Rezension

Könnte mich leider nicht überzeugen

Die Frauen von Salaga - Ayesha Haruna Attah

Die Frauen von Salaga
von Ayesha Haruna Attah

Bewertet mit 2 Sternen

Westafrika, Ende 19. Jahrhundert: Das junge Mädchen Aminah wird aus ihrer Familie gerissen und als Sklavin verkauft. Wurche, die privilegierte Tochter des Herrschers über Salaga, soll gegen ihren Willen eine Ehe eingehen. Als die beiden Frauen sich auf dem Sklavenmarkt begegnen, verbinden sich ihre Schicksale miteinander. Beide hadern mit ihrem Schicksal und verlieben sich sogar in denselben Mann.

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich sowohl das schöne Cover als auch der Klappentext ansprachen. Ich freute mich auf einen Roman, durch den ich das historische Afrika erleben kann. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.
Der Schreibstil wirkte sehr nüchtern auf mich, wenig lebendig, sogar fade. Ich konnte dadurch nicht richtig in die Geschichte reinfinden, sondern habe sie mehr so von außen, aus der Ferne betrachtet, gelesen. Bei mir kamen keine Emotionen auf, so dass es mir schwer fiel, dabei zu bleiben. Ich fühlte mich teilweise sehr gelangweilt.
Zu den beiden Hauptprotagonistinnen konnte ich leider keine Beziehung aufbauen, sie blieben mir zu blass und ihnen fehlte die Tiefe. Das hätte ich mir anders gewünscht, insbesondere weil die beiden Frauen nicht dem klassischen Verhalten der damaligen Zeit entsprachen. Sie dachten weiter und wollten mehr als die Rolle, die den Frauen seinerzeit bestimmt war bzw. aufoktroyiert wurde. 
Die Geschichte selbst, die abwechselnd aus Aminahs und Wurches Sicht erzählt wurde, konnte mich leider nicht packen. Gestört haben mich viele afrikanische Begriffe, die ich nicht kannte und die nicht erklärt wurden. Auch die im Klappentext angedeutete Liebesbeziehung war gerade mal in einem Nebenstrang platziert. Die damalige afrikanische Lebenssituation und die Lebensumstände etc., die ganz anders waren als die europäischen, waren für mich nicht anschaulich und greifbar genug beschrieben. Mir fehlte die Atmosphäre.

Dieser Roman konnte mich leider nicht überzeugen, so dass ich nur 2 von 5 Sternen vergebe.