Rezension

Nicht mein Geschmack

Der letzte Satz - Robert Seethaler

Der letzte Satz
von Robert Seethaler

Bewertet mit 3 Sternen

Robert Seethaler schreibt über die Erinnerungen und Gedanken des Komponisten, Dirigenten und Musikdirektors Gustav Mahler. Zu dem Zweck platziert ihn auf ein Schiff und zwar oben am Deck. Der Blick aufs Meer gibt ihm Ruhe, so meint er. Umsorgt wird er von einem Jungen, der immer dann erscheint, wenn Mahler einen Wunsch hat. Unten sitzt seine Frau Anna mit Tochter Alma. Die zweite Tochter starb.

 

Nein, das war kein Buch für mich. Es stand ja auf der Longlist zum „Deutschen Buchpreis 2020“ und der Autor wird immer wieder sehr gelobt. Es war das erste Werk von ihm, welches ich las. Es soll ja ein Roman sein, jedoch ist es eine Aneinanderreihung von teil zusammenhanglosen Sätzen. Immer wieder schweifen die Gedanken des Musikers ab. Die Fäden werden nicht zu einem Zopf zusammengefügt. Dann wiederum gibt es ausführliche Dialoge zwischen Mahler und seiner Frau, die aber nichts vom Ende und den Auswirkungen der Diskussion verraten. Herr Seethaler ist ein guter Schauspieler, sein Schreibstil lässt aber zu Wünschen übrig. Drei Sterne gebe ich dafür und er hat mit Sicherheit viele Fans, die seine Bücher gerne lesen.

Kommentare

naibenak kommentierte am 23. September 2020 um 11:52

In diesem Buch geht es nicht um eine Story, sondern um einen sterbenden Weltstar, der sich in verschiedene Erinnerungen verliert. Er lässt die Gedanken schweifen, ganz genau. Da gibt es meist keine engeren Zusammenhänge. Ist aber nicht jedermanns Geschmack so etwas, da gebe ich dir Recht. Jedoch hat es eher wenig mit dem Schreibstil zu tun ;-)

lielo99 kommentierte am 23. September 2020 um 12:33

Oh doch, sein Stil gefällt mir absolut nicht. Und ein Roman ist es keineswegs.