Rezension

Schockierend-spannender Auftakt

Das Juwel - Die Gabe
von Amy Ewing

Bewertet mit 5 Sternen

Inhalt
Violet lebt in Armut in einer Welt, die vom Adel beherrscht wird. Sie hat, wie viele andere junge Mädchen, eine besondere Gabe: Sie kann Dinge wachsen lassen. Doch diese Gabe wird ihr größter Fluch sein. Da die Adelsdamen keine Kinder austragen können, sollen diese begabten jungen Mädchen dies übernehmen und dem Adel als Leihmütter dienen. Violet erwartet ein Leben in einer prunkvollen Welt, doch sie wird allem beraubt, vor allem ihrem freien Willen und ihrer Freiheit...

Rezension
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und einem Jugendbuch angemessen. Erzählt wird die Geschichte aus Violets Sicht in der Ich-Perspektive. Das Thema der Leihmutterschaft empfinde ich als etwas besonderes, denn so ein heikles Thema ist doch recht ungewöhnlich für ein Jugendbuch. Genau das hebt dieses Buch aber von der Masse ab. 

Violet ist ein recht typischer Protogonisten-Charakter. Sie ist talentiert und hübsch, sieht sich aber nicht als schön sondern nimmt sich selbst eher als unscheinbar wahr. Sie ist in ihrer Gabe sehr begabt, was sie beim Adel sehr begehrt macht. Widerwillig und dennoch mutig fügt sie sich ihrem schrecklichem Schicksal. Sie wird von der Herzogin vom See gekauft.

Die Herzogin möchte, dass Violet ihr eine Tochter austrägt. Sie ist eine strenge Herrin, doch so recht hassen konnte ich sie nicht, denn es zeigte sich im Laufe der Geschichte, dass auch die Herzogin trotz allen Reichtums kein leichtes Leben zu haben scheint. 

Ash ist ein weiterer interessanter Charakter. Er ist eine Art Callboy, der auch dem Adel dienen muss. Mit seinem Auftauchen im Buch kommt Romantik ins Spiel. 

Etwas zu schnell entwickelte sich meiner Meinung nach die Romanze in dieser Geschichte. Doch trug sie wiederrum zur Spannung bei. Da man immer nur nach und nach genaueres über Violets Gabe und die Zustände in der Welt erfährt, bleibt der Spannungsbogen die ganze Zeit über recht hoch. Immer wieder passieren neue schockierende Ereignisse, die teilweise neue Fragen aufwerfen. 

Die Spannung steigert sich zum Ende sogar noch und die Geschichte nimmt beträchtlich an Tempo zu und endet in einem sehr gemeinen Chiffhanger. Das lässt mich über die meist blassen und stereotypen Nebencharaktere hinwegsehen. 

Mein Fazit
Ich war völlig gefesselt von Violets Geschichte und verschlang das Buch regelrecht. Die spannende Hintergrundgeschichte ist mal etwas anderes und ist auch wegen der interessanten Hauptcharaktere gut umgesetzt. Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil dieser Trilogie. Ich vergebe 5 Sternchen!