Rezension

Sehr spannend geschrieben

Rot. Blut.Tot. -

Rot. Blut.Tot.
von Anne Nordby

Bewertet mit 5 Sternen

Mir fiel es sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen, die Spannung hatte mich jederzeit im Griff. Meine Wissenserweiterung in Bezug auf die nordische Mythologie gefiel mir ebenfalls

In dem Thriller werden mehrere Handlungsstränge miteinander verknüpft. So wird auf einer Kopenhagener Industriebrache ein furchtbar entstelltes Mordopfer gefunden, dem der Kiefer auseinandergebrochen wurde. Die Kopenhagener Polizei um Jesper Jörn Baek und Kirsten Vinther übernehmen die Mordermittlungen. Warum wird ein totkranker Mensch ermordet?
Parallel wird nach über 30 Jahren Haft ein Mörder entlassen, der sich nur Häftling 25 nennt. Er wird der “Wolf von Møn” genannt, der ein kleines Mädchen tötete und ihren Hund ähnlich zerriss. Der frisch entlassene Mörder begibt sich wieder nach Møn, wo kurz darauf ein weiterer Mord geschieht. Auch diesem Opfer wird der Kiefer brutal auseinandergerissen.
Die Bewohner verdächtigen nun den damaligen Täter erneut, während die Dorfpolizistin Lykke auffällt, dass damals nicht sauber ermittelt wird.
Die Recognizerin Marit Rauch Iversen wird ins Team geholt.

Mir wurde nicht ersichtlich, warum sie die Namensgeberin des Thrillers dieser Reihe ist. Ihre Rolle ist (noch) nicht ausgereift. So wird nicht dargelegt, wie sie ihre Fähigkeiten genau einsetzt. Stattdessen wird stets auf ihr auffälliges Äußeres hingewiesen oder Anbahnungen zu Jesper. Hier ist noch ganz viel Luft nach oben.
Die Verknüpfung der aktuellen Mordfälle mit Ereignissen aus der Vergangenheit, und damit wird sich nicht nur auf den Wolf von Møn bezogen, sowie der nordischen Mythologie, geschieht sehr spannend.
Wenn man außen vorlässt, dass die erste Spur so etwas von offensichtlich falsch war.

Mir fiel es sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen, die Spannung hatte mich jederzeit im Griff. Meine Wissenserweiterung in Bezug auf die nordische Mythologie gefiel mir ebenfalls. In Bezug auf die Auflösung bin ich zwiegespalten. Hier flachte der sprachliche Stil, der schon recht einfach ist, noch mehr ab.

Fakt ist: Das Buch habe ich, trotz des einfachen Sprachstils und der 513 Seiten, recht schnell gelesen. Wenn Marit Rauch Iversen weiterhin die Namensgeberin dieser Reihe ist, sollte diese Rolle weiterhin ausgebaut werden, um der Namensgebung gerecht zu werden.