Rezension

ES

Es - Stephen King

Es
von Stephen King

Inhalt: Besser als oben könnte ich den Inhalt selbst nicht beschreiben und es wäre auch viel zu verwirrend. Die Geschichte springt von Georgies Ermordung im Jahr 1957 ins Jahr 1984 zu dem Schwulen Adrian und dann wieder zu den 6 (in der Kindheit sind es 7) Freunden, unseren Hauptpersonen. King erzählt uns die Geschichte von Bill Denbrough, Mike Hanlon, Ben Hanscom, Beverly Marsh, Stan Uris, Richie Tozier und Eddie Kaspbrak ins insgesamt 5 großen Teilen, die jeweils noch mehrmals unterteilt sind.

Georgie strecke seinen Arm aus. Der Clown packte ihn am Arm. Georgie sah, wie sich das Gesicht des Clowns veränderte. Was er sah, war so fürchterlich, dass seine schlimmsten Fantasievorstellungen von dem Wesen im Keller dagegen nur süße Träume waren; was er sah, brachte ihn schlagartig um den Verstand.

Lesegrund: Ich wollte schon immer ein Buch von Stephen King lesen, hatte aber nie den passenden Anlass dazu. Myriel von Lesen-beflügelt hatte die Idee eine ES - Blogger Leserunde zu machen und hab ich nicht Nein gesagt.

Allgemein: Ich habe oft gelesen, dass Stephen King`s Schreibstil sehr schwer zu lesen sein soll. Dieser Meinung bin ich nicht. Bis auf die Tatsache, dass King Wörter verwendet, die man als Kind nicht mal denken durfte und die auch ein Erwachsener weder sagen, schreiben noch lesen sollte, war ich nach ein paar Seiten schon voll in der Handlung und hatte keinerlei Probleme.

Zwischeninfo: Ich habe entdeckt, dass meine Jumbo - Taschenbuchausgabe von 1993 nicht mehr ganz aktuell ist. Zwischenzeitlich hat Heyne das Originalbuch neu übersetzt und es ist nun eine um etwa 200 Seiten längere Version erhältlich.

Meinung: Vor dem Buch habe ich, wie viele, den Film gesehen, von dem ich sehr begeistert war. Aber das Buch toppt den Film um einiges, wenn ihr das Buch gelesen habt lacht ihr nur noch über den Film. Obwohl die ersten 100 Seiten nur die Ermordung Georgies und Adrians beschreibt und wie 25 Jahre später Mike seine 6 Freunde anruft, um ihnen mit zuteilen, dass ES wieder da ist, wird es weder hier noch im späteren Buch langweilig. Stephen King beschreibt sehr detailliert die Reaktionen der 6 Freunde und auch alles weitere der Geschichte. Auch die Gefühle der Kinder und später der Erwachsenen werden so super beschrieben, dass mich selbst manchmal die Angst gepackt hat und ich nach sehen musste, ob in meinem Zimmer alles in Ordnung ist und sich dort kein verrückter Clown aufhält :D
Naja, irgendwann wird das Buch einfach nur noch nervig. Ich hatte keine Lust mehr weiter zu lesen, wollte einfach nur noch fertig werden und quälte mich durchs Buch. Das Ende (und der Anfang und die Mitte) ziehen sich einfach viel zu sehr. An manchen Tagen war ich so frustiert, dass ich gar nicht verstand warum alle sagen, dass das Buch ein Meisterwerk ist. Klar, man muss erst mal auf solche Ideen kommen, aber für mich zog es sich einfach viel zu sehr. Und dann ist das Ende auch noch richtig beschissen, zumindest eine bestimmte Szene, die wahrscheinlich kein Mensch wirklich versteht.

Fazit: Wie ihr seht, bin ich sehr zwiegespalten, einerseits gefiel mir die Schreibweise und auch das eigentliche Thema, andererseits zieht sich das Buch wie 3 Tage alter Kaugummi und einige Szenen bzw. Wörter gefielen mir überhaupt nicht. Am besten findet ihr selbst heraus, was ihr von ES haltet.