Rezension

fast unscheinbar werden extreme Emotionen geweckt

Das Haus in der Claremont Street - Wiebke von Carolsfeld

Das Haus in der Claremont Street
von Wiebke von Carolsfeld

Bewertet mit 5 Sternen

Das Cover passt sehr gelungen zum Inhalt. Auch wenn es auf den ersten Blick eher wenig aufregend wirkt, wird eine Atmosphäre geschaffen, die überzeugt.

Der Schreibstil verhält sich genau wie das Cover. Die Geschehnisse und Gedanken werden still und schon fas trostlos erzählt. Dennoch schaffen diese Details ein umfängliches Bild der Schauplätze und Mitwirkenden, die den Leser mit ins Geschehen nehmen, begreifen lassen und Hoffnung und Trost spenden.

Die Charaktere besitzen jeder für sich so den eigenen Charme mit allen möglichen Ecken und Kanten. Genau das macht die Verhaltensweisen und Zusammenhänge auch so authentisch und nachvollziehbar. Jeder hat so seine Macken, die dennoch liebenswert sind.

Durch die Sicht des Protagonisten werden die Handlungsstränge aufgedeckt, die zeigen, dass jeder hier so sein Päckchen zu tragen hat.

Aber, auch wenn die Thematik und der Stil melancholisch daherkommen, gibt es immer wieder Szenen, die den Leser zum Lachen bringen.

Die breite Fächerung der Bausteine macht Tiefsinn, der zum Innehalten, Nachdenken und Reflektieren führt.

Mein Fazit: fast unscheinbar werden extreme Emotionen geweckt