Rezension

Ein wenig zu viel des Guten

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle - Stuart Turton

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
von Stuart Turton

Bewertet mit 4.5 Sternen

Start Turtons Krimi hat mir zwar gefallen, dennoch: der Anfang war langatmig. Das lag vor allem am Schreibstil, denn die Geschichte ist nicht nur in der Ich-Form geschrieben, sondern auch im Präsens. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass das zu der Geschichte passt, aber den Einstieg hat es ziemlich erschwert. Nachdem ich mich jedoch durch das erste Drittel gequält habe, wurde es zunehmend spannender. Zum Ende hin wollte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, was hinter allem steckt.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet und bergen einige Geheimnisse. So lernt man die positiven und negativen Seiten der Menschen kennen, kann ihnen gut folgen und sich in sie hineinversetzten. Aber dank der vielen Beschreibungen - auch der Umgebung - habe ich mich schnell verloren. Es wurde schwer, sich ganz dem eigentlichen Rätsel zu widmen. Abgesehen davon, dass ich das Ende nicht sehr naheliegend fand. Es war ein wenig abstrus und wirkte geradezu konstruiert. Auch war mir die Liebesgeschichte eins zu viel.