Rezension

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Ganz nett

Einer wird sterben - Wiebke Lorenz

Einer wird sterben
von Wiebke Lorenz

Bewertet mit 3 Sternen

Sie ist allein im Haus. Allein mit ihrer Angst. Sie kann mit niemandem sprechen. Nicht einmal mit ihrem Mann. Was wissen die Leute im Auto? Und vor allem, was werden sie tun? Eines Morgens steht es plötzlich da. Das schwarze Auto. Mitten in der ruhigen Blumenstraße in einem gehobenen Wohnviertel. Darin ein Mann und eine Frau, die reglos dasitzen. Stundenlang, tagelang. Nach und nach macht diese stumme Provokation die Anwohner nervös. Allen voran Stella Johannsen, die sich immer und immer wieder die eine Frage stellt: Was wissen sie? Über die schreckliche Nacht vor sechs Jahren, als Stella und ihr Mann Paul einen schweren Unfall hatten. Einen Unfall, bei dem ein Mensch starb. Sind sie deswegen hier? Was werden sie tun? Und wie viel Zeit bleibt Stella noch? "Ich habe mich völlig in dieser Geschichte verloren und wusste irgendwann nicht mehr, wo oben und unten ist. Wahnsinnig spannend. Unbedingt lesen!" Melanie Raabe

Der Psychothriller "Einer wird sterben" von der deutschen Autorin Wiebke Lorenz ist wirklich sehr nett. Das nett gestaltete Cover und der nette Titel ließen auf einen netten Psycho-Thriller schließen. Besonders der Klappentext ist sehr nett, nur die Kommentare zu anderen Büchern der Autorin - sind zwar nett gemeint - gehören aber meiner Meinung nach nicht dorthin. Die Charaktere sind nett gezeichnet. Nettes Buch. Auch der Schreibstil ist nett. Und die Protagonisten sind auch alle sehr nett zueinander. Deshalb sind meiner Meinung nach auch all die netten Rezensionen und Kommentare gerechtfertigt. Besonders nett fand ich die Leserunde. Das einzige, was ich nicht nett fand, war die Tatsache, dass die Autorin nicht auf meine Anfrage geantwortet hat, obwohl sie in ihrem Buch ausdrücklich darauf hinweist, dass man sie anschreiben soll, wenn man Fragen hat. Nun gut, man kann nicht zu jedem nett sein.

Deshalb vergebe ich 3 Sterne. Einen ziehe ich nämlich noch ab, weil in dem ganzen Roman keine tote Fliege, wie auf dem Cover abgebildet, vorkam. Da fühlt man sich als Leser doch ein wenig auf den Arm genommen.