Rezension

Rat der Neun

Rat der Neun - Gezeichnet - Veronica Roth

Rat der Neun - Gezeichnet
von Veronica Roth

Bewertet mit 4 Sternen

Inhalt

 

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe ...

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht - was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in Ryzeks Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören ...

 

Das Cover

 

Etwas dezent, aber dennoch stark im Ausdruck. Eigentlich zeichnen sich nur die risse aus denen es golden Blutet deutlich ab. Passt auch zu dem Titel „Gezeichnet“. Wer das Buch gelesen hat, weiß auch für was diese Risse stehen und dadurch wird das Cover noch deutlich aussagekräftiger.

 

Meine Meinung

 

Von Veronica Roth bin ich, wie viele andere bestimmt auch, seit „Die Bestimmung“ ein absoluter Fan! Auch diesmal hat sie sich wirklich nicht lumpen lassen!

Allerdings hab ich mich mit diesem Buch anfangs etwas schwerer getan.

 

Die Kapitel sind immer der Anfang eines Charakter Wechsels. Es wird immer abwechselnd aus Akos und aus Cyras Seite geschrieben. Oftmals auch hintereinander dieselbe Person.

Als erstes stürmen, viele neue Namen auf einen ein. Die ersten 100 Seiten hatte ich ehrlich gesagt absolut keinen Durchblick. Erst langsam klärte sich das alles etwas auf und auf einmal ergab alles einen Sinn.

Nach einem also etwas zähen und leicht frustrierendem Anfang, fand ich mich mitten in der Welt von Akos und Cyra wieder.

Und was für eine Welt dies ist!

Ich finde Veronica Roth beschreibt hier eine Welt die es so ähnlich auch hier gibt. Ein Planet der von zwei Völkern bewohnt wird, die unterschiedlicher nicht sein könnten und für die beide es ihr Planet ist. Ein Wahnsinniger Mann der das Universum für sich beanspruchen will und um jedem Preis seinem Schicksal trotzdem will.

Wir leiden mit Akos, der in der Welt des Feindes groß wird, der mit ansehen muss wie erst seine Mutter sie im Stich lässt und dann zusieht wie sein Bruder immer mehr verloren geht.

Wir leiden mit Cyra die von ihrer Gabe regelrecht zerfressen wird. Die auf so viele Arten unterschätzt und ausgegrenzt wird.

Wie beide durch ihre Gaben zueinander finden und auf einmal merken das sie etwas verbindet. Auf einmal entsteht der Wunsch etwas zu verändern, etwas zu tun.

 

Ich fand gerade die Geschichte zwischen Cyra und Akos super. Die beiden sind solch starke Charaktere, so geprägt von ihrer Vergangenheit und leiden beide still.

Sie wachsen miteinander und öffnen sich.

 

Dazu kommt auch noch ein nahender Krieg, ausgelöst von Cyras Bruder Ryzek.

 

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten fand ich dieses Buch wirklich außergewöhnlich gut. Zwar lange nicht so gut wie „Die Bestimmung“ aber nah dran.

Veronica Roth hat hier wieder mal eine Welt geschaffen, die ihresgleichen sucht!