Rezension

Mein Jahreshighlight!

Bell und Harry
von Jane Gardam

Bewertet mit 5 Sternen

Ich verneige mich vor einer vorausschaunden "Grande Madame" Jane Gardam! - Thank You Very Much For the Pleasure

Ich bedanke mich von ganzem Herzen bei der Vorablese-Jury sowie beim Hanser-Literaturverlag für das kostenlose Hard-Cover-Rezensionsexemplar. Mein Esels-Eindruck war gewiss nicht "Die feine Englische Art", aber sie ist so aktuell wie die Botschaft, die mir Grande Madame Jane Gardam vermittelt hat. 

Zunächst einmal möchte ich kurz erwähnen, wie mein fürchterlicher Lese-Eindruck zustande kam. Ich zitiere: "Was regst Du Dich so auf, ob das Buch nun 300 oder 200 Seiten hat? Hast Du doch eh geschenkt bekommen!" 
Ich: "Ok, dann will ich das Buch jetzt eben für lau haben und kopiere nur noch fremde Meinungen (du scheinst ja selbst keine zu haben, sonst würdest du ja nicht so'n Müll daher reden *grrrr*)" 

"Bell und Harry" wurde 1981 in Großbritannien veröffentlicht. Da war ich gerade mal neun Jahre alt und wusste über die Autorin ebenso wenig wie über das Leben Bescheid. Theoretisch könnte Jane Gardam meine Grandma, Tante oder wer auch immer sein. Ich hatte nie dergleichen. Heute bin ich 46 Jahre alt. Nie Mama gewesen, warum? Das weiß nur meine Mutti. Aber ich habe zwei liebe Brüder. Wie auch immer, die Lektüre habe ich in sechs Stunden (mit Pinkelpausen) verschlungen, während (der schönste) Mehmet (der Welt) neben mir schlummerte. 

Neben all den herausragenden Rezensenten, die immer wieder die intensive Freundschaft zwischen den beiden jungen Burschen Bell (Ding-Dong) und Harry (Herold) betonen, habe ich etwas völlig anderes zwischen den Zeilen gelesen: Hier geht es um Geborgenheit, um Heimat, um Fernweh (undefinierbare Sehnsucht) und um Natur(schutz) - was damals sowie heute und für alle Zeiten immer gültig sein wird: 1981 steht einerseits für Härte, für Vertrauen, Ausbruch und Neugier und Liebe - aber auch für Angst und Schrecken - andererseits um einen politisch ängstlichen, dennoch gewissenvollen und zugleich engagierten Menschen, der auf sein Leben zurückblickt voller Flower-Power und Mondlandung. Ohne die Kelten, ohne die Wikinger, ohne "hasse 'nich gesehen ..." wären wir heute nicht das, was wir sind: Eine Gemeinschaft! Vertraue mir, ich rette Dich!

Grande Madame Jane Gardam spricht in ihrem Roman "Bell und Harry" das Thema Urvertrauen an. Und zwar sehr, sehr - sehr vorausschauend! 

Diesen Roman empfehle ich ganz besonders jungen Menschen. 
So wie ich im Herzen immer einer geblieben bin. 
So wie ich immer einer bleiben möchte. 

Bell und Harry stehen für Jugend, für "Mother Earth" (und James Blunt), für Sehnsucht und für das ABENTEUER LEBEN 

Thank you very much - ich verneige mich vor dem
Hanser-Literaturverlag, dass er  Grande Madame Jane Gardam
mit dieser Lektüre ein liebevolles  Denkmal setzt.

Sie steht für Dich - für mich - für uns alle - für alle Zeiten - Madame steht für Bewusstsein.

Lasst Euch nicht verrückt machen, wir sind es schon - jeder auf seine wunderschönste Weise!

(Das Cover ist farblich meiner Welt angepasst. Himmel, sattes Grün.)