Rezension

We make (nearly) all your dreams come true.

Dream Maker - Sehnsucht
von Audrey Carlan

Bewertet mit 3 Sternen

"Angekommen. Bei Skyler fühle ich mich angekommen.
Schöner Mist."

Parker Ellis, Bogart Lundigren und Royce Sterling, auch bekannt als der Dream Maker, der Love Maker und der Money Maker, führen gemeinsam das Unternehmen International Guy. Ihre Aufgabe ist es, Frauen, die Probleme im Job, Leben oder der Liebe haben, wieder auf den richtigen Weg zu führen. Beziehungen zu Kundinnen sind eigentlich ein No-Go, doch sich daran zu halten, scheint besonders für den Dream Maker eine Herausforderung darzustellen. Besonders Skyler, eine Schauspielerin aus New York, bringt diesen Grundsatz ordentlich ins Wanken..

Die Reihe "Dream Maker" ist quasi das Gegenstück zu "Calendar Girl", der ersten Reihe der Autorin. Während letztere jedoch aus der Sicht einer weibliche Hauptperson erzählt wurde, erlebt man "Dream Maker - Sehnsucht" durch die Augen von Parker Ellis. Für mich persönlich war das eine Premiere, da ich bisher immer nur Bücher ausschließlich aus Sicht des weiblichen Parts oder höchstens abwechselnd gelesen habe. Entsprechend zu Parker ist das Buch stellenweise eher vulgär geschrieben und nach einiger Zeit empfand ich die ständigen Äußerungen zu den körperlichen Vorzügen verschiedenster Frauen als nur noch nervig, auch wenn sich das natürlich schwer vermeiden lässt, wenn ein Mann erzählt.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wieder nach dem Vorbild von Calendar Girl. Bei letzterer Reihe in je drei Monate pro Band und bei diesem sind es die drei Städte, in denen die Jungs von International Guy ihre Jobs erledigen, nämlich Paris, New York und Kopenhagen. Am Ende jedes Abschnitts ist ein Kapitel aus der Sicht der Schauspielerin Skyler geschrieben, die Kundin in New York, die noch eine größere Rolle spielen wird.

Parker Ellis ist ein absoluter Charmeur. Da er und seine beiden Kollegen beruflich größtenteils mit Frauen zu tun haben, ist das natürlich nur von Vorteil, dennoch übertreibt er es machmal.
Royce, der Money Maker, ist ausmerksam und überlegt, ein richtiger Geschäftsmann, kann aber auch einschüchternd wirken, wenn er es drauf anlegt.
Bo, der Love Maker, macht seinem Namen alle Ehre, er bekommt mit seiner verschmitzten, frechen Art jeden Tag ein anderes "Häschen" ins Bett. Da er in einem Frauenhaushalt aufgewachsen ist weiß er so gut wie alles über Mode und Aussehen, entsprechend kümmert er sich immer um die passende Gaderobe der Kundinnen von International Guy.
Der Dream Maker, Parker Ellis hat jedoch eine Herangehensweise an Frauen, die mich eher abgeschreckt hat. Die ersten Berührungen kamen oft noch vor der eigentlichen Begrüßung, und wenn mir jemand demonstativ am Hals schnuppern würde, noch ehe er mir seinen Namen genannt hat, hätte er definitiv ein Problem. Generell sind wirken seine Gesten und Sprüche auf eine sehr direkte Art plump und dreist, jede Frau stellt er sich direkt nackt vor und analysiert sofort ihre körperlichen Vorzüge. Leider gehen die Kundinnen, mit denen er sich einlässt, zu meinem vollkommenen Unverständnis auch immer unmittelbar auf die Annäherung ein, sodass innerhalb kurzer, oder wirklich kürzester Zeit dann eine, natürlich rein körperliche, Beziehung entstand. Doch wie es sein muss, wird auch der Dream Maker, den ich zusammenfassend gesagt nicht wirklich dreamlike finde, sich seinen Gefühlen irgendwann bewusst.

Mein Fazit:
Gelungene Charaktere, jedoch gerade die Hauptperson mit ihrem Verhalten überzeugt mich leider nicht. Die Story gefällt mir, vorallem die Vielfalt der Schauplätze, die ich schon bei Calendar Girl bewundert habe. Alles in allem empfehle ich das Buch aber natürlich trotzdem weiter, vorallem da viele meine Bemängelung wahrscheinlich gar nicht teilen. Ich würde sie Reihe auch weiterlesen, in der Hoffnung, dass der werte Herr Ellis sich in Zukunft etwas am Riemen reißt.