Rezension

Eine Geschichte von Freundschaft, Liebe und Unternehmensgründung

Schlaflos in Manhattan - Sarah Morgan

Schlaflos in Manhattan
von Sarah Morgan

Bewertet mit 3.5 Sternen

Inhalt:
Paige liebt ihr Leben in Manhattan. Sie hat tolle Freunde um sich, genießt die Anonymität der Großstadt und hat einen guten Job, der ihr Freude macht und bei dem sie auf eine baldige Beförderung wartet. Doch dann kommt alles anders als erwartet und sie steht vor der schwierigen Aufgabe, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, immer mit der Angst im Rücken, sich selbst und ihre beiden besten Freundinnen Eva und Frankie mit in den Untergang zu stürzen.

Meine Meinung:
Sarah Morgans neuer Roman "Schlaflos in Manhattan" ist der erste Teil ihrer neuen Manhattan-Lovestorys und stellt eine Art Spin-Off zu ihrer Puffin Islands Reihe dar, das sich allerdings auch super ohne Kenntnis dieser lesen lässt. Der einzige, für mich erkennbare Bezug, war, dass die Protagonistin Paige und ihre Freundinnen Eva und Frankie auf Puffin Island aufgewachsen sind.

Das Ausgangsszenario ist in diesem Buch mal umgekehrt zur Puffin-Island-Reihe, denn anstatt ihr Glück in der Idylle der kleinen Insel zu finden, sind die drei Freundinnen froh, in die Großstadt gezogen zu sein und der Intimität der Insel zu entfliehen. Dort gab es für Paige, Frankie und Eva nicht genug Privatsphäre, da auf so einer kleinen Insel einfach jeder über jeden Bescheid weiß und es schwer ist, seine kleinen Geheimnisse zu behalten.

Paige, Frankie und Eva sind schon zusammen aufgewachsen, wohnen alle im selben Haus und arbeitet auch in derselben Event-Agentur, wodurch sie ein sehr enges Verhältnis zueinander haben. Auch wenn die drei recht unterschiedlich sind, hat man die Freundschaft und das Vertrauen zwischen ihnen gespürt, was mir sehr gut gefallen hat. Auch mit Paiges Bruder Matt, in dessen Haus die drei untergekommen sind, und seinem besten Freund Jake haben sie ein enges Verhältnis, allerdings ging mir hier der übertriebene Beschützerinstinnkt der beiden Männer ziemlich auf die Nerven, vor allem Paige gegenüber. Man kann zwar bei ihrer Vergangenheit verstehen, wo das her kommt, aber irgendwann muss man auch erkennen, dass sie erwachsen ist und ihre eigenen Erfahrungen machen muss und nicht vor allem beschützt werden kann. Besonders die Aussage von Jake, dass sie nicht stark genug für sie sei, hat mich ziemlich aufgeregt, denn so etwas denkt man doch nicht über den Menschen, den man liebt. Das hat mir die Liebesgeschichte zwischen den beiden leider ein wenig verdorben und mich beim Lesen nicht selten mit den Augenrollen oder genervt seufzen lassen.

Positiv fand ich an dem Buch allerdings, dass Paige, Eva und Frankie nach der Gründung ihres eigenen Unternehmens nicht sofort voll durchgestartet sind, sondern regelrecht um Aufträge betteln mussten. Oft genug hat man es in Geschichten ja, dass sofort der Erfolg da ist, doch hier wurde, meiner Meinung nach, mal gezeigt, dass der Start eines eigenen Unternehmens ziemlich hart sein kann.

Fazit:
"Schlaflos in Manhattan" von Sarah Morgan erzählt eine Geschichte von Freundschaft und Liebe und lässt dabei nicht aus, wie schwierig es sein kann, sich mit seinem eigenen Unternehmen einen Namen zu machen. Der übertriebene männliche Beschützerinstinkt haben mich allerdings nicht selten genervt, so dass es von mir nur 3,5 von 5 Muscheln gibt.