Rezension

grossartig erzählte Geschichte

Die Glocke im See - Lars Mytting

Die Glocke im See
von Lars Mytting

Bewertet mit 5 Sternen

Ein schönes Buch, das mich auch optisch sehr angesprochen hat.

Lars Mytting hat ein wunderbares Talent, Geschichten zu erzählen und dabei Generationen von Menschen miteinander zu verknüpfen und dem Individuum auch einen Platz im Ganzen zu geben.

Inhalt: Zu einem dunklen abgeschiedenen Dorf inmitten der Bergen von Norwegen, gehören seit Menschengedenken eine Stabkirche und dessen Schwesternglocken. Nun hat aber der neue Pfarrer die Kirche an Dresden verkauft. Er plant mit dem Geld eine neue, grössere und praktischere Kirche für sein Dorf zu bauen. Sollen die Kunsthistoriker aus Deutschland sich doch über die alte, kalte und dunkle Kirche freuen. Vieles hat Pfarrer Kai Schweigaard jedoch nicht bedacht. Denn, als der Abbau der Stabkirche real wird, werden all die Geschichten rund um die Glocken wieder lebendig. Und die Leute erzählen sich so manches….

Dieser grossartig erzählte Roman konnte mich von der ersten Seite an packen. Astrid, Kai und Gerhard waren drei wunderbare Protagonisten. Sie haben mich beschäftigt. Ihre Entscheidungen und Schicksale haben mich fasziniert. Es hat mir gefallen, wohin der Autor mich als Leserin geführt hat. Das Buch ist voller hintergründigen Sätze, die nachklingen und das Buch zu einem wunderbaren Leseerlebnis machen.  

Auch der historische Teil des Buches möchte ich unbedingt erwähnen. Stimmig ist die Geschichte in eine Zeit eingebettet, wo alte, liebgewonnene Traditionen einem gigantischen Umbruch gegenüberstehen. Die Geschichte der Glocken ist mit grosser Symbolkraft erzählt.

Obwohl das Buch als Trilogie angelegt ist, ist dieser erste Teil in sich abgeschlossen.