Rezension

Einigermaßen spannend, aber wenig glaubwürdig

Dunkles Arles
von Cay Rademacher

Bewertet mit 3 Sternen

Broschiert: 352 Seiten

Verlag: DuMont Buchverlag (22. Mai 2018)

ISBN-13: 978-3832198756

Preis: 15,00 €

auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

 

Einigermaßen spannend, aber wenig glaubwürdig

 

Inhalt:

Capitaine Roger Blanc freut sich auf ein nettes Wochenende mit seiner heimlichen Geliebten Aveline, der Gattin seines Widersachers, des Staatssekretärs Vialaron-Allégre. Kaum treffen sie sich in dem antiken Städtchen Arles, fällt ihnen quasi eine Leiche vor die Füße. Und der Mörder möchte auch gerne die Zeugen ausschalten. Dummerweise hat er Avelines Handtasche an sich gebracht, in der sich wichtige Dokumente befinden, die Aveline nach dem Wochenende unbedingt ihrem Mann vorlegen muss. Es beginnt eine Hetzjagd durch Arles. Da ihre Beziehung auf keinen Fall bekannt werden darf, sind Blanc und Aveline ganz auf sich gestellt …

 

Meine Meinung:

Dies ist bereits der 5. Provence-Krimi mit Capitaine Roger Blanc. Da der Kriminalfall aber abgeschlossen ist, kann er unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden. 

 

Cay Rademacher überzeugt durch einen von Anfang an spannenden Plot, der sich im Film bestimmt gut machen würde. Denn es gibt viele Verfolgungsjagden durch das nächtliche Arles. 

 

Glaubwürdig ist die Handlung aber weniger. Blanc und Aveline nehmen es mit einem ganzen Heer von Gegnern auf. Zwar gelingt nicht immer alles auf Anhieb, aber viele Dinge dürften der Wahrscheinlichkeit nach gar nicht gelingen. 

 

Am nervigsten fand ich, dass Blanc absolut nach Avelines Pfeife tanzt und Dinge tut, die er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann. »Nennen wir es ›Liebe‹.« (S. 224) Ich nenne das Dummheit.

 

Fazit:

Trotz allem ganz unterhaltsam und politisch aktuell. 

 

Die Reihe:

1. Mörderischer Mistral

2. Tödliche Camargue

3. Brennender Midi

4. Gefährliche Côte Bleue

5. Dunkles Arles

 

★★★☆☆