Rezension

Sehr oberflächlich

No time to eat - Sarah Tschernigow

No time to eat
von Sarah Tschernigow

Bewertet mit 2 Sternen

In dem Ratgeber „No time to eat“ von Sarah Tschernigow aus dem Ullstein Verlag geht es um Tipps und Ratschläge, wie man sein Essen in Eile oder unterwegs gesund wählen kann. Nach einer Einführung in Clean Eating und Ernährungsbasics gibt es einen 10 Punkte Plan der die Wahl des Essens erleichtern soll.

 

Je häufiger ich mir das Cover anschaue, desto weniger ansprechend wirkt es auf mich. Auch wenn der Umschlag sehr hochwertig ist, wirkt das Papier des Buches qualitativ deutlich schlechter. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt: Clean Eating-Prinzip, Ernährungsbasics und der 10-Punkte-Plan. Während das Clean Eating-Prinzip meiner Meinung nach wichtig und auch ganz gut aufbereitet ist, fallen die anderen beiden Teiledeutlich ab. Der 10-Punkte-Plan ist nicht wie zu erwarten ein Plan, sondern er besteht aus 10 Unterkapitel mit 160 Seiten. Meiner Meinung nach ist das ein ziemlich langer Plan für Leser, die dem Titel nach ja „no time“ haben. An vielen Stellen hat sich das Buch gezogen und durch Wiederholungen geglänzt. Ich denke 200 Seiten hätten für den Inhalt gereicht.

 

Inhaltlich hält das Buch nicht was es verspricht und es sind auch keinerlei Referenzen zu finden. Die im Buch genannten Punkte sollten eigentlich jedem bekannt sein, der ein bisschen Ahnung von Ernährung hat. So ist das Buch wirklich nur etwas für Leute, die komplett neu in die Thematik einsteigen. Auch das Anpreisen von Kaffee mit Butter und Kokosfett als Frühstücksalternative macht das Buch (und leider auch die Autorin als Ernährungstrainerin) unglaubwürdig. Auch sind in dem Buch viele Fehler, die spätestens dem Lektor hätten auffallen müssen. So sind 11,7 g mal 2 nicht mehr als 25 g und schon gar nicht 30 g (Zuckergehalt eines Joghurts); Apfeltüten sind definitiv keine Getränke und grammatikalische Fehler sind auch zu finden.

 

Ich kann es verstehen, wenn Leute keine Zeit zum ausgiebigen kochen haben, aber ich finde es kritisch, dass Leute offensichtlich darin unterstützt werden auch keine Zeit zum Essen selber zu haben. Die Basislebensmittelliste, die ich sehr interessant fände, kann man leider nur nach Angabe des Namens und der E-Mail-Adresse auf der Homepage der Autorin bekommen. In einem Ratgeber sollte meiner Meinung nach eine solche Liste abgedruckt sein.

 

Alles in allem hat mich das Buch leider enttäuscht, da ich mir davon etwas ganz anderes versprochen habe. Erwartet habe ich konkrete Tipps, Informationen und Rezepte und nicht allgemeine Ratschläge. Das Buch wirkt meiner Meinung nach nicht richtig rund und fundiert genug. Ohne Überarbeitung kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.