Rezension

Ein ⭐⭐ Psychodrama

Das wiedergeborene Kind - Martina Siems-Dahle

Das wiedergeborene Kind
von Martina Siems-Dahle

Bewertet mit 2 Sternen

Ein medizinischer Eingriff katapultiert Julia zurück in ihre dunkelste Zeit und weckt die terrorisierende Stimme in ihrem Kopf. Achtzehn Jahre, nachdem sie die Psychiatrie als gesunder Mensch verlassen durfte, peinigt sie die Stimme wieder mit quälenden Befehlen, beruft sich dabei auf die Wahrhaftigkeit der Bibel, wie einst Julias religiös fanatischer Vater. Ausgerechnet am Abend dieses Tages steht die fünfjährige Lucia in Julias Wohnung. Der Befehl der Stimme ist eindeutig.

Das wiedergeborene Kind von Martina Siems-Dahle habe ich im Rahem einer Buchverlosung im Januar 2019 auf lovelybooks.de gewonnen.

Umschlaggestaltung
Das Cover ist schlicht gehalten: schwarzer Hintergrund, rote Schrift, im Vordergrund ein weißer und ein grauer Stuhl, dahinter ein gelbes Kreuz an der Wand.

Schreibstil
Die Ausdrucksweise und den Schreibstil empfand ich ziemlich experimentell, so dass ich Schwierigkeiten hatte, dem Text zu folgen. 

Meinung
Das 200-seitige Psychodrama erschien beim Selfpublisherverlag Twentysix. Aufgrund der positiven Bewertungen und Rezensionen, der lobenden Pressestimmen sowie der religiösen und psychologischen Elemente, für die ich mich sehwohl interessiere, wollte ich dieser Lektüre eine Chance geben. Die Grundidee: In kurzen Kapiteln werden zunächst die Bewohner eines mehrparteien Hauses vorgestellt und charakterisiert. Die Figuren konnte ich mir leider nur schleierhaft vorstellen, sie blieben für mich ungreifbar. Leider hat mich der Schreibstil nicht beeindruckt und zu den Charakteren fand ich auch keinen Zugang. Was sich angeblich zu einem Thriller entwickeln sollte, wurde für mich eine Tortur. Auf Seite 195 habe das Buch kopfschüttelnd abgebrochen.

Fazit
Man muss schon ein ausgewachsenes Interesse für Psyhologie aufbringen, um diesen Roman etwas abgewinnen zu können.

 

© 2019 Frau.mit.Hut