Rezension

Der unbeliebte König

Teufelskrone - Rebecca Gablé

Teufelskrone
von Rebecca Gablé

Bewertet mit 5 Sternen

Rebecca Gablé wurde am 25. September 1964 in Wickrath/Mönchengladbach geboren. Ihr richtiger Name lautet Ingrid Krane-Müschen. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Lehre zur Bankkauffrau und arbeitete für eine Zeit in diesem Beruf. 1991 begann sie ein Studium der Literaturwissenschaften und Mediävistik in den Fächern Anglistik und Germanistik, das sie 1996 mit dem Magisterexamen abschloss.Der schriftstellerische Durchbruch gelang ihr 1997 mit dem Buch "Das Lächeln der Fortuna", dem ersten Teil der inzwischen sechsteiligen Waringham-Saga. Mittlerweile steigen alle ihre Romane sofort nach dem Erscheinen in die Bestsellerlisten auf. Rebecca Gablé lebt heute mit ihrem Mann in Wickrath/Mönchengladbach und auf Mallorca.  (Quelle: Wikipedia)

Inhalt (Klappentext):
England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten - auch dann noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt. Denn Richards Schatten scheint so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht ...

Ich bin seit vielen Jahren ein großer Fan von Rebecca Gablé. Ihre Fähigkeit fiktive Personen in einen historischen Kontext einzubinden, ist einfach großartig und so ganz nebenbei lernt der Leser viel von der (englischen) Geschichte. Das Leben von König John gehörte bisher auch zu meinen "weißen Flecken" auf der Landkarte der Historie.
Schon nach wenigen Seiten war ich in die Zeit des Mittelalters versunken. Bildhaft und glaubwürdig beschreibt die Autorin die Atmosphäre und Umgebung. Der Held ist wieder äußerst sympathisch, obwohl er dieses Mal nicht ganz ohne Fehl und Tadel ist und ich in mancher Hinsicht überhaupt nicht mit seinen Handlungen einverstanden war. Trotzdem folgte ich ihm sehr gerne durch die abwechslungsreichen und spannenden Ereignisse. Auch die historisch belegten Personen sind gut dargestellt, besonders die ambivalente Persönlichkeit des unbeliebten König John ist vielschichtig und glaubwürdig geschildert.
In ihrem, wieder einmal, sehr informativen Nachwort erklärt Rebecca Gablé wieder einiges über ihre Recherchearbeit und wie die historisch bekannten Fakten in die Geschichte eingearbeitet wurden. 

Fazit: Rebecca Gablé ist immer ein Garant für spannende und historische Geschichten und hat auch dieses Mal wieder alle meine Erwartungen erfüllt. Dieses Buch gehört eindeutig zu meinen diesjährigen Highlights.