Rezension

Actiongeladenes Fanatsy-Debüt

Blue - Amelia Blackwood

Blue
von Amelia Blackwood

Bewertet mit 4 Sternen

Nervenkitzel von der ersten bis zur letzten Seite!

Meine Meinung:

Zunächst einmal: Die Welt von Blue ist nichts für Angsthasen!

Es gibt gute Vampire und es gibt böse Vampire. Es gibt Zivilisierte und es gibt Outlaws. Die Bösen sind sogar sehr böse, aber die Guten sind nicht immer gut. Was ist, wenn dein Freund gar nicht der ist, der er zu sein scheint? Was ist, wenn du gar nicht so allein bist, wie du dachtest? Was ist wenn du mit deinem Dasein haderst, aber wüsstest, dass du bald deinen Platz finden wirst?
Und was würdest du tun, wenn ich dir sagen würde, dass das Böse, was du bereits kennst gar nicht vergleichbar ist mit dem abgrundtief Bösen, was du bald kennenlernen wirst?

Auf knapp 220 Seiten passiert so viel, dass einem das Lesen des Buches vorkommt wie ein ganzes Jahr. Man hat Zeit in Blues Welt einzutauchen und sich mitnehmen zulassen von ihrem Schicksal, ihren Entscheidungen, ihrer Liebe und ihrer Bestimmung.

Zwei wesentliche Punkte haben für mich dieses Buch ausgemacht:

  1. .Die Action und die Spannung. Sie veranlassen einen immer weiterzulesen, obwohl man doch eigentlich längst im Bett liegen sollte.
    Aber Vorsicht: Das abgrundtief Böse lauert an jeder Ecke. Und es hat es auf Blue abgesehen. Dieses Buch ist nichts für Zartbesaitete, die ein bisschen Vampirromantik und Gesauge lesen wollen (da gibt es andere empfehlenswerte Autoren). Hier gibt es viel Gewalt mit einer Spur Ekelfaktor.
    „Wir [Vampire] lieben leidenschaftlich und hassen mit der gleichen Intensität.“ (S.215)
    Da hat Blue Recht. Doch auch die Menschen sind nicht zu unterschätzen und spielen in diesem Buch eine große Rolle - wenn auch nicht ihre beste.
  2.  Romantik! Denn wozu ist sonst der Mann auf dem Cover?
    „Seine Gedanken, seine Empfindungen. Es war, als wären sie auf immer verbunden.“ (S.91)
    Zwischen Tom und Blue knistert es gewaltig. Doch die Beziehung steht anders als der Titel vermuten lässt nicht im Vordergrund. Sie ist nur ein Teil von Blues bewegten Leben - der Teil, der sie zusammenhält.

Das einzige, was mich gestört hat, waren Blues ständige Alleingänge. Natürlich ist sie stark und sollte wissen, was sie tut. Sie hat sich aber oft genug übernommen und mit einem Partner an der Seite hätte sie vieles besser überstanden.

Nichtsdestotrotz waren die Charaktere geheimnisvoll wie liebevoll gezeichnet und viele hat man einfach ins Herz geschlossen. Mein persönliches Highlight war Gabriel! Ich hoffe noch mehr von ihm zulesen.

Fazit:

Am Ende sind viele Rätsel gelüftet und der Leser genügend befriedigt um das Buch aus der Hand legen zu können – es haben sich auf den letzten Seiten aber auch genug neue Rätsel aufgetan um sich den Erscheinungstermin für Band 2 vorzumerken (und auch für Band 3, denn... pssst... es ist eine Trilogie geplant)!