Rezension

Toller Start, aber vorhersehbares Ende

Wenn Donner und Licht sich berühren - Brittainy C. Cherry

Wenn Donner und Licht sich berühren
von Brittainy C. Cherry

Klappentext

 

Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke – wo es vielleicht schon zu spät ist.

 

 

Das Cover

 

Ich finde das Cover recht Stimmig. Die Farbwahl ist schön, auch in der Kombination mit der Wolken. Allerdings muss ich sagen, dass es mir nicht gefällt.

Für mich ist das Cover einfach zu unaufregend, es spricht mich nicht direkt an. Da erwarte ich eher eine seichte Liebesgeschichte, als ein Werk das einen emotional von den Füßen reist. Und genau das wünsche ich mir nämlich, denn das bin ich von der Autorin auch gewöhnt.

Hätte ich es so im Laden stehen sehen, hätte ich nur danach gegriffen, weil mir die Autorin ein begriff ist, aber das Cover hätte mich zögern lassen.

 

Meine Meinung

 

Dies ist nicht mein erstes Buch von Brittainy C. Cherry, deswegen hat es mich wenig überrascht, dass ich so gut in das Buch gekommen bin. Ich war sofort in der Geschichte gefangen.

Schön finde ich, dass die Geschichte von beiden Seiten erzählt wird, weil man so einen guten Gesamteindruck bekommt.

 

Jasmine ist eine interessante Figur. Ihre Mutter wurde sehr früh mit ihr schwanger, weswegen sie ihre Karriere als Sängerin nicht starten konnte, jetzt hofft sie das Jasmine das für sie übernimmt und schleppt sie von Training zu Training, von Casting zu Casting. Dabei ist es Jasmines einziger Wunsch es ihrer Mutter recht zu machen.
So richtig warm bin ich nicht mit ihr geworden, dadurch das ihre Mutter ihr ganzes Leben so dominierte, hatte sie selber keine wirkliche Persönlichkeit. Sie wollte es alles immer nur recht machen und tat dafür so einiges. Sie stellte ihre ganz eigenen Wünsche und Bedürfnisse ganz hinten an und übte sich oft in Verzicht.
Sie war mir stellenweise viel zu passiv. Vielleicht wird man so, wenn an bei so einer Helikopter Mutter lebt.

 

Elliott hingegen war mir sympathischer. Er ist ein schmächtiger Junge, der von den anderen Jungs in der Schule herum geschubst wird. Durch sein stottern, hält er sich lieber im Hintergrund. Doch wenn er Musik macht … dann steht er im Mittelpunkt, den er trifft Töne die den Leuten unter die Haut gehen.

 

Es ist auch die Musik die die beiden verbindet. Elliott spielt immer an der Straßenecke Saxophone, als Übung. Als Jasmine auf dem Weg zum Studio ist, fällt er ihr auf und danach kommt sie immer wieder um ihn spielen zu hören. Zwischen ihnen bildet sich eine Freundschaft.
Im Gegensatz zu Elliott ist Jasmine sehr beliebt in der Schule, weswegen sie ihren Einfluss zu nutzen versucht, dass die Jungs Elliott in Ruhe lassen. Dafür lassen die Jungs aber Jasmine nach ihrer Pfeife tanzen, was sie hinnimmt.

 

Das es zwischen den beiden nicht immer so weiter gehen kann, war zu erwarten.

In dieser Zeit passieren so einige Sachen .. ich gestehe ich habe fürchterlich weinen müssen.

Die Erlebnisse gehen einem total unter die Haut und man hat richtig mitgelitten.

 

Dann gibt es einen Zeitsprung im Buch, auf einmal hat man Erwachsene Charaktere vor sich. So richtig wurde nie erzählt was in der Zeit passiert ist. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass sich Jasmine gar nicht weiter entwickelt hatte, sondern immer noch an der selben Stelle stand.

 

Allerdings erreicht Jasmine irgendwann einen Punkt, an dem es für sie nur einen Weg gibt. Sie haut ab und kehr zurück um Elliott zu finden. Sie möchte ihre Freiheit zurück.

 

Ab da fing für mich das Buch zu kippen an.

Die Ereignisse haben Elliott total verändert, er ist unnahbar geworden.

Jasmine ist sich selbst tatsächlich treu geblieben und lebt nur vor sich hin.

 

Man hatte das Gefühl beide warteten auf den anderen um ihre Leben weiter führen zu können.

Das die Gefühle von damals wieder aufleben würden, war vorhersehbar.

Komisch fand ich auch, dass von Jasmines Mutter nicht mehr kam.

Von einer Helikopter Mutter hätte ich erwartet, dass sie ihr direkt folgt um sie an den Haaren zurück zu schleifen.

 

Das Ende war mir einfach viel zu sehr Happy End. Es gab Punkte, bei denen wusste man von Anfang an wie diese sich entwickeln würden und das nahm mir die Spannung.

Aber der Mitte verlor ich den Bezug zu der Story.

 

Fazit

 

Eine schöne Geschichte, deren Anfang mich total gefesselt hat während das Ende für mich viel zu sehr Happy End war. Es fühlte sich zu gezwungen und zu vorhersehbar an und war wirklich wenig überraschend. Deswegen 3,5 Sterne von mir.