Rezension

Nette Geschichte mit zu viel Streit

Mister Secret - Leisa Rayven

Mister Secret
von Leisa Rayven

Bewertet mit 3.5 Sternen

2. Band der Reihe.
Edens Schwester Asha ist nun die Protagonistin, Eden und Max aus Mister Perfect kommen am Rande vor. Vorwissen ist aber nicht zwingend notwendig.

Asha ist Lektoratsassistentin. Eine Beförderung ist möglich, wenn sie dem Verlag einen Bestseller beschafft. Ihre Chance sieht sie in einem bekannten Instagramer, dessen gefühlvolle Gedichte über eine unglückliche Liebe eine große Leserschaft begeistern – und Asha zum Schwärmen bringen.

Der Schreibstil gefällt mir wieder gut. Flüssig und bildhaft. Asha schildert das Geschehen in der Ich-Perspektive und gibt dabei Einblicke in ihre Gedankenwelt. Zusätzlich hätte ich mir allerdings Perspektivwechsel zu Jake gewünscht, um einen Eindruck zu bekommen, was in ihm vorgeht.

Die Geschichte ist nicht uninteressant, konnte mich aber auch nicht komplett überzeugen.
Figuren, die sich ununterbrochen streiten und anmotzen, obwohl sie sich doch zueinander hingezogen fühlen, hatte ich in letzter Zeit vielleicht einfach zu häufig, sodass das ständige, übertriebene Gezicke mich zwischenzeitlich genervt hat.
Hinzu kommen vorhersehbare Ereignisse und einige übertrieben geschilderte Situationen sowie jede Menge erfüllte Klischees.
Dennoch bietet die Geschichte von Asha und Jake auch spannende und berührende Momente. Dabei werden ernste Themen leider teilweise nur angeschnitten, obwohl sie der Story mehr Tiefe hätten geben können.

Interessant fand ich den Prozess um die Buchentstehung, der aber leider nicht sehr ausführlich geschildert wird.
Mit Jakes Gedichten konnte ich wenig anfangen – vielleicht auch eine Folge der Übersetzung.

Fazit

Dank des flüssigen, anschaulichen Schreibstils liest sich das Buch sehr gut. Der ständige Streit zwischen Asha und Jake wird mit der Zeit aber etwas anstrengend.