Rezension

mäßig

9 1/2 perfekte Morde - Alexander Stevens

9 1/2 perfekte Morde
von Alexander Stevens

Bewertet mit 3.5 Sternen

War sehr gespannt auf dieses Buch, aber so wirklich viel Neues hat man nicht erfahren. Es werden verschiedene Szenarien angesprochen mit Beispielfällen und dann geht es hauptsächlich um die deutsche Rechtsprechung. Dies aber sehr ausführlich.

Warum kann der Mörder nicht des Mordes angeklagt werden, warum ist das nur fahrlässige Tötung, warum könnte man wegen Totschlags anklagen, wenn man nachweisen könnte, dass der Mörder diesen Gedanken hatte als er die Tat beging usw. Viele juristische Spitzfindigkeiten, aber der Autor ist ja auch Anwalt. Es wird darüber berichtet, dass viele Morde deswegen unentdeckt bleiben, weil viele Hausärzte als Todesursache einen natürlichen Tod angeben, da sie die Leiche nicht gründlich untersuchen (z.B. wenn die Omi zuhause stirbt). Auch sterben jährliche viele Menschen daran, dass sie auf einer Kreuzfahrt über Bord gehen. Wer weiß denn schon, ob das alles Unfälle oder Selbstmorde waren. Die Leichen sind unauffindbar, Spuren gibt es auch keine und die Schiffseigner haben kein Interesse daran, die Polizei an Bord zu holen. Und so ist jedes Kapitel einem Thema gewidmet.

Es lässt sich schnell lesen, auch wenn diese juristischen Feinheiten etwas trocken sind. Der Autor hat sich bemüht, das Thema mit Humor aufzulockern. War zwar interessant, aber wenig aufschlußreich.