Rezension

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Den Raum mit eigenen Bildern füllen

Find mich da, wo Liebe ist - Anstey Harris

Find mich da, wo Liebe ist
von Anstey Harris

Bewertet mit 4 Sternen

Nachdem ich eine Leseprobe gelesen hatte, war ich sehr auf diesen Roman gespannt. Das Coverbild hat mich zu dem auch angesprochen. 

Eine hoch sensible Frau namens Grace lernt eines Tages einen schönen großen Mann auf eine Party kennen. Die stark in sich gekehrte Frau ist bald davon überzeugt, mit David den richtigen Mann für ihre Zukunft gefunden zu haben. Dass er verheiratet ist und Kinder hat, lässt sie im ersten Liebestaumel nicht an sich heran. Jedoch, als sie schwanger wird, muss sie bitter erfahren, dass ihr Geliebter keine Familie mit ihr gründen wird. 

Für Grace ist David ein Held, sie fühlt sich von ihm beschützt. Urteile von Außen wehrt sie ab, denn sie glaubt noch an ein happy End. Grace wäre eine virtuose Musikerin, jedoch kann sie sich nicht auf die anderen Musiker einspielen, weshalb sie vom Konservatorium geflogen ist. Nun schlummert das große Talent einer Cellistin in ihr. Jedoch fühlt sie sich blockiert. 

Es tat mir beim Lesen regelrecht weh, wie abhängig und mit welch großem Mangel an Selbstbewusstsein Grace sich an einen Mann hingibt der sich nicht für sie entscheiden kann und wie sie sich in ihrem Cello Laden um sich selbst dreht. 

Ein Lichtblick sin die jugendliche Nadja und der liebenswert kautzige Mr. Williams. Freunde die an einen glauben, so dass man den Glauben an sich selbst wiederfindet und seine leeren Räume mit eigenen Bildern füllt, das habe ich aus dieser Geschichte heraus gelesen.