Rezension

Ich bin der Zorn

Ich bin der Zorn
von Ethan Cross

Bewertet mit 4 Sternen

~Erster Satz~ Francis Ackerman junior bewunderte sein neues Gesicht auf der spiegelnden Seite des Fensters im Vernehmungsraum.

~Meine Meinung~

Dieses Buch tanzt farblich aus der Reihe. Während die drei Vorgänger einfarbig waren, ist dieses hier rostig gefärbt, mit einem helleren Spot auf der Vorderseite. Die Oberfläche ist außerdem mit einer rauen Folie bezogen, wodurch die rostige Optik spürbar wird. Die Schrift erhebt sich wieder durchsichtig glänzend vom Untergrund und der Buchschnitt ist wie gehabt gefärbt, diesmal in einem passenden Braunton. Wieder eine gelungene Aufmachung.

Wir bekommen in diesem Buch wieder Puzzlestückchen für Puzzlestückchen vom Autor serviert, bis sich das Bild ganz zum Schluss zusammensetzt. Am Anfang hatte ich ganz kurz Startschwierigkeiten, da die einzelnen Kapitel aus der Sicht von verschiedenen Personen geschrieben sind, und es natürlich einige neue Gesichter gab. Durch die Rückblicke an einigen Stellen des Buches, die es auch Leuten ermöglichen sollte erst im vierten Band in die Buchreihe einzusteigen, hatte ich keine Probleme wieder in die Geschichte hineinzukommen. Dadurch, dass die Kapitel so kurz gehalten sind, fliegen die Seiten an einem vorbei. Der Schreibstil von Ethan Cross ist wieder erste Sahne, man kann sich alles was beschrieben wird ganz genau vorstellen und versinkt somit ganz in der Geschichte. Francis Ackerman ist mir noch sympathischer geworden, als er sowieso schon war, Maggie hat mich das ganze Buch über tierisch genervt, Marcus hat mich wie immer fasziniert. Das Gefängnisthema ist normalerweise nicht so meins, aber der Rest der Story hat mich durchhalten lassen. Es war mir eine Freude dieses Buch lesen zu dürfen und ich hoffe ich bekomme in Zukunft noch viele Shepherd-Romane vor die Linse. Sehr empfehlenswert!