Buch

Lovecraft Country

von Matt Ruff

Kultautor Matt Ruff begibt sich ins Chicago zur Zeit der Rassengesetze. Für alle denen Philip K. Dick, Pynchon und Matrix ein Begriff ist.

Atticus Turners Gefühle für seinen Vater waren schon immer zwiespältig. Doch als der verschwindet, macht Atticus sich wohl oder übel auf die Suche. Auch wenn die Spur nach „Lovecraft Country“ in Neuengland führt, Mitte der 50er Jahre ein Ort der schärfsten Rassengesetze in den USA. Mit Hilfe seines Onkels George, Herausgeber des „Safe Negro Travel Guide“, und seiner Jugendfreundin Letitia gelangt Atticus bis zum Anwesen der Braithwhites. Hier tagt eine rassistische Geheimloge, mit deren Hilfe Braithwhite junior nichts weniger als die höchste Macht anstrebt. Matt Ruff erzählt mit überbordender Phantasie und teuflischem Humor die wahnwitzigen Abenteuer einer schwarzen Familie.

Rezensionen zu diesem Buch

Ein übernatürliches Abenteuer mit bewegenden Einsichten in den Rassenhass

„Wer hat Angst vorm weißen Mann?“ mit diesen Worten wurde ich förmlich ins Buch gelockt, ungeahnt ihrer Aussage. Immerhin kennen viele diesen Satz ein wenig anders. Doch was er zumindest diesmal preisgab war wirklich einfach nur erschreckend, aber auch verdammt ehrlich. Allerdings möchte ich jetzt schon davor warnen, dass das N-Wort sehr oft genannt wird. Man muss dabei aber auch bedenken, dass das Buch in einer anderen Zeit spielte und somit nur die wahrheitsgemäßen Umstände widerspiegelte...

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Ein Mix aus Grusel, Science Fiktion und amerikanischer Geschichte der 50er Jahre.

War ich mit Lovcraft Country von Matt Ruff etwa auf der flaschen Erwartungsschiene? Dabei hätte ich schon beim Titel nur mal eine Sekunde nachdenken müssen, dann hätte mir eben dieser Howard Phillips Lovecraft dazu einfallen können und ich hätte Ruffs Anlehnung an dessen Werk erkannt.
So aber konzentrierte ich mich auf die 50er Jahre der USA, in der es zwar offiziell keine Sklavenhaltung mehr gab, aber in weiten Teilen des Landes die Rassentrennung praktiziert wurde. Es ist die Zeit...

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Ein Buch für Liebhaber des ungewöhnlichen Kopfkinos

H.P. Lovecraft ist ein kontroverser Autor: Einerseits einer der bedeutendsten Personen die das Genre „Horror“ geprägt haben, andererseits ein Rassist und Antisemit. Der Titel des (streng genommen nicht mehr wirklich) neuen Buches von Matt Ruff könnte daher nicht besser gewählt sein, denn obwohl im Laufe der Geschichte schwarze Magie, Spukhäuser, okkulte Geheimgruppen und alternative Realitäten auftauchen, ist der Rassismus der eigentliche Horror der Erzählung, die in den USA der 50er Jahre...

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Kopfkino beim Lesen, verbindet Fantasie mit Realität der 1950er

„Lovecraft Country“ ist ein Roman des US-Amerikaners Matt Ruff, der in den 1950ern spielt und Elemente der Phantastik enthält. Er ist benannt nach einem Landstrich in Massachusetts/USA, den sich Howard Phillips Lovecraft ausgedacht und viele seiner Horrorgeschichten dort angesiedelt hat. Der Ort Ardham liegt in dieser Gegend. Bereits die Titelgestaltung führte mich dorthin, denn ebenda gibt es ein Haus auf einem Hügel, das schon mal gebrannt hat und von einem Vorfahren des Protagonisten...

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Weitere Infos

Art:
Hardcover
Genre:
Romane und Erzählungen
Sprache:
deutsch
Umfang:
432 Seiten
ISBN:
9783446258204
Erschienen:
Mai 2018
Verlag:
Hanser, Carl GmbH + Co.
Übersetzer:
Anna Leube Wolf Heinrich Leube
9
Eigene Bewertung: Keine
Durchschnitt: 4.5 (3 Bewertungen)

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