Rezension

Das kleine Cottage auf dem Hügel

Das kleine Cottage auf dem Hügel - Emma Davies

Das kleine Cottage auf dem Hügel
von Emma Davies

Bewertet mit 4 Sternen

Eine schöne Sommergeschichte, die man schnell durch hat. Es geht um Madie und Seth. Madie nimmt eine neue Stelle an im Nirgendwo. Die Großstadtfrau, die nur Büro, Bus, Fertigessen und sterile Wohnungen kennt, nimmt tatsächlich eine Stelle an, von der sie noch nicht einmal weiß wo genau sie ist und was man eigentlich von ihr erwartet. Sie soll eigentlich eine Ferienanlage betreuen und sie dazu bringen, das sie Geld abwirft. Aber schnell stellt sie fest, das ihre Stellenbeschreibung völlig übertrieben war und sie landet auf eher einer Renovierungsbedürftigen Farm. Zu schnell kommt Madie an ihre Grenzen und will wieder abreisen, wenn nicht ein schlimmes Erlebins in London gewesen wäre. Zudem macht Seht, der Besitzer es ihr absolut nicht leicht. Madie kam mir gleich wie eine verwöhnte, hochnäsige Tussie vor, die nur modern denkt und sich kleidet und an ihr Aussehen denkt. Alles fein gemacht, auch ihre Wohnung. Sich nicht schmutzig machen, Keime und Tiere- igitt, Dreck geht gar nicht. Außerdem nimmt sie eine Stelle an, ohne sich genauer zu Informieren wo sie ist und was genau dort auf sie wartet. Das sie sich dann im laufe der Geschichte doch so schnell geändert hat und eine völlige Wandlung gemacht hat, passt so gar nicht. Ein wenig hätte noch von der alten Madie übrig bleiben können, wenigstens hin und wieder an kleinen stellen. Das sie am Ende ein richtiges Landei ist, nehme ich ihr nicht ab. Der Konflikt mit Seth war zwar gut, aber auch irgendwie völlig - ich weiß nicht wie ich das sagen soll. Er weiß nicht was er will, verheimlicht dinge die man so nicht verheimlichen muss. Seine Vergangenheit ist zwar traurig und hart, aber dennoch nicht etwas, warum er so eisern schweigen muss und andere dann immer wieder vor den Kopf stößt. Mal geht er auf Madie zu und es hat den Anschein, das er mehr will, aber dann wieder zieht er sich zurück und ist störisch wie ein Kleinkind. Und dann ist da noch Clara, das auch schon eine sache für sich. Die beiden sind gute Freunde und man hat oft den Eindruck das sie sich lieben, was beide aber immer wieder bestreiten. Seth hat einmal ihr Leben gerettet und deshalb hat er eine besondere Beziehung zu ihr. Aber Seth macht hier sehr viel mehr drauß. Er läßt sie so sehr in sein leben rein, das sie gar nicht mehr wegzudenken ist, Das ist für mich auch etwas, was ich nicht so ganz verstehe. Irgendwie habe ich mir jedoch fast alle Personen irgendwie viel älter vorgestellt. Seth und vor allem Clara. Das beide noch so jung sind, hat mich sehr verwundert. Ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, ich hätte es mit Personen jenseits der 50 zu tun. Eigentlich hat mir die Geschichte total gefallen, ich hatte sie sehr schnell durch. Sie ist fesselnd, die Charaktere gefallen mir eigentlich- bis auf ein paar kleinigkeiten und man kann sich so einiges sehr gut vorstellen. An einigen Stellen hätte ich aber ein paar Dinge anders gemacht. Trotzdem eine tolle Geschichte. Ach - irgendwie habe ich hier eine richtige Liebesgeschichte vermisst. Es knistert ja doch irgendwie zwischen Seth und Madie, aber es kommt nicht richtig Liebe und Gefühle auf. Das Ende hat mir gefallen, obwohl es eigentlich auch hier nicht wirklich real ist, an manchen Stellen, aber das muss es ja auch nicht sein, ist eben eine Geschichte.

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