Rezension

Ein humorvolles Lesevergnügen

Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix! -

Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix!
von Maria Kling

Die Tage werden kürzer, das Laub der Bäume bunter und wir nähern uns einer Zeit, die hier auf dem Blog jedes Jahr mit schaurig schönen Buchtipps zelebriert wird: Bald ist Halloween! Und wie in jedem Jahr versüßen wir euch das Fest mit passenden Buchtipps. Als Erstes begeben wir uns in „Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix!“ in ein (Spuk)Haus, in dem es drunter und drüber geht und in dem alles andere als „normale“ Menschen wohnen.

Herzlich Willkommen in der Jüterboger Straße 13!

Hier werdet ihr garantiert gruselig schöne Lesestunden mit Freddy und Flo verbringen. Die beiden sind zwar noch nicht ganz so begeistert von ihrem neuen Domizil, aber ihre Begeisterung wird sicher wachsen, wenn sie bemerken, wer oder was ihre neuen Nachbarn wirklich sind. Bisher haben diese es noch ganz gut verstecken können, doch es fällt ihnen jeden Tag etwas schwerer, ihr wahres Wesen zu verstecken – es konnte ja aber auch niemand ahnen, dass diese blassen Kinder (Freddy und Flo) Menschen sind …

Es gibt keine Gespenster! Oder vielleicht doch?

Diese und noch ganz andere Fragen beschäftigen Freddy, die literarische Hauptfigur aus „Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix!“, seitdem er in die Jüteborger Straße 13 eingezogen ist. Wir die Leser begleiten ihn ab der Wohnungsübergabe und bemerken schnell, dass Freddy und seine Schwester Flo alles andere als glücklich über diese neue Situation sind. Beide mussten umziehen, weil ihr Vater nun auch mit seiner neuen Freundin Ulrike zusammenleben möchte. Viel Zeit, um sich daran zu stören, haben sie jedoch nicht. Nachdem sie ihre neuen Nachbarn etwas „besser“ kennengelernt haben ist ihr Fokus ein anderer.

Vampire, Elfen, Werwölfe und Heinzelmännchen

In „Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix!“ von Maria Kling durfte ich eine ungewöhnlich gruselige und vor allem urkomische Mischung an übernatürlichen Wesen kennenlernen. Von der ersten bis zur letzten Seite haben diese mich bestens unterhalten. Oft tue ich mich schwer mit Kinderbüchern, weil der Humor mir ein wenig zu flach ist. Doch in dieser Geschichte blieb auch bei mir kein Auge trocken. Maria Kling hat es geschafft, jeden übernatürlichen Charakter in ihrem Buch mit humorvollen und unverwechselbaren Eigenschaften (Macken) auszustatten. So trägt jeder Protagonist etwas zur beschwingten und manchmal urkomischen Handlung bei. Auch Freddy und Flo, die im Hintergrund mit ihren Familienproblemen zu kämpfen haben, werden dank dieser lustigen Wesen tüchtig abgelenkt. Hinzukommt, dass sich der Fokus im Laufe der Geschichte etwas ändert und Freddy darf sich in Detektivarbeit üben.

Sehr gefallen haben mir auch die Illustrationen von Astrid Henn, die gesamte Handlung untermalen. Diese machten alle literarischen Figuren greifbarer und zum Teil noch ulkiger.

„Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix!“ von Maria Kling ist ein hervorragendes Kinderbuch, bei dem nicht unbedingt das Gruseln im Vordergrund steht. Auch wenn der eine oder andere Bewohner auf den ersten Blick etwas gruselig erscheint, kann man sich bei dieser Geschichte auf ein humorvolles Lesevergnügen einstellen.

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