Rezension

lesenswert, verleitet zum Nachdenken (und hoffentlich besser machen)

Die Tyrannei der Arbeit
von Ulrich Renz

Bewertet mit 5 Sternen

Oft arbeiten wir, um zu leben. Der Spaß an der Arbeit ist für viele Menschen schon längst verloren gedanken, wir ackern, machen Überstunden, lassen uns Hetzen und oft auch noch von Vorgesetzten schlecht behandeln. Das private Leben rückt in den Hintergrund, denn wir sind ausgelaugt und nehmen die Probleme von der Arbeit mit nach Hause. Auch Ulrich Renz ist das alles irgendwie bekannt und er wagte einen Absprung. Und mit diesem Absprung ging das Nachdenken los über das System "Arbeit". Aus diesen Gedanken ist das vorliegende Buch entstanden...

..und ich muss sagen: es hat mich sofort gefesselt, da es wirklich sehr eingängig geschrieben ist. Das Buch lässt sich gut und sehr flüssig lesen, schwere Satzkonstrukte findet man hier zum Glück nicht, wie es in manchen Sachbüchern der Fall ist. Dennoch schaffte es der Autor hier auch Fakten, wie beispielweise aus Studien gut unterzubringen.
Inhaltlich habe ich mich und mein Arbeitsleben oft wiedererkannt und allein das brachte mich ordentlich zum Nachdenken. Der eine oder andere Tipp ist natürlich auch dabei.
Der gut finde ich, dass der Autor mit einem Quellenverzeichnis arbeitet, da man so auch noch mal das eine oder andere vertieft nachlesen kann. Zudem gibt uns der Autor noch einige Buchtipps zum Weiterlesen mit an die Hand.

Für mich ein Fazit: In vielen Firmen muss sich etwas ändern, aber auch der Einzelne sollte sich dessen bewusst sein. Ein sehr lesenswertes Buch, welches zum Nachdenken anregt!