Rezension

Ein guter solider Roman, der leider erst auf der zweiten Hälfte wirklich rasant wird.

Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.
von Paula Hawkins

Bewertet mit 4 Sternen

Kurzbeschreibung:

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ..

 

 

 

Meine Meinung:

Nachdem ich viele positive Stimmen zu diesem Buch gehört habe, musste ich es unbedingt haben. Vielen Dank an dieser Stelle an den Blanvalet Verlag, dass ihr mir dieses Buch zur Verfügung gestellt habt. 

Der Einstieg in das Buch ist mir gut gelungen. Man ist sofort im Geschehen drin und das ganze Buch beginnt mit einer Zugfahrt mit der Protagonistin Rachel. Man erfährt etwas über sie, die Umstände warum sie in diesem Zug sitzt, aber auch viel über ihre Gedanken und Gefühle, Ängste und Sorgen. 

Leider, und dafür gibt es am Ende auch einen Punkt Abzug, hatte ich erst ungefähr nach der Hälfte des Buches diesen Spannungsgedanken. Vorher war es ein guter Roman, man hat viel über Beziehungen und Rachels Vergangenheit erfahren, aber erst ab ungefähr der Hälfte wollte ich unbedingt wissen wie es weiter geht. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Roman aber auch wirklich spannend und zum Ende hin gab es ungefähr auf den letzten 40 Seiten den Knall. Das Ende hat mich wirklich überrascht. Damit hätte ich NIEMALS gerechnet.

 

Die Charaktere des Buches waren unheimlich authentisch dargestellt. Dank der Geschichte war natürlich nicht alles rosarot und jeder der Charaktere hatte seine Rolle. Toll fand ich, dass das Buch mit nicht so vielen Charakteren auskam. So wurde die Handlung und das Geschene eingegrenzt und man hat sich in der Geschichte nicht verloren. 

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es ist rasant und nicht ausschmückend, was total meinem Lesestil entspricht. Die Kapitel sind aus verschiedenen Sichten geschrieben, unter anderem Rachel, die eigentlich auch den größten Part der Erzählerrolle ausmacht. Die anderen beiden Erzähler möchte ich euch an dieser Stelle nicht verraten, diese solltet ihr selbst entdecken. Außerdem sind die Kapitel meist in morgens/abends mit Datumsangabe eingeteilt, so dass man die Geschichte durch die chronologischen Angaben gut nachempfinden konnte. 

Ich mag das Cover. Es ist auf der einen Art total schlicht, aber auf der anderen Art drückt es unheimlich gut aus, was in dem Buch passiert. Toll finde ich auch, dass hier Cover und Titel dem Originalbuch angepasst wurden. 

Fazit:

Das war ein wirklich guter Roman, der mich leider teilweise etwas vor sich hindümpelt, mich aber mit der zweiten Hälfte doch noch wirklich gut unterhalten hat.