Rezension

Eine Geschichte, die berührt, betroffen macht und nachhallt

Wir sind nur Gast auf Erden - Karin Kehrer

Wir sind nur Gast auf Erden
von Karin Kehrer

Viktoria und Jonathan - zwei Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ein Thema, das hier in dieser Geschichte eine ganz eigene, außergewöhnliche Wendung erfährt. Denn Jonathan hat ein überraschendes Geheimnis.

Viktoria und Jonathan - zwei Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ein Thema, das hier in dieser Geschichte eine ganz eigene, außergewöhnliche Wendung erfährt. Denn Jonathan hat ein überraschendes Geheimnis.

In zunächst stimmungsvollen Bildern zeichnet die Autorin das Leben der beiden Protagonisten. Viktoria lernt, sich von einem dominanten Vater zu lösen und – nicht zuletzt durch Jonathans Liebe – ihre wahre Berufung zu finden. Für Jonathan enthüllt sich nach und nach das albtraumhafte Ereignis, das ihn sein Gedächtnis verlieren lassen hat.

Hier wird sehr geschickt mit Andeutungen gespielt, die in den Bann dieser spannenden und berührenden Geschichte ziehen.

Der Gegensatz zwischen romantischer Liebe und der Schilderung von Jonathans grausamer Kindheit mag den Leser in einen Zwiespalt stürzen, wie weit solche Szenen erträglich sind. Wer „nur“ eine romantische Liebesgeschichte erwartet, wird vielleicht schockiert sein.

Das versöhnliche Ende lässt allerdings den Glauben an Wunder und Hoffnung zu.

Die Autorin versteht es sehr gut, stimmungsvolle Bilder zu erzeugen, was besonders in den Szenen im Garten bei Jonathans altem Haus gelingt.

Trotz der gegensätzlichen Welten von Viktoria und Jonathan und dem mystischen Anteil ergibt sich eine schlüssige, gut durchkomponierte Handlung.

Fazit: Eine Geschichte, die berührt, betroffen macht und nachhallt.