Rezension

Unterhaltendes Familienchaos

Das Glück fällt, wohin es will - Mara Winter

Das Glück fällt, wohin es will
von Mara Winter

Bewertet mit 3.5 Sternen

Witzige Geschichte, manchmal ein wenig zu absurd, aber unterhaltend.

Cover: Finde ich persönlich sehr schön, passt in die aktuell üblichen und beliebten Cover aus dem Genre. Für mich erst zum Ende passend zum Inhalt, aber trotzdem ansprechend.

Inhalt: Sophie hatte alles ganz anders geplant, Beruf und Kind kein Problem und auch Stan ihr Mann hatte das irgendwie alles ganz anders beschrieben.

Als dann plötzlich noch ihre polnische Über-Schwiegermama unangemeldet vor der Tür steht und ihr Mann nur noch mit ihr streitet, anstatt ihr zu helfen, reicht es Sophie. Sie packt ihre Sachen und fährt mit den Kindern zu ihrer Familie, doch auch hier erinnert sie sich schnell, warum sie nur so selten wie möglich Kontakt pflegt.

Meine Meinung:

Mit viel Witz und Charm erzählt die Autorin vom chaotischen Leben von Sophie, zwischen ihrem Wunsch nach beruflicher Verwirklichung und der Erziehung der beiden Kinder.

Zu Beginn weiß man nicht ob man Mitleid oder Mitgefül mit Sophie haben soll. Ja Familie kann man sich nicht aussuchen, zumindestens nicht die eigene. Aber auch mit der angeheirateten Verwandschaft hat die arme Sophie es schwer, insbesondere ihre perfekte und scheinbar unschlagbare Schwiegermutter scheint sie nichts recht zu machen.

Da kann man fast nicht glauben, dass es bei der eigenen Familie noch schlimmer sein kann, aber unverhofft kommt oft. 

Im Verlauf der Geschichte lernt der Leser nach und nach die Familie von Sophie kennen und Sophie stolpert von einer absuden Familien-Katastrophe in die nächste.

An einigen Stellen fand ich die Geschichte etwas überspitzt, aber es war trotzdem passend im Zusammenhang. Die Familie von Sophie gibt es die verschiedensten Typen, aber irgenwie sind sie alle ein weniger wunderlich (was sehr viel Spaß beim lesen gebracht hat).

Was mich tatsächlich am meisten gestört hat waren die Kinde und ihr Verhalten Sophie gegenüber, hier hab ich beim lesen häufig den Kopf geschüttelt. 

Tränen gelacht habe ich zum Ende, als Sophie die SMS-Flut von Tag gelesen hat, besonders hat mir gefallen das Stan mal selber erleben konnte was es heißt die beiden Kinder zu beschäftigen.

Das Ende hat mir gut gefallen, ein schöner Abschluss für die Geschichte, aber die Änderung von Stan und Sophie war mir dann doch zu umfangreich und wirkte wenig realistisch.

Fazit: Eine witzige Geschichte über die Gradwanderung zwischen Beruf und Kinder mit einem ordentlichen Spritzer Familienchaos.