Rezension

Enorme Steigerung zum ersten Band

Der Lohn des Verrats -

Der Lohn des Verrats
von Mathias Berg

Bewertet mit 4.5 Sternen

Im April des Jahres 1993 verschwindet ein Jugendlicher namens Fabian spurlos. Kurze Zeit später erhält die Familie einen angeblichen Abschiedsbrief. Doch die Mutter glaubt nicht daran und beauftragt die Polizei die Suche nach Fabian einzuleiten. Fabian wird trotzdem nicht gefunden. 10 Jahre später stirbt Fabians Vater. Auf der Trauerfeier taucht wie aus dem Nichts ein anonymer Kranz mit den Initialen von Fabian auf. Die Mutter beauftragt diesmal Lupe Svensson und Otto Hagedorn vom LKA Düsseldorf auf, Fabian zu finden. Die beiden Protagonisten graben tief in den Akten und merken nach und nach Gemeinsamkeiten. Ein spannender Cold Case wird aufgekurbelt.

Nachdem ich am Anfang dieses Monats den ersten Band zu Lupe und Otto lesen durfte, war ich sehr gespannt, welchen zweiten Fall, die beiden Protagonisten dieses Kriminalromans bekommen werden. Diesmal wird es noch spannender. Dem Autor gelingt es einen sehr vielschichtigen sowie spannenden Fall zu konzipieren. Zudem merkt man eine enorme Steigerung im Vergleich zum ersten Band, besonders im Aufbau des Spannungsbogens. Man fiebert mit, unerwartende Twists sorgen für WOW-Momente und die Ermittlungsart, insbesondere von Lupe, erweisen sich als grandios!

Schön finde ich, dass man Lupe und Otto noch näher kennenlernen darf, wodurch ich schon sagen kann, dass die Beiden mir ans Herz gewachsen sind. Ihre Zusammenarbeit ist recht ungewöhnlich aber gut. Zudem lernt man Otto und Lupe noch mehr von ihrer privaten Seite kennen. Folglich hat man als Leser ein sehr ausführliches und tiefgründiges Gesamtbild zu den Beiden. Das Buch wird mit einem außergewöhnlichen Finale beendet, bei welchem ich positiv überrascht worden bin. Ich freue mich schon auf den dritten Band!

Zusammengefasst kann ich sagen, dass sich der Autor im Vergleich zum ersten Band übertroffen hat. Das Buch hat meiner Meinung nach alles was einen guten und logischen Kriminalroman ausmacht. Riesengroßes Kompliment!