Rezension

Murder Park

Murder Park - Jonas Winner

Murder Park
von Jonas Winner

Der Autor hat mich mit seinem Buch "Die Zelle" sehr begeistert. Deswegen konnte ich es fast gar nicht abwarten, sein nächstes Meisterwerk zu lesen. Bei "Die Zelle" hat der Autor es schon geschafft eine gewisse Spannung aufzubauen, die zu halten und mir als Leser richtige Schockmomente zu verpassen. Und das Ganze gepaart mit einem Hauch Horror.

Leider hat mich "Murder Park" in dieser Richtung etwas enttäuscht. Die erste Hälfte des Buches war für mich einfach nur lang. Irgendwie habe ich immer auf etwas gewartet, dass es endlich losgeht. Es waren zwar ein paar "Schockmomente" dabei, aber die haben mich gar nicht geschockt, weil es so klar war, dass die kommen.
Die zweite Hälfte des Buches wurde dann schon besser, aber vom Hocker gehauen hat es mich leider auch nicht so. Vielleicht war es auch, dass ich einfach nicht den Draht zu dem Inhalt gefunden habe. Es hat mich nicht so geschockt und so gefesselt, wie es hätte sein sollen. Es ging aber auch alles rasend schnell. Erst beginnt das Buch sehr langsam und dann zack, zack, zack und Ende. Die Chance das alles mit zu erleben und zu verdauen hat man als Leser leider nicht.

Die Charaktere waren allerdings sehr gelungen ausgearbeitet. Ich habe ihnen alles abgekauft und vor allem die Tiefe war perfekt getroffen. Ich mag es, wenn ich hinter die Kulissen eines Charakters schauen kann. Wenn der Autor wirklich den Charakter ein Leben gibt. Gerade beim Thriller baut man dann doch sowas wie eine Beziehung auf zum Charakter, wenn man viel über ihn weiß.

Das Setting fand ich sehr interessant. Ich hatte zwar von so eine Art Park gehört, aber mir fehlten da Hintergrundinformationen. Deswegen war es jetzt alles neu für mich. Das Konzept, das hinter dem Murder Park steht, finde ich allerdings etwas fragwürdig und skurril.

Das das Buch so ausgeht, wie es ausgeht, habe ich mir schon von Anfang an gedacht. Das hat sich im Laufe der Geschichte schon rauskristallisiert, dass es so kommen muss. Ich hatte immer noch auf eine Wendung gehofft. Auch ist es leider etwas offen gehalten. Mich hätte schon interessiert, ob das Konzept, das angestrebt wurde, wirklich auf Dauer geklappt hat.

Ich möchte das Buch trotzdem gerne empfehlen.

Das Cover: Ich finde das Cover recht schlicht gehalten. Ich mag schlichtes und deswegen gefällt es mir echt gut.

Fazit: Leider ist das Buch zum Anfang echt lang, wird dann aber etwas besser. Aber leider konnte es mich trotzdem nicht packen. Die Idee und die Charaktere gefallen mir wiederum sehr gut.