Rezension

Humorvolle Lovestory mit Tiefgang

Mister Secret - Leisa Rayven

Mister Secret
von Leisa Rayven

Bewertet mit 4 Sternen

Asha ist Lektorin und soll in einer Art Wettkampf mit ihren anderen Kollegen DEN neuen Beststeller finden und an Land ziehen. Diese Aufgabe stellt sich als gar nicht mal so leicht heraus, da viele Faktoren eine Rolle spielen, was das Thema Bestseller angeht. Asha stößt eher zufällig auf ein Instagram-Profil, das ihr von Post zu Post zunehmend den Atem raubt. Professor Feelgood lässt sich optisch kaum in die Karten schauen, breitet jedoch seine Gefühlswelt offen vor seinen Followern aus. In gefühlvollen und leicht erotischen Gedichten erzählt er von einer verlorenen Liebe und seinem Versuch, darüber hinweg zu kommen. Asha ist wie gebannt von diesem sensiblen, gebrochenen Mann und zieht ihn nach einigem Hin und Her auf ihre Seite. Der Plan, aus seinem gebrochenen Herzen ein Buch entstehen zu lassen, ist schnell gefasst und es kommt zu einem ersten Treffen zwischen Asha der Lektorin und Jacob dem hinter den wundervollen Gedichten.

Leisa Rayven erzählt in gewohnt lockerer und humorvoller Weise die Geschichte zweier von der Liebe enttäuschter Menschen, die sich gegenseitig am liebsten die Köpfe einschlagen würden und sich doch immer mehr zueinander hingezogen fühlen. Ashas und Jacobs Zusammenarbeit sorgt immer wieder für den einen oder anderen verbalen Schlagabtausch und gleichzeitig eröffnen sich tiefere Ebenen beider Gefühlswelten, die deutlich machen, wie sehr auch lange zurückliegende Verletzungen Einfluss auf das Leben erwachsener Menschen nehmen können.

Beide Hauptprotagonisten waren mir trotz oder gerade wegen ihrer Ecken und Kanten von Anfang an sehr sympathisch und mir hat auch sehr gut gefallen, dass der Erotikanteil eher gering ausgefallen ist und somit eine Liebesgeschichte mit Substanz entstehen konnte, bevor es körperlich wurde.

Dies ist der zweite Band der "Masters of Love" Reihe von Leisa Rayven. Ich habe den ersten Band vorher nicht gelesen, was dem Genuss des zweiten Bands jedoch keinen Abbruch getan hat.