit beeindruckender Kulisse, Naturschauspiel oder besonderen Drehorten, prächtigen Farben oder tollen Schauspielern, sehe ich mir am liebsten im Kino an, wo sowas auch zur Geltung kommt und man es vollumfänglich genießen kann. Filme mit nicht ganz so spektakulären Bildern schaue ich mir ruhig auch mal abends mit Chips auf dem Sofa an.

Stephie2309 kommentierte am 11. Mai 2019 um 19:18

Vielen Dank für den Hinweis, dass man Dumplin' nun endlich auch in Deutschland schauen kann. Ich habe mir den Film gestern Abend gleich angesehen und bin immer noch total begeistert.