Rezension

Langatmig

Gartenschläfer - Gabriele Keiser

Gartenschläfer
von Gabriele Keiser

Bewertet mit 2 Sternen

Klappentext:
Unter einer Steinbrücke im Andernacher Schlossgarten wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Der 18-jährige Mario Reschkamp wurde mit zahlreichen Messerstichen regelrecht niedergemetzelt.
Die Koblenzer Kommissarin Franca Mazzari und ihr Kollege Bernhard Hinterhuber übernehmen den Fall. Vieles deutet auf ein Verbrechen im Drogenmilieu hin, denn das Opfer war als Dealer in den einschlägigen Kreisen gut bekannt. Befragungen in Marios Freundeskreis bringen weitere interessante Details ans Tageslicht. Offenbar hatte er eine Schwäche für okkulte Praktiken. Und für Frauen.
Eine seiner vielen Freundinnen weckt Francas besonderes Interesse: Davina Kayner. Das sensible Mädchen, das allein bei seiner Großmutter lebt, hat offensichtlich das spurlose Verschwinden seiner Mutter nicht verwunden...

Der Regionalkrimi von Gabriele Keisers schneidet sehr viele verschiedene Themen an, von denen kaum eines hinreichend behandelt wird. Zwei Morde, das mysteriöse Verschwinden einer Mutter, deren traumatisierte Tochter zu den Verdächtigen zählt, ein agressiver Außenseiter, der sich mit gewaltverherrlichenden Computerspielen und Filmen den ultimativen Kick holt.  Es geht um Drogen und okkulte Praktiken und all das in nur wenigen Seiten und trotzdem eindeutig zu viel für diesen Krimi, der leider mit sehr wenig Spannung daherkommt. ,Die Privatangelegenheiten der Ermittler werden langamtig verhackstückt, die vielen Nebencharaktere dagegen werden nur am Rande abgehandelt. Der zu lösende Fall bleibt dabei leider auf der Strecke, die wenigen Ermittlungen scheinen lediglich die Rahmenhandlung für die vielen dramatischen Erfahrungen und Erlebnisse der Charaktere darzustellen. Dadurch geht die Spannung verloren, und die schnell abgehandelte und beiläufige Auflösung des Falls kann nicht überzeugen. Drei Sterne für den flüssigen Schreibstil und die gut gedachte aber nicht überzeugend umgesetzte Idee.