Rezension

Super Auftakt der Trilogie

Scythe 01 - Die Hüter des Todes - Neal Shusterman

Scythe 01 - Die Hüter des Todes
von Neal Shusterman

Bewertet mit 5 Sternen

Inhalt: 
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster. 
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten … 
Meinung: 
Neal Shusterman hat eine interessante Welt erschaffen, die in der nahen Zukunft spielt. In dieser Welt herrscht der Thunderhead, eine künstliche Intelligenz. Regierungen wurden abgeschafft. Krankheiten und den Tod gibt es nicht mehr. Die Menschen können zwar altern, aber nicht sterben. Schön und gut, doch das ganze führt zu einer Überbevölkerung und daher wurde das Scythetum ins Leben gerufen. Ausgewählte Menschen, die vorher eine Lehre durchlaufen müssen, sind dazu bestimmt Menschen das Leben zu nehmen. Sie nennen sich „Scythe“. Es gibt Scythe die ihrer Aufgabe Gewissenhaft und mit Demut nachgehen und ihre „Opfer“ mit Bedacht auswählen. Andere wiederum finden Spaß daran ganze Massaker durchzuführen und ihre Macht auszukosten. 
Citra und Rowan, 16-jährige Schüler, werden ausgewählt die Lehre zu Scythe zu durchlaufen. Beide sind nicht angetan davon Menschen das Leben zu nehmen, auch wenn dies notwendig ist. Doch die beiden arrangieren sich mit ihrer Situation und wachsen in ihre Rolle hinein, jeder auf unterschiedliche Weise. 
Die Geschichte ist von Beginn an spannend und lässt nicht nach. Shusterman’s Zukunftsvision ist durchaus vorstellbar und nicht aus der Luft gegriffen. Die Vorstellung, dass irgendwann alle Krankheiten besiegt sind und es den natürlichen Tod nicht mehr gibt, ist beängstigend. Natürlich wäre es toll, wenn kein Mensch mehr leiden müsste. Aber was fängt man mit sich an, wenn man schon hunderte Jahre lebt? Man hat alles gesehen und erlebt. Wird es nicht irgendwann langweilig? Das Buch hat mich sehr beschäftigt. Und das schätze ich an einem guten Buch, dass es mich zum Nachdenken anregt. 
Ich bin sehr gespannt wie es weitergehen wird und freue mich schon auf den zweiten Teil. 
Fazit: 
Eine spannende Zukunftsvision, die den Leser sehr beschäftigt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!