Rezension

Kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch (mit vernachlässigbaren Mängeln)

Die Ballade von Max und Amelie - David Safier

Die Ballade von Max und Amelie
von David Safier

Ein spannender Roman, der für Teenagern und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist.

Es ist lange her, dass ich ein ganzes Wochenende am Stück nur mit Lesen verbracht habe. „Die Ballade von Max und Amelie“ von David Safier aber hat es geschafft, mich für zwei Tage komplett in ihren Bann zu ziehen. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptcharakteren, dem Wohnungshund Max und der wildlebenden Hündin Narbe, hat mich stärker berührt als ich es erwartet hatte und mich ein Stück weit in meine Kindheit zurückversetzt. Damals waren die Titelhelden meiner Lieblingsbücher und -filme beinahe ausschließlich Tiere und vor allem "Homeward Bound" (dt. "Zurück nach Hause – Die unglaubliche Reise") - ein Film, in dem zwei Hunde (und eine Katze) sich durch die Wildnis schlagen, um zurück zu ihren Menschen zu gelangen - kam mir des Öfteren in den Sinn. Anders als bei meinen geliebten Disney-Filmen wird es in Safiers Buch aber auch stellenweise sehr brutal, wenn Max und Amelie von Albträumen geplagt werden, in denen sie von einem Menschen ermordet werden und dieser letztlich auch im Wachleben Jagd auf die beiden macht. Hier und da fand ich es außerdem irritierend, wenn der Autor, der sich im restlichen Verlauf der Geschichte sehr realistisch in die Wahrnehmungsweise eines Hundes einfühlt, die Hunde z.B. weinen oder singen lässt. Wenn man dies als künstlerische Freiheit betrachtet, tut es dem Unterhaltungswert der Erzählung aber keinen Abbruch.

Fazit: Die Liebesgeschichte der Hunde, ihr Hadern mit dem Schicksal und nicht zuletzt die über allem schwebende Frage, was mit unseren Seelen nach dem Tod passiert, machen dieses Buch zu einem spannenden Roman, der für Teenager und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist.

Mein erster Safier, aber sicher nicht mein letzter!