Rezension

Eine Liebe, die nicht loslassen kann

Wenn du mich endlich liebst ... - Linne van Sythen

Wenn du mich endlich liebst ...
von Linne van Sythen

Bewertet mit 4 Sternen

Eine Geschichte über eine ungewöhnliche Liebe, die nicht loslassen will.

Inhalt:
Anna ist mit ihrem Mann Pit und ihrem Sohn Sven - Martin glücklich, bis dieser an seinem ersten Geburtstag plötzlich stirbt. Sie gibt Pit die Schuld an allem und trennt sich von ihm. Auch ihr enger Freund Bardo, welcher immer auf den Jungen aufgepasst hat, wird ihr mehr und mehr zur Belastung. Er hat ihr seine Liebe gestanden und will nun auch ihre Liebe gewinnen.
Anna flüchtet daraufhin in eine andere Stadt und beginnt ein neues Leben. Trotzdem lässt sie Bardo nicht los und verfolgt sie heimlich, um in ihrer Nähe zu sein.
Beide kommen sich in einem Internetportal näher, indem sich Bardo als Thomas ausgibt. Eines Tages will Anna ein Treffen mit Thomas. Wie wird sie reagieren, wenn sie erfährt, dass er in Wirklichkeit Bardo ist?

Mein Kommentar:
Die Autorin Linne van Sythen hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil. Das Buch ist in überschaubare Kapitel unterteilt und lässt sich somit sehr leicht und schnell lesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass mir unterhalb eines jeden Kapiteks eine Zeitangabe steht, sodass der Leser genau weiß, wieviel Zeit inzwischen vergangen ist. So kann man das Buch sehr gut zuordnen. Man weiß immer genau wo man sich befindet.
Die Charaktere sind klar und deutlich beschrieben. Man konnte sie sich als Leser sehr genau vorstellen und hatte einen Eindruck von ihnen. Jeder hatte einen eigenen Charakter, welcher sich im Laufe des Buches teilweise sehr gewandelt hat. Die Entwicklung war gut verfolgbar.
Trotzdem war  ihre  Handlungsweise nicht immer auf Anhieb nachvollziehbar. Doch wenn man sie etwas genauer betrachtet und versucht ihre Sicht der Dinge zu verstehen, lernt man sie besser kennen und ihre Handlungen werden nachvollziehbarer. Trotzdem war nicht jede Reaktion und Handlung für mich logisch, was dem Buch aber keinen Abbruch tat.
Mir gefielen auch die genauen Beschreibungen der Landschaft, die dem Leser sehr gut rübergebracht wurden. So wurde auch die Landschaft lebendig und passte zum Gesamtbild der Geschichte.

Bardo spricht im Laufe des Buches immer wieder mit seinem Hund, welcher ihm auch "Antworten" gibt. Dabei gefiel mir die Idee der Autorin gut, dass diese Passagen kursiv geschriebene wurden. So waren sie vom Rest des Textes klar und deutlich zu unterscheiden. Durch diese Passagen konnte man noch mehr über Bardos Gedanken und Gefühle erfahren.

Ein tolles Buch, das den Leser auch zum Nachdenken anregt, da es auch schwierige Themen wie den plötzilchen Kindstod  und Stalking beschreibt. Auch wird gezeigt, wie verschiedene Personen damit umgehen und dies verarbeiten.

Mein Fazit:
Ein interessantes Buch über eine eher ungewöhnliche Liebesgeschichte, die den Leser überrascht und auch zum Nachdenken anregt.

Ganz liebe Grüße,
Niknak