Rezension

Das Buch hat mich gefesselt.

Der Erdbeerpflücker - Monika Feth

Der Erdbeerpflücker
von Monika Feth

Bewertet mit 5 Sternen

Ich sehe keinen Grund, dem Buch keine fünf Sterne zu geben.

Ich habe das Buch richtig gerne gemocht! Die ersten 30 Seiten haben mich noch sehr skeptisch gestimmt. Gründe dafür kann ich nicht nennen. Vielleicht, weil meine Erwartungen so hoch waren und ich nicht enttäuscht werden wollte.

Jette ist ein sehr beeindruckendes Mädchen: gutherzig, engagiert, zielgerichtet, euphorisch, ehrgeizig. Sie ist jederzeit für ihre Freundinnen Caro und Merle da. So unterschiedlich die drei Freundinnen auch sind: nichts und niemand kann sie trennen. Bis der Erdbeerpflücker auftaucht...

Im Laufe der Geschichte war ich regelrecht erschüttert darüber, wie leichtfertig sich Jette in Gefahr begibt. Jette, das bedachte, selbstbewusste Mädchen, das nichts aus der Bahn werfen kann.
Der Erdbeerpflücker ist eine tickende Zeitbombe. Ich mochte vor allem, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird: aus der Perspektive von Jette, von Imke und Merle, von Kommissar Melzig, von Malle. Dadurch wird dem Leser detailreich "protokolliert", wie sich die Geschichte immer mehr zuspitzt. Die Perspektive vom Erdbeerpflücker selbst gibt die düsteren Gedanken eines Mörders Preis. Erschreckend grausam, nahezu psychopathisch, dabei aber für den Leser wahnsinnig spannend mit Blick auf den Verlauf.

Auch den Titel finde ich gut gewählt. Ich habe mich zuvor oft gefragt, warum ein solcher Titel und ein entsprechendes Cover für einen vermeintlichen Thriller gewählt wurden. Jetzt aber ergibt alles Sinn.

Ich sehe keinen Grund, dem Buch keine fünf Sterne zu geben. Das Buch hat mich gefesselt.