Rezension

Ganz nett, aber auch echt lang

Nächte, in denen Sturm aufzieht, 7 Audio-CDs - Jojo Moyes

Nächte, in denen Sturm aufzieht, 7 Audio-CDs
von Jojo Moyes

Klappentext

 

Liza McCullen weiß, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entfliehen kann. Doch in dem kleinen beschaulichen Örtchen Silver Bay an der Küste Australiens hat sie ein Zuhause gefunden für sich und ihre Tochter Hannah. Die idyllischen, unberührten Strände, der Zusammenhalt in der kleinen Gemeinde und die majestätischen Wale, die in der Bucht vor Silver Bay leben, bedeuten ihr alles. Täglich fährt sie mit ihrem Boot hinaus aufs Meer und bietet Walbeobachtungstouren an für die wenigen Touristen, die sich nach Silver Bay verirren. Als der Engländer Daike Dormer aus dem fernen London anreist und sich in der kleinen Pension von Lizas Tante einquartiert, gerät das beschauliche Leben in Gefahr. Der gutaussehende Fremde in den zu schicken Klamotten passt nicht nach Silver Bay, und niemand ahnt, dass er Pläne schmiedet, die den kleinen Fischerort für immer verändern und Lizas geliebte Wale bedrohen könnten.

 

 

Das Cover

 

Das Cover ist eher ruhig gehalten, ein bisschen Sonnenuntergang mit einem weiblichen Schatten davor, der aufs Meer blickt.

Dieses Cover schreit nach einem Roman, ein Buch nach dem ich, nach dem Cover her, nicht gegriffen hätte wenn ich ehrlich bin.

Für mich ist es eher „Langweilig“. Normalerweise liegt mein Genre auch auf Fantasy, so dass dies vielleicht den Umstand erklärt, warum das Cover mein Interesse nicht geweckt hätte.

 

 

Meine Meinung

 

Dies ist mein erstes Buch von Jojo Moyes, bis jetzt hab ich nur Gerüchteweise darüber gehört, dass ihre anderen Werke großen Anklang gefunden haben.

Also hab ich bei einer Leserunde mein Glück versucht und war tatsächlich dabei.

Was ich leider nicht wusste, ist das dies kein neues Werk von Jojo Moyes ist, sondern eine Neuauflage ihres 2007 erschienen Buches „Dem Himmel so nah“, es wäre schön gewesen wenn dies auf dem Cover zu erkennen gewesen wäre um eben klarzustellen das es sich hier nicht um ein gänzlich neues Werk handelt.

 

Ihr Schreibstil hat mich auf jedenfall nicht enttäuscht.

Sie schreibt sehr flüssig und mitreisend. Man konnte der Handlung gut folgen.

 

Allerdings war das Buch einfach unglaublich lang. Sooo lang. So so so lang.

Der Anfang hat sich, meiner Meinung nach, unglaublich sehr gezogen.

Es ging viel um Details im Bezug auf die Wale und das Bauprojekt. Auf 10 Seiten Bauprojekt folgte gefühlt eine Seite Story.

Dadurch kam man furchtbar schlecht in die Geschichte rein und es löste tatsächlich eine richtige Leseflaute in mir aus.

 

Auch die Charaktere konnten mich nicht so richtig erreichen.

Liza ist sehr verschlossen, aufgrund ihrer Vergangenheit. Was ja auch zu ihrer Hintergrundstory passt, allerdings konnte man so auch als Leser keine wirkliche Verbindung zu ihr aufbauen.

Mir fehlte ein wenig die Sympathie ihr gegenüber. Sie kam mir einfach nur immer sehr abweisend und vor allem Klischeehaft vor.

 

Mike ist eben der typische Geschäftsmann. Ihm geht es nur um das große Geld, die Firmen, Familien und die Umwelt sind ihm herzlich egal. Mit seiner Verlobten plant er seine Zukunft und er scheint sich seines Platzes in der Welt sehr sicher.

Aber als sein Bauprojekt einen neuen Standort braucht, macht er sich auf nach Silver Bay und kommt in der Pension von Liza's Tante Kathleen unter.

Schnell lernt er alle Personen kennen und vor allem die Wale und mit einem mal, ändern sich seine Pläne.

 

Kathleen ist eine ältere Dame die die Pension leitet. Beim Lesen hatte ich immer ein wenig das Gefühl das sie immer für die Pension und ihre Familie, bestehend aus Liza und Hannah, aber nie so richtig für sich selber lebte. Sie hatte bei sich immer das Sagen und zog auch gerne mal an ein paar Strippen.

 

Die anderen Personen die man so kennenlernt, sind alle sehr Klischee belastet. Sie scheuen das neue, wollen möglichst alles so lassen wie es ist und Fremde werden immer etwas argwöhnisch angesehen.

Ansich eine nette Truppe.

 

Mir viel es oft schwer ein wenig den Überblick zu behalten, den mit jedem Kapitel Anfang wechselte die Erzählperspektive. Oftmals vergaß ich auch während des Lesens wer gerade erzählte, weil ich das Gefühl hatte das die Perspektive gewechselt hatte, so dass ich immer wieder zurück blättern musste. Das störte den Lesefluss. Darüber hinaus, wurde viel über den Umweltschutz und vor allem den Tierschutz geredet. Ein sehr wichtiges und interessantes Thema, nur wurde es immer aufgegriffen, wenn gerade die Story in Gang kam und bremste alles aus. Dadurch wurde die Geschichte zäh und hatte fürchterliche Längen.

 

 

Fazit

 

Ich hatte mir einen kleinen Tornado an Gefühlen gewünscht und bekam eine laue Brise.

Das Buch hatte für mich zu viele Längen und zu viele Details. Die Story an sich selber war schön, auch wenn etwas sehr kitschig zum Ende hin, aber durch den Aufbau konnte sie mich leider so gar nicht packen.