Rezension

Herausragender Trilogieauftakt

Partials 01. Aufbruch - Dan Wells

Partials - Aufbruch
von Dan Wells

Bewertet mit 5 Sternen

Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com.

Allgemeines:

Dieser Beitrag wird sich um die Rezension des ersten Bandes von Tötet uns alle drehen. Nach und nach möchte ich euch dann die beiden Folgebände vorstellen und abschließend eine Gesamtübersicht über die Trilogie geben.

Anfang Juli ist bei PIPER unter dem Titel Tötet uns alle eine Gesamtausgabe der Partials-Trilogie von Dan Wells erschienen. Zum ersten Mal kann man alle drei Bände direkt hintereinander weg lesen - und das auf sagenhaften 1552 Seiten. Dadurch ist Tötet uns alle kein Leichtgewicht und obwohl es kartoniert ist, nicht ganz so stabil. Obwohl ich immer sehr vorsichtig mit Büchern umgehe, wird das Buch das Lesen nicht unbeschadet überstehen. Es ist so schwer, dass es mir beim Lesen tatsächlich schon einmal einfach aus der Hand gefallen ist.

Inhalt:

"Den Krieg gegen die Partials, künstlich erschaffene Menschen, haben nur wenige tausend echte Menschen überlebt. Sie haben sich seitdem nach Long Island zurückgezogen und versucht, eine neue Gesellschaft aufzubauen. Die 16-jährige Kira begibt sich mit einer Gruppe Verbündeter nach Manhattan, ein Gebiet, das die übermächtigen Partials beherrschen. Als es den Menschen gelingt, einen der Partials zu fangen, wird Kira dazu auserwählt, ihn zu untersuchen und zu befragen. Und dabei entdeckt sie, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Partials vor dem Untergang stehen – und beide mehr gemeinsam haben, als sie ahnten." (Quelle: PIPER Verlag)

Meine Meinung:

Ich möchte meine eigene Meinung dieses Mal mit einem Zitat des Autors Dan Wells beginnen. Er drückt perfekt aus, was das Besondere an der Protagonistin Kira ist:

Phantastik-Couch.de: Gibt es ein Vorbild für Kira, die siebzehnjährige Hauptfigur in „Partials“?

Dan Wells: Ja, Kira basiert auf Hermine Granger von "Harry Potter". Als wir die Harry Potter Bücher lasen, fiel uns auf, dass es zwar immer Hermine war, die heraus findet, was die Aufgabe ist und wie man sie löst und das dann auch tut. Aber alle tun immer so als wäre Harry Potter es gewesen. Ich finde das lächerlich. Vielleicht weil ich zwei Töchter habe. Ich möchte, dass sie sich selbst als Held der Geschichte verstehen und nicht nur als Handlanger des Helden. Darum kam ich darauf wie großartig es doch wäre eine Geschichte zu schreiben, in der Hermine die Heldin ist. In der sie die Lösung hat, alles selbst durchzieht und auch ihre eigenen Fehler machen darf. Die aber auch ihre eigenen Siege hat und vor allem die Bühne mit niemanden teilen muss. Die die Erwählte ist.

                                                                                                 (Quelle: Phantastik-Couch.de)

Kira hat es einfach drauf und ist dabei sympathisch. Sie trifft ihre eigenen Entscheidungen und ist nicht von irgendeinem Lover, den sie vor ungefähr einer Woche getroffen hat (ihr wisst ja, Liebe auf den ersten Blick), abhängig und vertraut diesem ihr Leben an. Ja, sie ist eine Hermine. Eine Hermine, die im Vordergrund der Handlung steht und die gleichzeitig tough und verletzlich sein kann. Im Laufe des ersten Bandes trifft sie Entscheidungen, die man so in Jugendbüchern eher selten findet. Sie entscheidet sich für sich selbst und nicht für die Liebe. Sicherlich gefällt das einigen Lesern nicht, für mich macht aber genau das Kira aus, zeigt mir die Entwicklung, die sie schon im ersten Band durchläuft, auf.

Nicht nur Kira ist ein gut ausgearbeiteter Charakter. Wells gelingt es, keinen Protagonisten blass erscheinen zu lassen. Jeder bietet Identifikationspotential und mit jedem konnte ich mitfühlen. Wells schreibt auf eine angenehme Art und Weise, die eine große Spannung kreiert. Dabei entwirft er eine sehr komplexe Welt, was mir gut gefallen hat. In diesem Buch gibt es Erklärungen und Inhalt. Es ist nicht bloß ein Jugendbuch für nebenbei, das sich inhaltlich kaum von anderen Büchern des Genres abhebt. Nein, es steckt sehr viel Tiefgründigeres in dem ersten Teil der Partials-Trilogie.

Fazit:

Ich kann es kaum erwarten, weiter in Tötet uns alle zu lesen. Ich hoffe, dass es Wells gelingt, das Niveau des ersten Bandes zu halten und die Geschichte von Kira und den Partials genauso spannend fortzuführen.