Rezension

Mission gescheitert

Baba Jaga - Toby Barlow

Baba Jaga
von Toby Barlow

Bewertet mit 1 Sternen

Die jung gebliebene russische Hexe Zoja trifft im Paris der 50er den CIA-Mann Will. Ein in einen Floh verwandelter Polizist ist dabei noch das Harmloseste in dem Chaos, welches ihre Begegnung nach sich zieht.

Die Ausgangsmischung - zaubernde Russin und verdeckt arbeitender Amerikaner im Paris von einst - verspricht Potential, Spannung und Humor.

Leider erzeugt das Werk dann eher Irritation, als Unterhaltung.

So ist schon die Schilderung der agierenden Personen wenig nachvollziehbar. Alleine die sich langsam entfaltende Lebens- und Hintergrundgeschichte der Hexe Zoja vermag ihr unstetes Handeln nicht zu rechtfertigen oder verständlich zu machen. Auch der zum Beobachter verdonnerte Floh-Polizist wirkt ebenso fraglich und überflüssig.

Der Autor bedient sich zwar einer breit gefächerten Sprache, wechselt dabei aber ständig zwischen Eloquenz und Vulgärem. Auch seine selbst gedichteten Hexenlieder, die er hin und wieder einfügt, stören dem Folgen des Geschichtsverlaufs. Ihr Sinn bzw. der Mehrwert, den der Author möglicherweise damit generieren will, ist nur schwer zu deuten.

Folglich lässt sich dieses Werk nur Jemandem empfehlen, der viel Sitzfleisch und Nachsicht beim Lesen aufweisen kann.

Kommentare

mimimaus kommentierte am 29. Dezember 2014 um 16:01

Deine Rezi ist echt gut :-) - vielleicht ist dieses ein Werk für Menschen mit nicht viel Hirnwindungen...

Litir antwortete am 31. Dezember 2014 um 19:18

Danke. Bezüglich der Hirnwindungen wage ich mir kein Urteil zu erlauben.

Es ist auf jeden Fall keine Lektüre, die ich noch einmal lesen würde, um sie vielleicht besser verstehen zu können. Diesbezüglich mache ich mir keine Illusionen.